Martfelder Kastanie Gemeinsam zwanglos kochen

Kochen ist gut für die Psyche und auch nützlich in Sachen Teambuilding. Diese Erfahrung hat die Köchin Barbara Stadler gemacht. Unter anderem aus diesem Grund will sie in Martfeld eine Kochschule einrichten.
05.05.2022, 12:56
Lesedauer: 3 Min
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Gemeinsam zwanglos kochen
Von Ivonne Wolfgramm

Martfeld. Die Psychologie hat es längst bewiesen: Kochen kann glücklicher und zufriedener machen sowie die Emotionen stabilisieren. Das gemeinsame Kochen in der Gruppe kann sogar wahrlich zum Erlebnis werden und die Beziehungen untereinander verbessern. Diese Beobachtung hat auch die Martfelder Köchin Barbara Stadler gemacht. Unter anderem aus diesem Grund möchte sie nun mit ihrem Angebot an Kochkursen starten. 

Anderen Menschen zeigen, wie sich gesund und leicht kochen lässt, ist für Stadler nichts Neues. In den späten 1990er-Jahren hat sie bereits begonnen, an der Volkshochschule Bremen Kochkurse anzubieten. "Das hat mir sehr viel Spaß gemacht, weshalb ich das ausgebaut habe", sagt Stadler. An der Berufsschule in Syke hat sie dann eine Zeit lang Hauswirtschaftsunterricht gegeben und überlegte, komplett in den Schuldienst zu gehen. Doch das schulische Umfeld sei ihr dann doch zu starr gewesen, wie sie sagt. Vor vier Jahren begann sie schließlich, in der Kochsphäre in Syke-Barrien Kurse für größere Gruppen anzubieten, ab zehn Personen. Die Nachfrage war groß – bis dann die Corona-Pandemie dem gemeinsamen Kochen Einhalt gebot.

"In dieser Zeit hatte ich mir Gedanken darüber gemacht, warum ich nicht auch Kochkurse für kleine Gruppen geben sollte", erzählt Barbara Stadler. Die Räumlichkeiten in der Kastanie nutze sie ohnehin bereits für allerlei kultur-kulinarische und theatrische Events. Hinzu kam, dass sie den Veranstaltungsraum in der Martfelder Kastanie während der Zwangspause ohnehin renoviert haben. Und so nahm die Idee ihren Lauf.

Die Kastanie ist mittlerweile auch entsprechend hergerichtet: Links vom Eingang stehen zwei Kücheninseln, ausgestattet mit Arbeitsflächen, Schränken, Schubladen und Herdplatten. Der Clou: Die Inseln sind beweglich und lassen sich bei Bedarf – etwa wenn eine Veranstaltung stattfindet – schnell zur Seite schieben. Ansonsten haben Gruppen bis zehn Personen problemlos Platz, hier gemeinsam zu kochen und anschließend auch zu essen.

Was dabei auf die Teller kommt, da lässt Barbara Stadler ihren Kochschülern freie Wahl. "Man kann seine Wünsche einbringen", sagt die Slow-Food-Köchin. "Ich bin da ganz flexibel und freue mich auf die Anregungen." Vegetarische und vegane Gerichte sind kein Problem. Ohnehin achtet Stadler darauf, bei ihren Gerichten viel Gemüse und nur wenig Fleisch zu verwenden. Schweine- oder Putenfleisch kommen bei ihr gar nicht in die Küche. Verarbeitet werden in den Kochkursen hauptsächlich Zutaten aus dem regionalen biologischen Anbau sowie fair gehandelte Produkte. Auch darauf legt die Köchin sehr viel wert. Neben dem Kochen haben die Kursteilnehmer auch die Möglichkeit, sich beim Anrichten der Teller auszuprobieren und natürlich auch die obligatorischen Food-Fotos knipsen zu können. Ebenso soll das Slow-Food-Prinzip, nachdem sie arbeitet, mit in die Kochschulungen einfließen.

"Wichtig zu wissen ist noch, dass es keine offenen Kurse sind", betont Stadler. "Für Geburtstage, Hochzeiten oder Firmenfeiern sind die Kochkurse aber ideal." Besonders in Sachen Teambuilding sei das Kochen eine hervorragende Gelegenheit. "Man kocht gemeinsam auf Augenhöhe, die Hierarchien fallen, und man begegnet sich als Team einfach ganz anders. Das ist immer schön zu beobachten", sagt sie aus ihrer langjährigen Erfahrung heraus. Eine Anfrage für einen Geburtstag-Kochkurs hat sie schon. Im Juli möchte der Jubilar mit seinen Gästen gemeinsam in der Kastanie kochen. "Das wird ganz wunderbar", freut sich die Martfelderin.

Künftig möchte Barbara Stadler auch Kochkurse zu ganz bestimmten Themen anbieten. Mittels eines Studiums zur Ernährungsberaterin möchte sich die Köchin auch in theoretischer Hinsicht dem Essen widmen. "Mein Ziel ist es, dann auch Kurse anzubieten, die von der Krankenkasse getragen werden. Zum Beispiel, wie man mit wenig Geld frisch einkauft und kocht." Ein anderes Thema, dass sie im Sinn hat: sich im Arbeitsalltag gesund ernähren. "Mealprep und Bento-Boxen sind hier die Zauberwörter", verrät Stadler. Kochkurse für Kinder stehen ebenfalls auf ihrer To-Do-Liste. Und süß könnte es in den Kochkursen auch bald hergehen, denn die Köchin könnte sich gut einen Patisserie- und Backkurs in der Kastanie vorstellen, den sie gemeinsam mit Brenda Lee Beckmann startet. Die betreibt nämlich das Café im Ehmken Hoff in Dörverden.

Info

Wer sich für einen Kochkurs bei Barbara Stadler interessiert, kann direkt Kontakt zu ihr aufnehmen. Das geht telefonisch unter 0 42 55 / 15 94 oder per E-Mail an info@diekastanie.de. Dabei können auch gleich etwaige Wünsche für den Kochkurs mitgeteilt werden. Kurse für bis zu zehn Teilnehmern finden in der Kastanie in Martfeld, Hollen 30, statt. Für Kurse mit mehr als zehn Teilnehmern geht es in die Kochspähre in Barrien, Krusenberg 1.

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