Feuerwehr Martfeld

Führungswechsel deutet sich an

Heiner Rahlmann hört nach 14 Jahren als Ortsbrandmeister in Martfeld auf. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung regelte die Nachfolge. Der Samtgemeinderat muss noch zustimmen.
12.07.2021, 14:56
Lesedauer: 2 Min
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Von Micha Bustian / abu
Führungswechsel deutet sich an

Wechselspiele: Michael Ullmann (von links), Uwe Staack, Heiner Rahlmann, Jan Hogrefe und Ralf Rohlfing machen sich Gedanken über die Führung der Martfelder Feuerwehr.

Christian Wolters/Feuerwehr

Martfeld. Es war die wahrscheinlich erste außerordentliche Generalversammlung in der Geschichte der Martfelder Feuerwehr. Entsprechend hoch war die Beteiligung: Ortsbrandmeister Heiner Rahlmann begrüßte 36 aktive Kameradinnen und Kameraden, darunter Gemeindebrandmeister Michael Ullmann und den Geschäftsführer der Gemeindefeuerwehr, Ralf Rohlfing. Der Grund der Neugier? Die Wahlen.

Denn nach nun fast 14 Jahren als Ortsbrandmeister stellte sich Heiner Rahlmann nicht erneut zur Verfügung. Für die im November endende Amtszeit musste laut Feuerwehr-Pressesprecher Christian Wolters ein Nachfolger vorgeschlagen werden. „Die aktiven Kameradinnen und Kameraden haben die Möglichkeit, einen Kandidaten mittels Wahl vorzuschlagen", erläuterte Michael Ullmann das Prozedere. „Der Samtgemeinderat entscheidet schließlich final über die Berufung in das Ehrenbeamtenverhältnis.“

Mit Uwe Staack schlug die Versammlung den aktuellen Stellvertreter für das Amt des Ortsbrandmeisters vor. Staack ist Wolters zufolge ein erfahrener Feuerwehrmann, trat bereits 1994 in die Ortsfeuerwehr Morsum-Atzen-Oetzen ein, ist seit 2008 in Martfeld aktiv und schon einige Jahre im Kommando. In geheimer Wahl erhielt der Kandidat 32 Ja-Stimmen.

Nun galt es, einen neuen Stellvertreter zu finden. Dafür schickten die Brandbekämpfer Jan Hogrefe ins Rennen. Der, so Christian Wolters, sei zwar erst seit ein paar Jahren in Martfeld, blicke dennoch auf viele Jahre freiwillige Feuerwehr zurück. Im Landkreis Heidekreis begann er seine Feuerwehr-Karriere und war dort bereits stellvertretender Ortsbrandmeister. Auch er wurde mit großer Mehrheit bestätigt.

Ralf Rohlfing und Michael Ullmann ließen es sich am Ende nicht nehmen, sich schon einmal bei Heiner Rahlmann für das Geleistete zu bedanken. „Mit dem Anbau des Gerätehauses, der Beschaffung neuer Fahrzeuge und der Gründung eines Fördervereins sind nur die großen Punkte genannt“, fasste Ullmann kurz zusammen. Eine würdige Verabschiedung plane man für das Ende der Amtszeit im Dezember.

Der Rest der Tagesordnung wurde knapp gehalten. Mit Lena Hachmeister und Jan-Niklas Schierloh konnten zudem zwei neue Mitglieder aufgenommen werden, welche die Einsatzabteilung zukünftig verstärken werden. „Leider fanden kaum Lehrgänge statt. Das wird uns noch ein paar Jahre beschäftigen“, stellte Michael Ullmann fest. Ehrungen fanden nicht statt, die sollen im Januar nachgeholt werden. "Leider können wir wegen des Coronavirus keine weiteren Gäste einladen, auch nicht Alterskameraden, erklärte Heiner Rahlmann abschließend. 

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