Gemeinderat Martfeld Begegnungsräume für alle

Über zwei weitere Anträge hatte der Gemeinderat Martfeld zu beraten. So möchte die CDU-Fraktion die Spielplätze im Ort attraktiver gestalten und regte daher an, ein entsprechendes Konzept zu erarbeiten.
17.06.2022, 16:33
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Begegnungsräume für alle
Von Ivonne Wolfgramm

Martfeld. Drei öffentliche Spielplätze gibt es derzeit in Martfeld. Und die sind, so sieht es die CDU-Fraktion, wenig einladend und nicht für alle Altersklassen ansprechend. Das möchten die Christdemokraten ändern, weshalb sie dem Gemeinderat einen Antrag für ein nachhaltiges und langfristig ausgelegtes Spielplatzkonzept vorgelegt haben.

"Die Anforderungen an Spielplätze haben sich geändert", sagte Ratsfrau Verena Hruby, als sie den Antrag vorstellte. "Um attraktiv zu bleiben, sollten wir etwas tun." Das beginne aus ihrer Sicht schon mit den vorhandenen Spielgeräten. Als "Standard", "konservativ" und "wenig spielwert" bezeichnete Hruby diese. Auch an Möglichkeiten zur sportlichen Aktivität mangele es, zwei alte Fußballtore würden da nicht ausreichend. Die CDU wünscht sich, aus den beiden Spielplätzen "Begegnungsräume für alle" zu schaffen.

Im Antrag hatte die Fraktion, bestehend aus Verena Hruby und Jürgen Lemke, so dann auch eine entsprechende Vorgehensweise formuliert. Nach einer Bestandsaufnahme, die den Flächenzustand, die qualitative Ausstattung und soziale Aspekte umfasst, soll es um das konkrete Leitbild gehen. Neben der Festlegung der Zielgruppe umfasst dies auch das Erarbeiten von Themenschwerpunkten. "Naturnahe Sinneserfahrungen", "motorische Entwicklung" und "Aufenthaltsqualität" waren dabei Stichwörter, die Verena Hruby aufzählte. Daran mangele es derzeit den Spielplätzen. Letztlich sollten Fördermittel geprüft und beantragt werden, ehe die Ideen umgesetzt werden.

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"Das ist ein guter Antrag", sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Burckhard Radtke, "Wir sollen das so in den Ausschuss geben." Wenig Einwände erhob auch Marlies Plate der Grünen und pflichtete Radtke bei. Ähnlich war der Tenor auch bei Torsten Tobeck (ULM): "Wer sich die Spielplätze anguckt, der sieht, dass dort der Zahn der Zeit genagt hat." Eine Begutachtung der Spielplätze sei aber dringend notwendig. "Und bevor die Ideen sprudeln, müssen wir gucken, was wann machbar ist." Dem pflichtete auch Rennig Söffker bei: Erst die Bereisung der Spielplätze, dann die Gedanken über das Konzept, lautete sein Vorschlag. Hartmut Sturhann schrieb das Wort "Sicherheit" in dieser Debatte groß: "Wir sollten nicht einfach so ins Blaue hineinplanen."

Schließlich einigten sich die Ratsmitglieder einstimmig darauf, den Ausschuss für Ortsentwicklung der Erarbeitung eines Spielplatzkonzepts zu betrauen.

Ein anderes Thema griff die Fraktion Bündnis90/Die Grünen in ihrem Antrag im Gemeinderat auf. Sie wünschten sich eine Regelung in Bebauungsplänen zur Begrünung von nicht überbauten Flächen. Demnach soll es in künftigen Bebauungsplänen untersagt werden, sogenannte Schottergärten anzulegen. Stattdessen sollen ungenützte Flächen gärtnerisch gestaltet werden, und nicht mit Holz, Kies oder Steinen abgedeckt werden. Ziel ist es, die heimische Pflanzen- und Tierwelt – insbesondere Insekten – zu erhalten. Der Rat folgte einstimmig der Empfehlung des Ortsentwicklungsausschusses, den Antrag zu beschließen.

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Schließlich stand noch der Bebauungsplan Nummer 16 "An der Stühr-Mühle" auf der Tagesordnung des Gemeinderates. Mit dem Beschluss über die Aufstellung, der Durchführung, der Beteiligung der Öffentlichkeit und dem Auslegungsbeschluss zeigte sich der Rat mehrheitlich einverstanden und brachte bei einer Enthaltung den Bebauungsplan auf den Weg.

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