Kirsteins Hoff in Martfeld Die Fenster sind da

Die Bauarbeiten auf Kirsteins Hoff gehen mit großen Schritten voran. Jüngst wurden erst die neuen Fenster eingebaut. Zudem hat die Kreissparkasse Syke das Projekt mit 5000 Euro unterstützt.
17.03.2022, 16:03
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Die Fenster sind da
Von Ivonne Wolfgramm

Martfeld. "Es ist schon faszinierend, was neue Fenster ausmachen können", sagt Heiner Rahlmann. Der Vorsitzende des Vereins Kirsteins Hoff steht im großen Saal des künftigen Dorfgemeinschaftshauses an der Verdener Straße in Martfeld. Neben ihm steht der stellvertretende Vorsitzende Torsten Kirstein. Gemeinsam schauen sie sich um in dem nun lichtdurchfluteten Festsaal, der bald Teil des Restaurants Lica ist. Doch fertig sind die Bauarbeiten hier an dem Haus noch lange nicht. Es gibt noch einiges zu tun, ehe das Dörphus mit Leben gefüllt werden kann.

Rahlmann und Kirstein haben an diesem Tag besonderen Besuch auf ihrer Baustelle. Denn die neuen Fenster sind das eine, worüber sich die Bauherren freuen können. Dennis Landt und Alexander Stoffregen von der Kreissparkasse Syke sind aus der Hachestadt nach Martfeld gekommen, um sich die Entwicklung des Dorfgemeinschaftshauses anzusehen. Immerhin hat die Sparkasse das Vorhaben mit einer Finanzspritze in Höhe von 5000 Euro unterstützt.

Heiner Rahlmann nimmt seine Gäste aus Syke mit auf einen kleinen Rundgang durch das 740 Quadratmeter große Anwesen. Für den weiteren Innenausbau ist alles vorbereitet, nach und nach schleppen die Handwerker eine Gipsplatte nach der anderen ins Haus. Kabel sind verlegt, manche hängen noch von der Decke herab. Der Fahrstuhlschacht ist auch schon fertig gemauert. Und die Fachwerkbalken in dem Raum, der bald als Sitzungssaal für den Gemeinderat dienen soll, sind auch schon mit dem Sandstrahler bearbeitet und zeigen sich in einem edlen, dunkeln Braun.

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"Wir haben ein gutes Bild davon bekommen, was der Verein hier mit einer überaus professionellen Planung vorhat", lobt Dennis Landt. Das Projekt sei ein Beitrag zur nachhaltigen und langfristigen Entwicklung des Dorfes. "Darin finden wir uns wieder, weshalb wir das Vorhaben auch gerne finanziell unterstützen." Heiner Rahlmann und Torsten Kirstein zeigen sich sehr dankbar. "Es ist toll, dass uns die örtlichen Geldinstitute zu unterstützen. Besonders in der aktuellen Situation, da die Banken mit ihrem Geld ja auch haushalten müssen", sagte der erste Vorsitzende. Die 5000 Euro, die die Kreissparkasse gesponsort hat, sind nicht zweckgebunden. So kann der Verein das Geld da einsetzen, wo es gerade gebraucht wird.

Eigentlich hatten Torsten Kirstein und Heiner Rahlmann den 1. April als Eröffnungstag ins Auge gefasst. Doch diesen Termin müssen sie revidieren. "Wir hoffen, dass wir im Juni so weit sind", sagt Kirstein. "Wir wollen erst öffnen, wenn wir mit allem fertig sind." Doch das Warten wird sich lohnen, ist der stellvertretende Vereinsvorsitzende fest überzeugt: "Wir arbeiten jetzt mit einem Innenarchitekten zusammen, der schon mal ein 3D-Modell von den Innenräumen angefertigt hat. Das sieht klasse aus!" Kai Fischer heiße der Mann, der sich um das Interieur de Dörphuses Gedanken mache, erzählt Kirstein: "Er hat ein Händchen für solche Projekte. Und die Gastronomen werden natürlich auch in die Innengestaltung mit eingebunden."

In den kommenden Wochen wird noch einiges passieren auf Kirsteins Hoff, sagt Rahlmann: "Die Giebel werden neu gemacht, damit alles schick aussieht und die Optik auch passt." Zudem wird der Gartenbauer im Außenbereich die Wege anlegen und im oberen Stockwerk soll Asphalt als Tritt-, Brand- und Dämmschutz verteilt werden, bevor der eigentliche Fußboden verlegt werden kann. Apropos Fußboden: Der fehlt auch noch im künftigen Festsaal. Geplant ist hier eine Fußbodenheizung.

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Zeitnah soll dann auch eine Mitgliederversammlung stattfinden, "idealerweise schon im großen Saal", berichtet Rahlmann weiter. Bei diesem Treffen soll es dann darum gehen, das Dorfgemeinschaftshaus mit Leben zu füllen. In diesem Zuge sollen dann auch die ortsansässigen Vereine involviert werden. So soll gemeinsam mit dem TSV Martfeld die Ausstattung des neuen Bewegungsraumes besprochen werden, damit hier in kleinen Gruppen bald auch gesportelt werden kann. Ebenso hat laut Rahlmann eine Hebamme ihr Interesse bekundet, im künftigen Dörphus Kurse anzubieten.

Für Torsten Kirstein ist der Gang über die Baustelle nicht ganz ohne Emotionen möglich. Immerhin gehört das Anwesen im Martfelder Zentrum seiner Familie, seine Kindheit hat er hier verbracht. "Die Freude über die neue, interessante Nutzung überwiegt aber", sagt er. "Ich denke, dass sich meine Eltern auch gefreut hätten, dass das Haus in diesem Sinne weitergenutzt wird." Er hofft daher sehr, dass die Martfelder, aber auch die Gäste von außerhalb, das Dorfgemeinschaftshaus annehmen.

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