Rund ums Rad

Alles für den Drahtesel

Bruchhausen-Vilsen stand am Sonntag ganz im Zeichen des Fahrrads. Neben diversen Angeboten rund ums Rad konnte auch auf einem Flohmarkt gestöbert werden.
05.05.2019, 18:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Tanja Stelloh
Alles für den Drahtesel

Viel los: Im Geschäft von Ralf Schmidt gab es am Wochenende die Möglichkeit, sich sein Traumrad anzuschauen – und natürlich auch zu kaufen (links). Und rechts testet Sverre Leif Kübler vom Radsportverein Bruchhausen-Vilsen ein Rad.

Michael Braunschädel

Bruchhausen-Vilsen. Im historischen Ortskern des Fleckens Bruchhausen-Vilsen waren am Sonntagnachmittag nicht nur Passanten unterwegs, die sich aufgrund der eisigen Temperaturen wieder warm eingepackt hatten, sondern auch solche, die über der Mütze noch einen Fahrradhelm trugen. Grund dafür war der erste Aktionstag unter dem Motto „Rund ums Rad“, der vor dem Geschäft Bullenkamp sowie in der angrenzenden Assessorstraße stattfand.

„Da der Vorplatz hier kürzlich erneuert wurde, haben wir uns Gedanken gemacht, wie man selbigen nun intensiver nutzen könnte“, erklärte Ralf Schmidt von der Fahrrad-Schmiede Schwarme. „Die Fördergemeinschaft Luftkurort Bruchhausen-Vilsen hatte schließlich die Idee – nach der Blumenschau zu Ostern – nun das Fahrrad in den Mittelpunkt zu stellen. Woraufhin ich selbstverständlich gern als Mitinitiator eingetreten bin, und wir heute ein attraktives Angebot für alle Radler anzubieten haben", sagte Schmidt rückblickend.

Neben einer Vielzahl von schicken und sportlichen Neurädern aller Art, die im Geschäft von Ralf Schmidt zu bestaunen und erwerben waren, lockte auch ein attraktiver Fahrradflohmarkt direkt vor der Tür. Vom rosa leuchtenden Prinzessin-Lillifee-Zweirad bis hin zum stabilen Mountainbike mit 24 Gängen und Kettenschaltung war hier alles zu bekommen, was die Welt der Drahtesel derzeit im Programm hat.

Kauffreude und Diebstahlschutz

Auch die zehnjährige Mira aus Bruchhausen-Vilsen war an diesem Nachmittag, gemeinsam mit ihren Eltern und der jüngeren Schwester, unterwegs, um nach einem neuen fahrbaren Untersatz Ausschau zu halten. Schon bald erregte ein flottes, weiß-grün lackiertes Damenrad mit sieben Gängen ihr Interesse und nach einer kurzen Probefahrt stand schnell fest: „Das finde ich richtig schön!“ Selbstverständlich wechselte das Traumrad dann kurz darauf die Besitzerin.

Einige Meter weiter hatten alle Radler, die ihr Zweirad vor Diebstahl schützen wollten, die Möglichkeit, dieses fachgerecht codieren zu lassen. Polizeihauptkommissarin Ilona Kues von der örtlichen Polizeidienststelle bot diese Aktion an und erläuterte: „Oftmals werden potenzielle Täter bereits durch den gut platzierten Aufkleber abgeschreckt, sodass es gar nicht erst zum Diebstahl kommt. Falls doch, können wir das gestohlene Rad anhand der Registrierung viel leichter ausfindig machen.“

Wer sich gerne sportlich betätigen wollte, hatte ebenfalls Gelegenheit dazu, denn der Radsportverein (RSV) Bruchhausen-Vilsen lud zu einer Fahrt auf einem Heimtrainer ein. „Die auf Rollen gelagerten Rennräder sind derzeit absolut im Trend und kommen gern vor dem großen Fernsehbildschirm, unter lauter musikalischer Beschallung zum Einsatz“, wusste Vereinsmitglied Rolf Hinners zu berichten und fügte an, dass der örtliche RSV ein äußerst ambitionierter Verein sei, der an diversen Rennen teilnehme und sogar eine echte Weltmeisterin vorzuweisen habe. „Die ortsansässige Manja Pleuß war in der Saison 2013/2014 und 2014/2015 Weltmeisterin im Cyclocross, (Querfeldeinrennen, Anm. d. Red.) der Altersklasse 40 bis 49 Jahre und ist langjähriges Mitglied bei uns.“ Zudem wusste man am späten Nachmittag noch mit einigen Funsporteinlagen zu begeistern, wozu das zügige Herunterfahren einer steilen Treppe ebenso gehörte wie der halsbrecherische Sprung über eine Rampe.

Schüler packen an

Des Weiteren war der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Niedersachsen mit einem Infostand anwesend, und die Schülerfirma Fahrrad-Schuppen machte ebenfalls auf sich aufmerksam. Am Stand der jungen Leute konnte der emsige Fahrradfahrer kleine Reparaturen erledigen lassen und sich über die Arbeit der Akteure informieren. Die Zehn- bis 17-Jährigen gehören der Oberschule oder dem Gymnasium im Luftkurort an und betreiben als Arbeitsgemeinschaft eine Werkstatt, die an der Straße Am Marktplatz 1 liegt. Hier reparieren sie immer dienstagnachmittags von 14 bis 15.30 Uhr sämtliche Fahrradmodelle, ein Mitglied des Vereins Lebenswege begleiten schaut den Schraubern dabei über die Schultern. Die Jugendlichen erklärten übereinstimmend: „Die Arbeit macht viel Spaß und bereitet uns außerdem hervorragend auf das Berufsleben vor."

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