Heimatverein Eule Ostereiersuche im Dorf

Alle kleinen und großen Schwarmer können ab dem 3. April auf Ostereier-Suche durchs Dorf gehen. Bis Ostersonnabend ist Zeit, die Eier zu finden und mit deren Hilfe ein kleines Rätsel zu lösen.
29.03.2022, 15:02
Lesedauer: 3 Min
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Ostereiersuche im Dorf
Von Ivonne Wolfgramm

Schwarme. Für Hans-Jürgen Suling wird es eine Art Premiere sein. Denn in den nächsten Tagen wird der zweite Vorsitzende des Schwarmer Heimatvereins Eule den Job des Osterhasen übernehmen und im gesamten Ort Ostereier verteilen. Schließlich warten 30 davon, von Kinderhänden bemalt, nur darauf, bis zum Osterfest im gesamten Ort wiederentdeckt zu werden.

"Dieses Jahr wollen wir eine Osterei-Suchaktion veranstalten", klärt Suling über den Hintergrund seines neuen Saisonjobs auf. Die Idee: Die kleinen und großen Schwarmer sollen ihren Wohnort besser kennenlernen und erleben, was es dort eigentlich alles gibt. Und wie das vonstattengehen soll, ist schnell erklärt. Ab dem 3. April werden die kunstvoll gestalteten Eier an unterschiedlichen Standorten in ganz Schwarme verteilt werden. Jedes Ei ist mit einer Nummer und einem Wort versehen. "Das sind die Lösungen für einen Lückentext, ein Ostergedicht", erklärt Suling. Die Lösungswörter werden auf einem bestimmten Zettel eingetragen, den es auf der Webseite der Eule, sowie bei der Kreissparkasse und der Volksbank gibt, und am Ende vollständig ausgefüllt in den Briefkasten von Robberts Huus geworfen. Die Kinder (und ihre Eltern) haben dafür bis Ostersonnabend, 16. April, Zeit. "Dann wird dort das Rätsel gelöst und es gibt für die Kinder auch kleine Präsenttüten", berichtet Suling.

Dabei gesteht er: "Die Idee habe ich mir von einem Nachbarort geklaut." Beim Aufräumen habe der Neu-Ruheständler einen entsprechenden Bericht gefunden, den er vor einiger Zeit mal aufgehoben hat. "Vor kurzem habe ich diesen dann wieder in die Finger bekommen, und fand es an der Zeit, so etwas auch in Schwarme zu machen." Gesagt, getan. Die Idee stand und weitere Mitstreiter waren schnell gefunden, zunächst im Förderverein der Schwarmer Grundschule. "Wir fanden die Idee toll und haben dann die Lehrer in der Schule darauf angesprochen", berichtet Ina Licht, zweite Vorsitzende des Fördervereins. Schnell waren Lehrkräfte gefunden, die ihren Kunstunterricht zur Gestaltung der Ostereier zur Verfügung stellten. "Wir vom Förderverein haben dann die Farben gesponsert."

Fehlt nur noch der Untergrund, auf dem sich malen lässt. Doch auch das hatte Hans-Jürgen Suling schnell gelöst: Sven Schaper, der im Ort eine Zimmerei führt, hatte noch alte Pappschalungen übrig, die er Suling und seinem Vorhaben gerne überließ. "Im Grunde haben wir auch noch ein bisschen Recycling betrieben", sagt Suling lachend. Natürlich kann eine Zimmerei mit ostereiförmigen Baumaterialien meist wenig anfangen, weshalb Suling selbst zum Werkzeug griff, um aus der Pappschalung 30 Ostereier zu schneiden. Kein leichtes Unterfangen, wie er berichtet: "Im Internet habe ich nach Vorlagen gesucht. Allerdings habe ich überwiegend nur Kurvendiskussionen zur Berechnung einer Ei-Form gefunden." Bis eine handwerkliche Anleitung dabei war, habe es ein wenig mehr Recherche erfordert. "Allerdings habe ich mir dann doch mal den Spaß erlaubt, die Ei-Form an echten Exemplaren nachzurechnen", sagt er. Sein Ergebnis: "Es stimmt, das Verhältnis von Höhe und Durchmesser ist immer gleich. Egal, wie groß das Ei ist."

Den Grundschülern dürfte die mathematische Komplexität wohl nicht so wichtig gewesen sein. Bei ihnen stand eher das kreative Gestalten im Vordergrund, als sie in Gruppen die Eier bemalen durften. Herausgekommen sind dabei viele unterschiedliche – mal abstrakte, mal naturorientierte – Kunstwerke. Manche davon zieren sogar die Signatur der kleinen Künstler. Unterstützung gibt es auch von der Gemeinde. "Es ist eine tolle Aktion", sagt Bürgermeister Johann-Dieter Oldenburg. "Viele Schwarmer kennen nicht alles, was der Ort zu bieten hat." Daher stand es für ihn außer Frage, die Oster-Aktivität mit einem kleinen finanziellen Zuschuss zu unterstützen – für die Geschenktüten, die die Kinder dann an Ostersonnabend erhalten.

Zur Sache

Keine Osterfeuer in Schwarme

Apropos Ostern: Eigentlich sollte die Osterei-Suche der Eule nicht die einzige Veranstaltung in Schwarme sein, die zu diesem Fest stattfinden sollte. Das traditionelle Osterfeuer am Stührweg wollte die Gemeinde nach zwei Jahren coronabedingter Absagen in diesem Jahr wieder am Ostersonnabend veranstalten. Mit Lutz Albrecht und seinem Team vom TSV Schwarme hätten sich schon Organisatoren gefunden, auch Termine für die Annahme von Grünschnitt seien geplant gewesen, berichtet Bürgermeister Johann-Dieter Oldenburg. Diese Pläne werden nun auf Eis gelegt, wie Oldenburg weiter sagt: "Wir werden das offizielle Osterfeuer vermutlich absagen, da für die Veranstaltung laut Auskunft des Landkreises Diepholz ein umfangreiches Hygienekonzept mit Einzäunung, Eingangskontrolle und so weiter vorgelegt werden muss. Das ist für die Veranstalter zu aufwendig für ihre ehrenamtliche Tätigkeit." Zudem seien die steigenden Corona-Infektionszahlen für die Gemeinde ein weiterer Grund, das Osterfeuer abzusagen.

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