Kulturverein Eule Alles neu macht der Januar

Die Mitglieder des Schwarmer Kulturvereins Eule waren fleißig: Nicht nur, dass sie ihrer Homepage ein zeitgemäßes Aussehen verpasst haben, sie haben auch das Programm für das erste Halbjahr 2022 organisiert.
11.01.2022, 17:05
Lesedauer: 4 Min
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Alles neu macht der Januar
Von Ivonne Wolfgramm

Schwarme. Festlich geschmückt zeigte sich die Bauerndiele von Robberts Huus, als der Schwarmer Kulturverein Eule dorthin zu seinem Gesprächstermin lud. Blumenschmuck hing an den Fachwerkständern, und die Tische und Stühle waren schon so drapiert, dass hier in wenigen Stunden geheiratet werden konnte. Das war aber nicht der Grund, weshalb die Mitglieder der Eule eingeladen hatten; es war das neue Kulturprogramm sowie die neue Webseite, die sie vorstellen wollten.

"Unsere Homepage war nicht mehr datenschutzkonform und zeitgemäß", sagte Hermann Schröder, erster Vorsitzender des Vereins. Schließlich war es schon einige Jahre her, dass sein Sohn die Internetpräsenz erstellt hatte. Bereits im vergangenen Jahr befand der Verein, dass die Webseite eine Frischekur vertragen könnte. Doch das Vorhaben gestaltete sich schwieriger als gedacht, erinnert sich Schröder: "Wir haben drei Versuche unternommen, mithilfe von Privatleuten die Seite neu zu gestalten. Doch das hat nicht geklappt." Unterstützung fand der Verein schließlich bei der Schwarmer Werbeagentur Kreativwerkbank und der Webbrand GmbH aus Weyhe. Erreichbar ist die Seite weiterhin unter dem Link www.eule-ev.de.

Kompatibel mit Smartphones

Ganz günstig sei das Projekt "Homepage" nicht gewesen, gibt Schröder zu. Doch finanzielle Unterstützung gab es vom Landschaftsverband Hunte-Weser, der einen Großteil der Kosten übernahm. Den restlichen Anteil trug der Verein selbst. Dafür präsentiert sich die Eule nun im Netz mit einer modernen und ansprechenden Internetseite, die sich problemlos auch auf Smartphones darstellen lässt. "Wir wollen damit über den Verein und Robberts Huus informieren, über Veranstaltungen, Trauung und alles andere, was wichtig ist", sagt Hans-Jürgen Suling, zweiter Vorsitzender. Er war maßgeblich an dem Aufbau der Seite beteiligt.

So bietet die Homepage ausführliche Informationen über die einzelnen Gruppen, die im Verein aktiv sind; über Robberts Huus; aktuelle und vergangene Veranstaltungen sowie Trauungen, die hier abgehalten werden können. Künstler und Musiker, die sich für einen Auftritt in Robberts Huus interessieren, finden hier ebenfalls Wissenswertes über die technische Ausstattung. Natürlich gibt es viele Bilder und sogar eine eigene Galerie, die dem Besucher einen umfassenden Eindruck über das Vereinsleben und die Aktivitäten rund um Robberts Huus vermittelt. Zudem gibt es für die Vereinsmitglieder einen eigenen Mitgliederbereich. Weiterhin präsentieren sich der Vorstand und die Gruppenleiter auch direkt auf der Webseite. Mit Porträtbild, Telefonnummer und E-Mail-Adresse können sich die Besucher direkt an den jeweiligen Ansprechpartner wenden. Und wer sich schon mal die Eintrittskarten für das anstehende Kulturprogramm sichern möchte, kann dies nun auch online tun. Dafür gibt es unter der Rubrik "Kulturprogramm" eigens einen Button, der den direkten Draht zum Verein herstellt.

Vielseitiges Programm

Apropos Kulturprogramm: Für das erste Halbjahr im Jahr 2022 hat sich der Verein wieder einige interessante und spannende Veranstaltungen ausgedacht und geplant. Der Startschuss findet schon am kommenden Wochenende statt: am Sonntag, 16. Januar, von 15 bis 17 Uhr in Robberts Huus. Dann startet Uwe Jöstingmeyer mit dem Workshop zum gestalterischen Fotografieren für Digitale- und Spiegelreflexkameras. "Der Workshop richtet sich an Anfänger der Fotografie, die noch nicht so viel Erfahrung im Umgang mit ihren Kameras haben und mehr aus ihnen herausholen möchten", erzählt Jöstingmeyer, der seit seinem 14. Lebensjahr fotografiert. Im Mittelpunkt stehe die gestalterische, künstlerische Fotografie. Mitzubringen sind daher nicht nur die Kamera, sondern auch Batterie, Speicherkarte und die Bedienungsanleitung. Anmeldungen nimmt Jöstingmeyer per E-Mail an uwe.joesti@gmail.com entgegen. Für die Teilnahme gilt die 2G-plus-Regel, Nachweise sind zum Termin mitzubringen. 

Die zweite Veranstaltung, die demnächst stattfindet, ist der Bildernachmittag in Robberts Huus mit Jutta Precht. Unter dem Titel "Schwarme früher" will sie am Sonntag, 30. Januar, ab 14.30 Uhr "unzählige Bilder zeigen, die aus Familienalben und Nachlässen stammen", die die Geschichtswerkstatt archiviert hat. Mehr als 700 Bilder sind bereits digitalisiert, das älteste stammt aus dem Jahr 1820 und zeigt die Familie Otto aus Schwarme vor ihrem Haus. "Viele der Fotos zeigen aber auch Erntefeste, die anscheinend eine große Bedeutung für das Dorfleben hatten und haben", sagt Precht. Sie hofft dabei auf die Teilnahme vieler älterer Schwarmer Bürger an dem Bildernachmittag, die vielleicht noch die ein oder andere Information zu den gezeigten Bildern liefern können, oder sich an so manche Begebenheit erinnern. Der Eintritt kostet vier Euro, Kaffee und Kuchen wird serviert. Es gilt die 2G-Regel. Es wird einen Fahrservice für die älteren Teilnehmer geben. Diese können sich im Vorfeld bei Jutta Precht unter der Telefonnummer 0 42 58/ 6 61 melden.

Zur Sache

Weitere Veranstaltungshöhepunkte

Rotraud Scholz und Uwe Jöstingmeyer zeigen Sonnabend und Sonntag, 5. und 6. Februar, jeweils zwischen 14 und 17.30 Uhr ihre Marionetten-Foto-Ausstellung. Anhand der Körperhaltung der Puppen und den fotografischen Hintergründen wollen sie Gefühlszustände und Lebendigkeit erzeugen.

Am 12. Februar findet dann die Veranstaltung "Eule'n heulen" in Robberts Huus statt. Zwei Stunden lang singen die Teilnehmer selbst, und zwar deutschsprachige Popsongs aus den 1950er- bis 1990er- Jahren. Beginn ist um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.

Ein Mix aus "amüsanten Rock- und Pop-Storys, Live-Hits und Multimedia" ist für Sonnabend, 26. Februar, geplant. Ab 19 Uhr erzählt Jürgen Rau Anekdoten aus seinem Leben als Hamburger Musikmanager, der schon mit vielen internationalen Größen zu tun hat. Musikalisch begleitet wird er dabei von Richard Rossbach. Der Eintritt kostet zwölf Euro.

Die Gitarrenlehrerin Kerstin Najjarzadeh, die regelmäßig Unterricht in Robberts Huus gibt, präsentiert am Sonnabend, 2. April, ab 15 Uhr an selber Stelle eine musikalische Erzählung mit ihren Schülern. Der Eintritt kostet vier Euro, es gibt Kaffee und Kuchen.

"Ein Hörvergnügen der besonderen Art" verspricht der Rezitator Juraj Sivulka, der am Sonnabend, 23. April, ab 19 Uhr in Robbert Huus zu Gast ist. In "Schatten einer Liebe" widmet sich Sivulka den weltberühmten Liebesbeziehungen zwischen Charlotte von Stein und Johann Wolfgang von Goethe sowie Susette Gontard und Friedrich Hölderlin. Seine Tochter Lara und Bernhard Schencke begleiten die Darbietung. Der Eintritt kostet zwölf Euro. 

Für alle Veranstaltungen gilt derzeit die 2G-Regel. Robberts Huus befindet sich an der Hoyaer Straße 2 in Schwarme.

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