Zwei Filme der Totart Produktion Künstlerische Reflektion der Pandemie

Kulturpreisträger Daniela Franzen und Marcello Monaco präsentieren ihre beiden neuen Filmproduktionen in Schwarme. Karfreitag abends können Interessierte in Robberts Huus kreativen Idee erleben.
08.04.2022, 16:55
Lesedauer: 2 Min
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Von Dagmar Voss/xdv

Schwarme. Zwei Filme, die sich auf mehr oder weniger humorvolle Weise mit Corona beschäftigen, werden an Karfreitag, 15. April, ab 19 Uhr in Robberts Huus in Schwarme gezeigt. Die im Landkreis bekannten Kulturpreisträger Daniela Franzen und Marcello Monaco haben zusammen mit dem Filmproduzenten Ralf Schauwacker während der Corona-Zeit diese Filme gedreht, die "auf künstlerisch-humorvolle, aber auch anrührende Weise die Einschränkungen und Vorgaben der Pandemie reflektieren" lautet es in der Ankündigung. Es seien, sagt Mitorganisator Hermann Schröder, beides "soziokulturelle Projekte mit vielen Teilnehmern aus Niedersachsen und Bremen".

Da ist zum einen "Aus dem Leben der Corina Krose“, dessen Handlung in Schwarme spielt und 2020 gedreht wurde. Der Film dauert 25 Minuten. Corina Krose ist eine unauffällige Frau. Sie ist Angestellte im Supermarkt und sucht nicht viel den Kontakt mit ihrer Umgebung und mit ihren Kollegen. Sie mag nicht Zeitung lesen, dafür ist sie zu empfindlich. Fernsehen schauen ist für sie eher verwirrend, mit den ganzen Nachrichten, die sie nur durcheinander bringen.

Darum verpasst sie die gesellschaftlich relevanteste Geschichte unserer Jahrhunderte. Die Corona-Krise. Denn niemand nennt sie dabei mit Namen, wenn von der Corona-Pandemie gesprochen wird. Alle gehen davon aus, dass jeder Mensch davon bereits vielerlei erfahren hat. Sie hat es nicht mitbekommen. Nur das Verhalten der Menschen um Corina herum, hat sich irgendwie geändert.

Der zweite Film dauert 74 Minuten. Fast im Stil eines Stummfilms wird die Geschichte um einen Sänger erzählt, der kurz vor seinem großen künstlerischen Durchbruch steht. Doch jäh wird er durch Corona zurück auf die Straße geworfen. Zum Glück hat er wenigstens seelisch eine Begleitung – einen Clown, den nur er sehen kann und der ihm in scheinbar ausweglosen Situationen hilft. Der Clown steht ihm bei in den Wechselbädern aus Verzweiflung und Depression, aber auch aus Euphorie und Hoffnung.

Beides sind Totart-Produktionen und laufen auch im Nebenprogramm des Filmfestes Bremen. Am Karfreitag, 15. April, werden in Anwesenheit der Hauptdarsteller die Filme in Robberts Huus gezeigt. Um 18.30 Uhr ist Einlass, dann läuft um 19 Uhr „Aus dem Leben der Corina Krose“ von 2020. Danach um 19.45 Uhr ist eine Pause vorgesehen mit Snacks und Suppe, um 20.15 Uhr geht es weiter mit „Smile“ aus diesem Jahr, er dauert 74 Minuten. Informationen gibt es unter Telefon 04258/284 oder  01 60 / 8 56 83 37. Der Eintritt ist frei.

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