Schwarmer Jugendbox Neuer Jugendpfleger gesucht

Die Schwarmer Jugendbox ist zurzeit geschlossen. Doch im Hintergrund werden bereits Pläne für die Wiedereröffnung nach Corona geschmiedet. Oberste Priorität hat dabei die Einstellung eines neuen Jugendpflegers.
24.01.2021, 16:02
Lesedauer: 3 Min
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Von Dagmar Voss

Schwarme. Natürlich ist – wie überall – die Jugendbox an der Verdener Straße 5 zurzeit verwaist. Nach außen herrscht also Ruhe, aber innerlich hat sie doch einiges aufzuweisen; zwar keine jugendlichen Besucher, aber dafür Pläne für die Nach-Corona-Zeit. Davon können Michael Wegner und Johann-Dieter Oldenburg berichten. Der Jugendpfleger der Samtgemeinde und Schwarmes Bürgermeister sind mittendrin in den Vorbereitungen für eine erfolgreiche Wiedereröffnung.

Vor rund zwölf Jahren wurde das ehemalige Lehrerhaus zum Jugendtreff umgebaut, finanziert von Gemeinde und Samtgemeinde. Es bietet wesentlich mehr Raum für gemeinsame Aktionen als zuvor der Platz an der alten Turnhalle. Es gibt einen Billardtisch, einen Kicker, eine Teeküche, eine Musik-Diskoanlage steht auch zur Verfügung und draußen können ein großer Garten, Garage und Keller ebenfalls genutzt werden.

Da ist beispielsweise im Außenbereich hinten eine Terrasse, die eigentlich ein gemütlicher Grillplatz werden soll. Aktuell deutet sich das an mit einem runden Steinkreis, der ausgeguckte Ort für den Grill. Oldenburg sinniert darüber: „Bezahlt haben wir als Gemeinde schon dafür – vor kurzem kam dann die Anfrage von der Baufirma, ob sie das Geld zurückzahlen sollen, weil nichts passiert – nun ja, wie auch, den Platz wollen wir ja dann gemeinsam mit den Besuchern der Jugendbox einweihen, sobald das wieder möglich ist, also nach Corona.“ Daher sollte die Firma das Geld natürlich einbehalten und abwarten.

Allerdings hat die Einstellung eines neuen Jugendpflegers für Schwarme derzeit die oberste Priorität. Im Oktober war Aytac Dinc, der vorherige Verantwortliche, gegangen und nun hat die Gemeinde eine Stellenanzeige aufgegeben. Darin steht, dass für die Einrichtung nach einem Jugendpfleger, einer Jugendpflegerin gesucht wird. Die Arbeitszeit betrage zwischen zehn und 20 Stunden in der Woche – je nach Wunsch desjenigen, der dort anfängt. „Wenn auch wieder Kontakte nach außen zu den Vereinen geknüpft werden sollen, sind 20 realistischer“, sagt Wegner dazu. Und laut Anzeige sei auch eine "Aufstockung der Arbeitszeit durch den Einsatz als Vertretungskraft in den Kindertagesstätten oder der Ganztagsschule der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen bis auf 39 Stunden in der Woche möglich.“

Gewünscht ist eine „abgeschlossene Ausbildung zur/zum Erzieherin/Erzieher, zur/zum Sozialassistentin/Sozialassistenten oder eine vergleichbare Befähigung.“ Zu den Aufgaben gehören neben der Betreuung und Begleitung von Kindern und Jugendlichen zwischen zehn und 21 Jahren die Durchführung und Initiierung von Projekten, wie Renovierungsaktionen, Spiel- und Sportveranstaltungen, Kochgruppen, Kino- und Konzertabende, Kinder- und Jugendtage in Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen. Des Weiteren Beratung bei besonderen Problemlagen von Jugendlichen wie der Berufswahl, Hilfe für Jugendliche mit Migrationshintergund, Gewalt in der Familie oder Suchtgefährdung. Dazu kommt die Bewirtschaftung und Organisation der Jugendbox. Weitere Auskünfte erteilt auch Michaela Langer unter der Rufnummer 0 42 52 / 39 13 05.

Außerdem gibt es da noch einige Punkte, von denen Oldenburg und Wegner sich wünschen, dass daraus etwas werden soll. Nach der Umfrage „Deine Stimme zählt“ unter den Jugendlichen 2018 stellte sich heraus, dass beispielsweise ein Kino im Ort weit oben auf der Wunschliste stehe. „Wir haben schon mal angefangen mit Überlegungen, wie das gehen könnte“, sagt der Bürgermeister. „Das Gasthaus Zur Post-Milano kann sich vorstellen, manchmal ein sogenanntes Wanderkino einzuladen.“ Was er sich allerdings noch besser vorstellen kann, ist die Umgestaltung des gegenüber liegenden alten Skaterplatzes zu etwas Ansehnlicherem. Nur die Finanzierung ist da noch ein Handicap. „Früher gab es mal den großzügigen Spender Bernhard Wunram, dem wir eine Riesensumme zu verdanken hatten, so was könnte gern wieder passieren“, überlegt der Bürgermeister. Schließlich sei ja gerade die Jugendarbeit vor Ort, nachdem sie in der Samtgemeinde vor 25 Jahren dezentralisiert wurde, dem Rat sehr wichtig.

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