Stührwiesenweg in Schwarme Tempo 30 beim Seniorendorf

Gleich zweimal war der Stührwiesenweg Thema im Schwarmer Gemeinderat: Einmal ging es um das geplante Seniorendorf und zum andern über die Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Straße.
09.02.2022, 17:30
Lesedauer: 2 Min
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Tempo 30 beim Seniorendorf
Von Ivonne Wolfgramm

Schwarme. Gleich zweimal stand der Stührwiesenweg auf der Tagesordnung des Schwarmer Gemeinderates am Dienstagabend. Einmal betraf es einen Beschluss anlässlich des Bebauungsplans 21 für einen Senioren-Wohnpark und zum anderen die Einrichtung einer Geschwindigkeitsbeschränkung auf dieser Straße.

Bebauungsplan Nummer 21 "Stührwiesenweg": Wohnen im Alter – das soll auch künftig in Schwarme möglich sein. Das Thema ist allerdings schon lange auf der Agenda des Gemeinderates. Bereits 2018 hatte die Specht-Gruppe aus Bremen ihr Konzept eines Seniorendorfes mit 34 Wohnungen vorgestellt, das sich zwischen Lindemanns Kamp und Stührwiesenweg erstreckt (wir berichteten). Die Idee: Während Senioren in ihren eigenen vier Wänden weiterhin selbstbestimmt leben können, erhalten sie bei Bedarf Unterstützung des ambulanten Pflegedienstes und der Tagespflege.

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Im August 2020 hat der Rat das Bauleitverfahren auf den Weg gebracht. Die öffentliche Auslegung und Beteiligung der Träger öffentlicher Belange erfolgte im Dezember 2021. Einwände gegen das Vorhaben gab es von beiden Seiten jedoch nicht. "Letzte Woche hatten wir ein Gespräch mit der Specht-Gruppe", berichtete Samtgemeindebürgermeister Bernd Bormann. Der Bauantrag sei mittlerweile eingereicht; im Frühjahr soll der Abverkauf starten. "Es gibt eine große Warteliste mit Interessenten", sagte Bormann. Einstimmig nahm der Rat die eingegangenen Stellungnahmen zur Kenntnis und sprach sich für den Satzungsbeschluss aus.

Geschwindigkeitsbeschränkung Stührwiesenweg: Künftig werden sowohl die geplante Seniorenwohnlage als auch der bereits bestehende Kindergarten über das ausgebaute Teilstück des Stührwiesenwegs erreichbar sein. Bereits in diesem Jahr wurde die Straße auf einer Fahrbahnbreite von 4,50 Meter mit einer Asphaltdecke ausgebaut. Nun lag es am Rat, zu entscheiden, ob die Straße als Tempo-30-Zone oder verkehrsberuhigter Bereich (Spielstraße) ausgewiesen werden soll.

Die Vorgaben eines verkehrsberuhigten Bereichs wären laut Beschlussvorlage gegeben: Einen separaten Gehweg gibt es nicht. Das Parken ist nur in gekennzeichneten Flächen erlaubt, im Seitenraum sind 14 Einstellplätze ausgewiesen. Allerdings seien "Fahrbahnverschwenkungen" nur angedeutet, die Straße wäre optisch nicht sofort als verkehrsberuhigter Bereich zu erkennen. Bürgermeister Johann-Dieter Oldenburg sprach sich sofort für seine Präferenz aus: "Ich bin für eine Tempo-30-Zone mit einem knalligen Zusatzschild." Wie Frank Tecklenborg für die SPD-Fraktion stellvertretend berichtete, seien auch sie für eine Tempo-30-Zone. "Ein verkehrsberuhigter Bereich ist wegen des landwirtschaftlichen Verkehrs nicht so sinnvoll."

CDU-Mann Lars Tecklenborg schlug vor, den Bereich entlang des Kindergartens und des künftigen Seniorendorfes als Spielstraße auszuweisen und ab dem Wendehammer eine Tempo-30-Zone einzuführen. Prinzipiell ginge das, sagte Oldenburg. Aus seiner langjährigen Berufserfahrung als Polizist konnte er aber sagen: "Da hält sich niemand dran."

Ob nun Tempo 30 oder Spielstraße – für die UWG stand bei der Diskussion die Sicherheit im Vordergrund: "Das Wichtigste ist, dass wir auf die Anlieger Acht geben. Ab und an muss dort auch die Geschwindigkeit kontrolliert werden", sagte Hermann Schröder.

Mit acht Stimmen einigte sich der Rat schließlich auf die Einrichtung einer Tempo-30-Zone "mit knalligem Zusatzschild", wie Oldenburg nochmals augenzwinkernd betonte.

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