Biolandhof Meyer-Toms Eine runde Sache

Als einziger Akteur in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen machte der Biolandhof Meyer-Toms aus Schwarme beim Tag der Regionen mit. Der Schwerpunkt des Hoffests lag dabei auf regionalen Produkten.
03.10.2022, 16:49
Lesedauer: 3 Min
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Von Ilona Leberl

Schwarme. Am Kiebitzheideweg in Schwarme befindet sich der Biolandhof Meyer-Toms. Dort wurde an diesem Sonntag ebenfalls der Tag der Regionen mit zahlreichen heimischen Produkten zelebriert.

Ein großes Schild mit der Aufschrift: „Wir zeigen Flagge: Biolandbau für Artenvielfalt“ und Hinweisschilder zu Hofladen, Gewächshäusern, Streuobstwiesen und dem Wundergarten Mortus Murantus stimmten die Besucher gleich auf das ein, was sie erwarten durften. Zwölf verschiedene Stände waren auf dem wunderschön dekorierten Hof unter der 100 Jahre alten Uresche und dem stolzen Ahorn zu entdecken. Hermann Meyer-Toms erklärte: „Uns ist es sehr wichtig, dass die Anbieter zu unserem Konzept passen. Wir wollen keine zugekauften Produkte zeigen. Mir ist die Atmosphäre wichtig. Es muss eine runde Sache sein.“

Auf dem gesamten Gelände mischten sich schnell die Besucher und erkundeten die angebotene Vielfalt. „Das ist für uns ein Familienausflug", verrieten Anika und Jan-Peter Waeschen, die mit ihren Kindern Louis und Jana aus Kirchlinteln gekommen waren. "Außerdem sind wir auch große Anhänger von Bioprodukten und waren schon öfter hier.“ In einer offenen, überdachten Halle bereiteten Frauen der Matthias-Claudius-Gemeinde aus Bremen eine frische Gemüsepfanne zu. Unter ihnen Juliette Abd Allatef und Nesrin Saadeddin, denen man die Freude bei der Arbeit ansah. Die Tische waren mit herbstlicher Kürbis-Dekoration geschmückt. Zwei stolze Hähne erkundeten mit ihren Hennen die Gegend, und das laute „Kikeriki“ erfreute besonders die kleinen Gäste.

Nützliches für Haus und Hof

Auf dem Hofgelände wurden verschiedene Köstlichkeiten wie die knusprige „Kullerkartoffel“ mit Kräuterquark, Bratwurst vom Weideochsen vom Biohof Böse-Hartje, Säfte von der Mosterei Finkenburg und auch Käsespezialitäten mit entsprechendem Quiz angeboten. Der Infostand der Regionalwert AG Bremen & Weser-Ems, einer Bürgeraktiengesellschaft, informierte über ihr zentrales Ziel, die Ernährungssouveränität der Region zu stärken und auch zu verändern.

Außerdem konnte man Strickwaren und Nützliches für Haus und Hof betrachten. Im Hofcafé wurden selbstgebackene Kuchen und Kaffee angeboten. Am Stand von Ralf Hartmann, der eine Senfmanufaktur betreibt, wurde ein temporäres Problem deutlich. „Wir bemühen uns, deutsche Senfsaaten zu kaufen, die jedes Jahr zertifiziert werden. Im Moment haben wir allerdings eine sehr schwierige Situation, denn durch den Krieg in der Ukraine fehlt uns auch Saatgut von dort, und wir sehen uns obendrein mit einer Preissteigerung von 150 Prozent konfrontiert,“ erklärte er.

Alessandro Leihbecher, ein Koch aus Thedinghausen, präsentierte eine neue Idee nach dem Muster japanischer Foodtrucks. Unter dem Namen „Okonomiyaki“ kocht und verkauft er in seinem Foodtruck ausschließlich Gerichte mit Zutaten aus der Region. Nicht fehlen bei einem Bioland-Hoffest durfte natürlich „Gretchens Unverpacktmobil.“ In diesem wurden von den Eheleuten Romina und Ralf Jordemann zahlreiche Feinkostwaren angeboten. Es gab Bruchschokolade mit Rose und Mohn, Lupinenkaffee sowie Lupinennudeln. Aber auch andere Produkte aus kontrollierter biologischer Erzeugung wurden verkauft. „Unsere Kunden können eigene Gläser oder Gefäße mitbringen. Es liegt im Ermessensspielraum jedes Händlers, inwieweit er unverpackte Ware anbietet und umweltfreundlich verpackt“, verrieten die Betreiber.

Panoramablick auf dem Trecker

Auf dem Hofgelände spielten die Kinder, schaukelten und fuhren mit kleinen Treckern. Als Höhepunkt dieses fröhlichen Festes gab es am Nachmittag den Trecker-Express zu den Streuobstwiesen. „Bitte Einsteigen zum Treckerfahren“, rief Grischa Grabowski, und die Kinder und Eltern nahmen auf den Strohballen auf einem Anhänger Platz. In einem Korb mit Fronthydraulik konnte eine Familie sogar mit Panoramablick auf dem Trecker mitfahren.

Im Hofladen wurde ein Hauswein aus biologischem Anbau angeboten, der als „spritzig, fruchtig und ehrlich“ beschrieben wurde. Zur Aufschrift: „Dreht sich die Welt auch immer schneller, braucht's Freunde, die bleiben, und Hauswein im Keller“ kann man gern hinzufügen: „Und auf dem Biohof Meyer-Toms in Schwarme an bekannter Stelle.“ Schließlich zeigte sich Petrus gnädig, und auch der kurze Schauer am Nachmittag konnte die Stimmung nicht trüben. Es war ein gelungenes Hoffest, bei dem sich alle Besucher glücklich fühlten und froh gestimmt den Tag der Regionen erlebten.

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