Ausstellung der MGH-Fotogruppe Von Lost Places bis Fischkutter

Seit einem Jahr gibt es die Fotogruppe im Brinkumer Mehr-Generationen-Haus. Nun präsentieren die Mitglieder ihre erste Ausstellung – natürlich im Mehr-Generationen-Haus.
13.09.2020, 15:21
Lesedauer: 2 Min
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Von Femke Liebich

Stuhr-Brinkum. Ganz gleich, ob es eine menschenleere U-Bahn-Station in der Hamburger Hafencity, ein maritimer Krabbenkutter an der Küste oder eine besondere Pflanzenart auf einer grünen Wiese ist – die einzelnen Lieblingsmotive des Fototreffs Stuhr sind vielfältig. Ebenso abwechslungsreich ist auch dessen erste Ausstellung im Brinkumer Mehr-Generationen-Haus. Dort fand die kreative Gruppe vor gut einem Jahr zusammen.

Der Fototreff besteht aus 18 umtriebigen Hobbyfotografen. Dementsprechend zieren nun auch 18 Bilder zu den unterschiedlichsten Themen die Wände des Cafés, des Flures und der frisch renovierten Backstube. „Die sogenannte Best-Of-Ausstellung passt perfekt in unser Konzept. Ich freue mich, dass wir in unserer neuen Backstube jetzt die Werke einer Gruppe aus unserem Haus zeigen können“, schwärmt Daniela Gräf, Leiterin des MGH. Die ebenfalls passionierte Hobbyfotografin freut sich zugleich über den Erfolg des noch jungen Fototreffs. „Anscheinend habt ihr mit eurer Idee genau den Nerv der Zeit getroffen“, richtet sie sich lobend an die Initiatoren Holger Legenhausen und Josef Jung.

„Mit dem Eintritt ins Rentendasein habe ich mich wieder verstärkt mit der Fotografie beschäftigt“, verrät Holger Legenhausen, der sich ebenso wie seine Mitstreiter regelmäßig mit seiner Spiegelreflexkamera auf Motivsuche begibt. Im MGH traf er nach einem allgemeinen Aufruf in der Presse auf zahlreiche Gleichgesinnte. „Beim ersten Treffen war die Hütte hier voll“, erinnert er sich lachend zurück. Seitdem trafen sich die Mitglieder aus Stuhr, Weyhe und Delmenhorst regelmäßig einmal im Monat zum fachlichen Austausch, zur Bildbesprechung, Ideenfindung und zur Planung von künftigen Ausstellungen. Doch dann kam Corona.

„Wir wurden in unserem Tatendrang regelrecht ausgebremst“, beschreibt Holger Legenhausen die Auswirkungen der Pandemie. Allerdings wirft Gerda Weyd-Steko ein, sei dies eine willkommene Zeit gewesen, um für sich mit der Kamera vor die Haustür zu gehen und sogenannte „Lost Places“ ohne große Menschenmassen bildlich festzuhalten und sich dabei selbst auszuprobieren. Dennoch freuen sich die begeisterten Hobbyfotografen, dass die Treffen jetzt wieder regelmäßig stattfinden und die Planungen für weitere Aktivitäten aufgenommen werden können.

„Diese Ausstellung ist erst der Anfang“, verkündet Holger Legenhausen. Geplant seien vor allem weitere Fototouren inklusive Vor- und Nachbereitung. Diese sollen unter anderem zu den Themen Street-Art-Fotografie, hinter den Kulissen von Handwerksbetrieben oder des Neustädter Hafens, Tour de Stuhr und Light-Show im Zoo Osnabrück angeboten werden. „An Ideen mangelt es uns nicht. So haben wir schon spannende Fototouren zum Freimarkt, zum Samba-Karneval, zur Luftmunitionsanstalt in Dünsen oder zum Thema Bremen bei Nacht gemacht“, berichtet Gerda Weyd-Steko rückblickend.

„Das Schöne ist, wir sehen uns nicht als Konkurrenten, sondern freuen uns, dass wir voneinander lernen und uns gegenseitig inspirieren können. Dabei haben wir zwar unterschiedliche Interessengebiete, was die Motive angeht, aber das ist auch gut so“, ergänzt sie. Genau aus diesem Grund habe sich der Fototreff jetzt auch zu der allgemeinen Ausstellung ohne bestimmten Themenbezug entschieden.

Im Hintergrund feilt die Fotogruppe außerdem an einem eigenen Internetauftritt. Auf der Webseite sollen zukünftig weitere Bilder der Mitglieder veröffentlicht werden. Darunter auch das regelmäßig gekürte „Foto des Monats“ und die jeweiligen Lieblingsmotive, die noch bis zum 30. Oktober die Wände des MGH schmücken.

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