Azubi-Begrüßung in Stuhr

Videobotschaft statt Empfang

Die Corona-Pandemie macht auch in diesem Jahr der Azubi-Begrüßung in der Gemeinde Stuhr einen Strich durch die Rechnung. Anstelle eines Empfangs gibt es eine Videobotschaft.
30.07.2021, 14:33
Lesedauer: 2 Min
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Videobotschaft statt Empfang
Von Eike Wienbarg
Videobotschaft statt Empfang

Im Jahr 2019 fand die bisher letzte Azubi-Begrüßung in Stuhr statt.

Michael Braunschädel

Stuhr. Traditionell veranstaltet die Gemeinde Stuhr gemeinsam mit den drei Stuhrer Interessenverbänden Interessengemeinschaft Stuhrer Unternehmen (Isu), Brinkumer Interessengemeinschaft (Big) und dem Unternehmerinnen-Forum Stuhr (Ufo) alljährlich einen Azubi-Tag zur Begrüßung der neuen Auszubildenden in der Gemeinde. Sie kommen dann gemeinsam mit ihren Ausbildern im Rathaus zusammen und erhalten eine Begrüßungsmappe. Jetzt muss die Veranstaltung das zweite Mal infolge aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden, wie die Gemeindeverwaltung und die Interessengemeinschaften mitteilen. In diesem Jahr gibt es daher eine Video-Grußbotschaft für die Azubis.

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Die Azubi-Begrüßung habe sich in den vergangenen Jahren eigentlich "sehr positiv" entwickelt, sagt Stuhrs Wirtschaftsförderer Lothar Wimmelmeier. "Es war immer ein schönes Event", sagt er über die Veranstaltung, die vor allem ein Zeichen der Wertschätzung an die neuen Auszubildenden sein soll. "Wir haben uns die Entscheidung nicht einfach gemacht", sagt Ufo-Vorsitzende Ute Sydow zu der abermaligen Absage des Treffens. Der Azubi-Tag habe sich mit den Jahren zu einem "kleinen Wirtschaftsforum" entwickelt, sagt sie. Und auch Rainer Troue aus dem Big-Vorstand hebt den Netzwerk-Charakter der Veranstaltung hervor. "Das, was wir vorhaben, kann unter diesen Umständen nicht funktionieren", findet er. Auch in der "allgemeinen Wahrnehmung" sei eine Veranstaltung mit so vielen Gästen derzeit "schlecht zu vertreten", so Troue. "Einige Unternehmen sind auch noch gar nicht wieder öffentlich zugänglich", sagt Ute Sydow über die Corona-Vorkehrungen zahlreicher Firmen.

In den Vorbereitungen haben die Organisatoren über Alternativen zum klassischen Empfang im Stuhrer Rathaus inklusive Gruppenbild nachgedacht. Dabei ging es um Pläne für eine Open-Air-Auflage oder eine Ausrichtung auf Gut Varrel, wie der Isu-Vorsitzende Volker Twachtmann berichtet. Aber auch diese Pläne seien verworfen worden. "Es war eine Vernunftsentscheidung", so Twachtmann über die Absage.

Um den erneuten Ausfall ein bisschen aufzufangen, gibt es nun eine Videobotschaft von Stuhrs Bürgermeister Stephan Korte und Ute Sydow, in der die beiden die neuen Auszubildenden begrüßen und ihren Dank gegenüber den Ausbildungsbetrieben aussprechen. Interessierten Unternehmen schickt die Gemeinde auch die Begrüßungsmappen für die Azubis zu, so Lothar Wimmelmeier.

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Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt in diesem Jahr sei für viele Firmen nicht einfach. "Viele sind noch auf der Suche", hat Volker Twachtmann in Gesprächen gehört. Gerade der Wegfall von einigen Schulpraktika aufgrund von Corona sei ein Problem für die Betriebe, so Ute Sydow. "Ein Praktikum ist oft wichtiger als ein Zeugnis", sagt auch Rainer Troue. Genaue Zahlen zum Ausbildungsbeginn gebe es aber derzeit noch nicht, berichtet Lothar Wimmelmeier.

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Die Videobotschaft zum Ausbildungsbeginn ist online unter www.stuhr.de/videobotschaft zu finden. Dort gibt es auch den Link zur Bestellung der Azubi-Begrüßungsmappe.

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