B439 wird saniert Ortsdurchfahrt Heiligenrode bis Ende April 2023 vollgesperrt

Die Heiligenroder Straße in Heiligenrode hat diverse Risse und Schäden. Am Montag, 19. September, starten umfangreiche Sanierungsarbeiten. Bis Ende April kommenden Jahres wird die Straße vollgesperrt.
15.09.2022, 17:46
Lesedauer: 3 Min
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Ortsdurchfahrt Heiligenrode bis Ende April 2023 vollgesperrt
Von Eike Wienbarg

Stuhr-Heiligenrode. Die Einwohner der Gemeinde Stuhr und Pendler müssen sich ab Montag, 19. September, auf Einschränkungen im Verkehr einstellen. Denn dann startet die Sanierung der Bundesstraße 439 im Bereich der Ortsdurchfahrt Heiligenrode. Das teilt die Niedersächsische Landesbehörde
für Straßenbau und Verkehr (NLSTBV) mit Sitz in Nienburg mit. Die Arbeiten gehen mit einer Vollsperrung der Heiligenroder Straße einher. Eine weitläufige Umleitung soll ebenfalls eingerichtet werden, so die NLSTBV.

Vor Ort soll nach Angaben der Straßenbaubehörde die Fahrbahn erneuert werden. Dieses war zuletzt im Jahr 2010 geschehen. Die Arbeiten seien aufgrund von diversen Rissen sowie Schäden an der Asphaltdecke der Bundesstraße nötig, teilt die NLSTBV weiter mit. Diese Schäden seien vor allem "belastungsbedingt", berichtet Lisa Hustedt, bei Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Nienburg für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. "Die Fahrzeuge werden immer größer und schwerer", erläutert sie weiter. Gerade im Winter bestehe die Gefahr, dass Wasser in die Risse eindringt, gefriert und dann zum weiteren Aufplatzen der Straße beitrage und größere Schäden anrichte. Dieser Gefahr soll mit der Sanierung vorgebeugt werden, so die Behördensprecherin.

Das Vorhaben soll nach Angaben der Behörde in insgesamt zwei Bauabschnitte eingeteilt werden. Der erste Abschnitt befindet sich zwischen dem Heiligenroder Friedhof am südlichen Ortsausgang des Stuhrer Ortsteils und dem Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr in Höhe der Einmündungen des Forstweges und der Breslauer Straße. Der zweite Abschnitt der Sanierungsarbeiten geht dann vom Feuerwehrgerätehaus bis an den nördlichen Ortsausgang von Heiligenrode, teil die NLSTBV mit. Auch am Beginn der B 439 an der Einmündung zur B 51 in Fahrenhorst muss die Straße saniert werden. "Der Punkt ist hochfrequentiert", sagt Lisa Hustedt.

Die Arbeiten im ersten der beiden geplanten Abschnitte sollen voraussichtlich von Montag bis Mitte Dezember dieses Jahres andauern. Die kompletten Sanierungsarbeiten sollen laut Angaben der Straßenbehörde bis Ende April 2023 abgeschlossen werden.

Zum einen soll während des Bauvorhabens die Fahrbahn der Heiligenroder Straße komplett erneuert werden. Zum anderen werden auch die Rinnen der Bundesstraße erneuert, heißt es von der NLSTBV. Zusätzlich sollen die insgesamt sechs Bushaltestellen im Ort erneuert werden. An der Bushaltestelle Friedhof soll ein Leitsystem für sehbeeinträchtigte Menschen installiert werden, die Haltestelle Tränke soll auf der Seite der Kloster-Apotheke behindertengerecht umgestaltet werden. Auf der gegenüberliegenden Seite wird die Haltestelle ebenfalls mit einem Leitsystem ausgestattet. Und auch die Haltestelle Gärtnerei wird auf der einen Seite behindertengerecht umgestaltet und auf der anderen bekommt sie ein Leitsystem. Die Arbeiten beginnen laut Angaben der Behörde mit der Sanierung der Rinnen und dem Umbau der ersten Haltestellen. Ende Oktober sind dann die Fräsarbeiten an der Fahrbahndecke vorgesehen.

Während der gesamten Bauzeit muss die Bundesstraße 439 im Bereich der Ortsdurchfahrt Heiligenrode voll gesperrt werden, teilt die Straßenbaubehörde mit. Eine Umleitung für den Verkehr aus Richtung Süden kommend soll dann über die Landesstraße 338 (Wildeshauser Straße) und die Bundesstraße 51 (Hauptstraße) in Richtung Seckenhausen und weiter über die Bundesstraße 322 (Delmenhorster Straße) bis Klein Mackenstedt eingerichtet werden. Der aus Norden kommende Verkehr soll dann in die dementsprechend entgegengesetzte Richtung umgeleitet werden. "Uns liegt am Herzen, dass vor allem der überregionale Verkehr und der Schwerlastverkehr weitläufig umgeleitet wird, damit die Gemeindestraßen nicht belastet werden", sagt Lisa Hustedt. Außerdem könne die Behörde nur eine Umleitung über Kreis-, Landes- und Bundesstraßen ausweisen. Dass Anwohner auch immer wieder Schleichwege nutzen, um die Vollsperrung zu umfahren, sei nicht zu verhindern, so Hustedt weiter.

Nicht von der Sperrung betroffen sind die Heiligenroder Filiale der Kreissparkasse Syke und die Kloster-Apotheke. Die beiden Einrichtungen sind auch während der Arbeiten wie gewohnt geöffnet, teilt Andrea Homann aus dem Marketing der Kreissparkasse Syke mit. Beide Gebäude sind über die Neukruger Straße und den Sparkassen-Parkplatz zu den gewohnten Öffnungszeiten zu erreichen, sagt sie weiter.

Auch wenn die Sanierungsarbeiten planmäßig im kommenden April abgeschlossen sein sollen, könne es auch immer zu "witterungsbedingten Verzögerungen" kommen, heißt es von der NLSTBV. Die Behörde hofft auf das Verständnis der Anlieger und Anwohner und bittet die Verkehrsteilnehmer um eine erhöhte Vorsicht im Baustellenbereich. Weitere Informationen zu den Arbeiten und zum zweiten Abschnitt sollen veröffentlicht werden, sobald sich die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts abzeichnet, so die Behörde.

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