Basketball

Brinkums Talente um eine Erfahrung reicher

Für die Basketballer des FTSV Jahn Brinkum war es eine Saison mit Höhen und Tiefen mit einem versöhnlichen Abschluss.
24.03.2020, 12:40
Lesedauer: 3 Min
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Brinkums Talente um eine Erfahrung reicher
Von Jannis Klimburg

Brinkum. Der FTSV Jahn Brinkum hat eine nervenaufreibende und kräftezehrende Basketball-Saison hinter sich gebracht. Nicht immer lief alles nach Plan, viele Verletzungen und personelle Ausfälle machten dem Team von Trainer Lothar Weyd während der gesamten Spielzeit zu schaffen. Doch die junge Truppe wuchs immer mehr zusammen und landete schließlich auf einem versöhnlichen siebten Rang in der Bezirksliga Nord. Eine Platzierung, die auch den Übungsleiter zufrieden stellte. „Angesichts der vielen Verletzungssorgen kann ich mit der Platzierung am Ende ganz gut leben. Das Mannschaftsgefüge ist intakt und der Teamgeist in der Truppe stimmt auch. Wir haben uns zu einer richtigen Einheit entwickelt“, betont Weyd, der die gesamte Saison mit einem Schmalspurkader auskommen musste.

Und das schon in der Vorbereitung. Meistens liefen nur sieben bis acht Spieler zum Training auf. „Damit kannst du eben nur wenig anfangen, weil du nichts einstudieren kannst. Da war kein gezieltes Training möglich“, moniert Weyd. Zum einen lag das am kleinen Kader, zum anderen an den vielen Verletzten. Und auch deswegen erwischten die Brinkumer keinen soliden Start in die Spielzeit. Aus den ersten vier Partien holte der FTSV Jahn nur einen Sieg (65:46 gegen Basketball Lesum/Vegesack II). Doch die junge Garde berappelte sich noch bis zur Winterpause, katapultierte sich mit vier Siegen in höhere Gefilde. Doch so schnell es nach oben ging, ging es auch wieder nach unten für die Weyd-Schützlinge.

Auf einmal im Formtief

Die Brinkumer gerieten in einen Negativtrend, kassierten sechs Niederlagen in Folge. „In diesen Spielen hat sich die fehlende Erfahrung und Cleverness bemerkbar gemacht“, konstatiert Weyd. Oftmals hätten auch die Leistungsträger bei den knappen Niederlagen gefehlt. „Das kannst du dann mit den jungen Spielern auch nicht auffangen.“ Doch der FTSV Jahn Brinkum rückte nach dem Abwärtstrend noch enger zusammen und lief nochmals zur Höchstform auf. Die beiden Duelle gegen Bremen 1860 III (53:34) und den TSV Altenwalde (63:61) entschieden die Brinkumer für sich. „Ich bin froh, dass wir die finale Begegnung in letzter Sekunde noch spektakulär gewinnen konnten. Es freut mich, dass die Jungs sich selbst einen versöhnlichen Abschluss der Saison beschert haben“, schwärmt Weyd. Eigentlich hätte der FTSV Jahn noch drei Duelle absolvieren müssen, doch wegen des Coronavirus wurde die Saison auch für die Brinkumer frühzeitig beendet. „Von den drei ausstehenden Begegnungen hätten wir realistisch gesehen noch zwei gewinnen können“, ist sich Weyd sicher.

Allzu große personelle Veränderungen wird es in der kommenden Saison mit Blick auf den Kader des FTSV Jahn Brinkum nicht geben. „Stand jetzt bleiben alle Spieler“, meint Weyd. Für den Coach wichtig: Es werden außerdem wohl zwei bis drei Akteure noch zu seiner Mannschaft hinzustoßen. „Wir sind auf jeden Fall in guten Gesprächen“, meint Weyd, der in der Saison lediglich mit einem Center auskommen musste. Nur Eike Buß stand auf dieser Position zur Verfügung. Deswegen solle unbedingt noch ein zweiter Center dazustoßen. „Ich denke, dann sind wir auch ganz gut aufgestellt und können auch im Training mehr ausprobieren, mehr Spielzüge einstudieren“, so der Jahn-Übungsleiter. Außerdem sollen auch ein bis zwei Talente aus der U18 weiter integriert werden.

Wichtig war es für den Trainer, dass seine junge Garde weiter Erfahrung im Seniorenbereich gesammelt hat. „Die technischen Fähigkeiten haben sie sowieso schon, weil sie allesamt sehr gut ausgebildet worden sind im Verein“, meint Weyd. In Zukunft gehe es eher darum, dass sich die Mannschaft weiter finde und zusammenbleibe. „Die Truppe ist intakt, wir sind während der Saison zu einem Team geworden. Und genau das freut mich am meisten.“

Der Grundstein für die Zukunft ist also erst einmal gelegt. Wenn der Kader weitestgehend so zusammenbleibt und zusätzlich noch punktuell mit erfahrenen Akteuren verstärkt wird, sieht Lothar Weyd optimistisch in die Zukunft: „Ziel ist es in der kommenden Saison, am Ende besser darzustehen als Rang sieben.“ Dabei würden seine Jungspunde jetzt schon am liebsten wieder in die Halle gehen, um zu trainieren. Doch aufgrund des Coronavirus ist das derzeit natürlich nicht möglich. „Sie sind heiß, wollen wieder loslegen. Aber nun müssen wir einfach abwarten, wie sich die Lage entwickelt, und hoffen, dass die kommende Saison dann regulär wie geplant startet“, unterstreicht Lothar Weyd.

Weitere Informationen

Die Scorer im Überblick

1. Nikolas Hellmuth (200 Punkte/17 Spiele/11.8 Punkte pro Spiel/3 Dreier)

2. Noah Weyd (118/16/7.4/6)

3. Oliver Kleps (113/13/8.7/18)

4. Patrick Bielski (90/7/12.9/5)

5. Kjell Karwelies (89/13/6.8)

6. Patrick Weber (84/10/8.4/14)

7. Eike Buß (82/16/5.1)

8. Justin Schön (72/12/6)

9. Manuel Kattau (45/14/3.2)

10. Keanu Gerdes (38/11/3.5/3)

11. Yannick Schmidt (22/13/1.7)

12. Can Güldü (19/4/4.8/4)

13. Timon Bredna (18/4/4.5)

14. Timo Buß (9/7/1.3)

15. Simon Mielke (3/1/3)

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