Fußball-Bremen-Liga

Blumenthal demontiert Brinkum

Der Brinkumer SV enttäuscht beim Blumenthaler SV und gerät beim Rivalen aus Bremen-Nord mit 1:5 böse unter die Räder.
05.05.2019, 17:09
Lesedauer: 2 Min
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Von Klaus Grunewald
Blumenthal demontiert Brinkum

Blumenthals Vinzenz van Koll bekamen die Brinkumer Defensivspieler nicht in den Griff.

Christian Kosak

Blumenthal. „Wir haben kaum personelle Sorgen, aber Probleme mit dem Tabellenplatz“, sagte der Coach des Brinkumer SV, Dennis Offermann, vor dem Anpfiff der Bremen-Liga-Partie beim Blumenthaler SV. Nach der auch in dieser Höhe verdienten 1:5 (0:2)-Niederlage im Burgwallstadion gilt diese Feststellung umso mehr. Die Elf vom Brunnenweg ist auf den zehnten Rang abgerutscht und muss um die Teilnahme am Lotto-Masters bangen. Dagegen zeigten die Nordbremer ihr bislang bestes Saisonspiel. „Es war eine überragende Leistung meiner Mannschaft“, freute sich Trainer Denis Spitzer.

Tatsächlich hat die Entwicklung Blumenthals von einem Abstiegskandidaten in der Hinrunde zur drittbesten Mannschaft der Rückrunde am Sonnabend ihre endgültige Bestätigung gefunden. Gegen Brinkum legten die Blumenthaler ihre Reifeprüfung ab. Mit glänzenden Noten. Spieltechnisch, taktisch und kämpferisch konnte Brinkum dem Spitzer-Team kaum das Wasser reichen. Vor allem das Umschaltspiel klappte hervorragend, weil die Burgwallelf in der Rückwärtsbewegung fast fehlerfrei agierte und dem auf Konter lauernden Gast nur einmal in die Falle lief. In der 53. Minute entwischte Bastian Helms den hoch stehenden Nordbremern und verkürzte zum 1:3 aus Sicht des Offermann-Teams. Der Mittelfeldspieler versuchte zwar von Beginn an, dem Match seinen Stempel aufzudrücken. Doch er rieb sich oft in Zweikämpfen auf, weil er wenig Unterstützung fand. Die laufstarken Blumenthaler erstickten die meisten Kombinationsversuche der Gäste spätestens vor dem eigenen Strafraum. Darüber hinaus kontrollierten sie das Mittelfeld.

Nach einem Vorstoß über die linke Außenbahn leitete Jan-Luca Warm den frühen Führungstreffer der Blumenthaler ein. Seine Flanke erreichte Khan, der den Ball über Brinkums Keeper Tariq Olatunji hinweg zum 1:0 ins Netz spitzelte (13.). Bereits fünf Minuten später hatte Mittelstürmer Vinzenz van Koll das 2:0 auf dem Fuß, doch sein Schuss strich am rechten Pfosten vorbei. Als sich aber Abwehrspieler Esin Demirkapi einen Fehlpass erlaubte, reagierte van Koll umgehend und markierte das 2:0 (21.). Nur drei Minuten später stand der Goalgetter erneut im Zentrum des Geschehens. Im Kampf um den Ball wurde er von Olatunji gelegt. Der Unparteiische entschied auf Strafstoß, Jonathan Bondombe-Simba schob den Ball allerdings Olantunji direkt in die Arme. Und noch einmal sollte dem Blumenthaler Sturmtalent das Pech an den Stiefeln kleben: Von Moritz Hannemann mit einem Steilpass bedient, scheiterte es freistehend am Brinkumer Schlussmann (44.).

Negative Nachwirkungen hatten die ausgelassenen Torchancen bei den Nordbremern indes nicht. Zwei Minuten nach Wiederanpfiff hämmerte Leon Nnamdi Krämer die Kugel zur 3:0-Führung ins linke Brinkumer Toreck. Einmal mehr hatte die Abwehr der Gäste zuvor die Orientierung verloren. Doch der Anschlusstreffer von Helms weckte zumindest vorübergehend die Lebensgeister des Meisters. Er gestaltete das Spiel nun ausgeglichen, zwingende Torchancen aber blieben aus, weil die von Blumenthals Mannschaftskapitän Ennio Cordes organisierte Abwehr weiterhin konzentriert zu Werke ging. Kurzum: Auch in der Schlussphase zeigten die Gastgeber, dass sie taktisch gereift sind.

In der 84. Minute leitete dann erneut Warm einen Konter über die linke Seite ein. Seine Flanke erreichte Bondombe-Simba, der keine Mühe hatte, sich in die Torschützenliste einzutragen und auf 4:1 zu erhöhen. Und direkt nach dem Anstoß der Brinkumer eroberte van Koll den Ball und setzte mit dem 5:1 den Schlusspunkt. Denis Spitzer lobte: „Wir haben hervorragend gegen den Ball gearbeitet; ich bin hoch zufrieden.“ Das konnte sein Pendant nicht sein. „Wir haben die Blumenthaler zu den Toren eingeladen und sie durch individuelle Fehler stark gemacht“, bilanzierte Offermann enttäuscht.

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