Brinkumer SV

Brinkum hat bislang 17 Zusagen

Die gerade beendete Saison verlief alles andere als nach Wunsch für den Brinkumer SV. Auch deshalb wird es im Kader einige Veränderungen geben. Abgeschlossen sind die Personalplanungen aber noch nicht.
27.05.2019, 18:35
Lesedauer: 3 Min
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Von Thorin Mentrup
Brinkum hat bislang 17 Zusagen

Manager Jörg Bender (vorn) will Trainer Dennis Offermann eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen.

Thorin Mentrup

So richtig Urlaub hat man nie, weiß Jörg Bender, Manager des Brinkumer SV. Die schwierige Saison seines Vereins in der Fußball-Bremen-Liga ist vorbei, doch er plant seit Monaten, wie das Gesicht der Mannschaft, die nach einer Spielzeit mit etlichen Rückschlägen auch auf personeller Ebene auf der letzten Rille die Qualifikation für das Hallenmasters geschafft hat, in der neuen Serie aussehen wird.

Wenn Jörg Bender über den Kader der kommenden Saison spricht, nutzt er häufiger die Aussage „Stand heute“. Denn bis zum 30. Juni, dem Ende der Wechselfrist, kann sich noch einiges tun. Hinter dem Manager liegen Monate voller Gespräche. „Und sie sind noch nicht zu Ende“, weiß er, dass noch Arbeit vor ihm liegt. „Es gestaltet sich auch schwierig“, ist es nicht allzu leicht, Spieler von einem Wechsel an den Brunnenweg zu überzeugen. Das hat für Bender mehrere Gründe: Zum einen sei da die verkorkste Saison, zum anderen verbänden Brinkum viele Spieler noch mit der Historie und dächten, sie könnten viel verdienen. „Wenn man ihnen dann sagt, dass das nicht so ist, wird es wieder schwieriger“, verweist er auf die eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten.

Dennoch steht das Gerüst des Kaders. 17 Spieler seien – „Stand heute“, wie Bender am Montag sagte – auch in der neuen Saison beim Brinkumer SV. „Drei, vier fehlen im Grunde genommen noch. Es können insgesamt aber auch 22 Spieler werden“, macht er deutlich, dass noch Veränderungen anstehen. Besonders auf den Außenpositionen sei man noch auf der Suche. „Im Zentrum sind wir schon ganz gut aufgestellt“, findet der Manager, der bislang vier Neuzugänge unter Dach und Fach gebracht hat. Vom TV Stuhr kommt Keeper Jan-Hendrik Gronewold. Er spielte bereits unter Bender, als der noch Jugendtrainer war. Auch Hasan Dalkiran kennt Bender noch bestens, denn auch der 24-Jährige hat eine Brinkumer Vergangenheit. Zuletzt war der Defensivmann, der in der Innenverteidigung und auf der Sechs spielen kann, beim Bezirksligisten TSV Etelsen am Ball. Beide Akteure haben also eine Art Stallgeruch, wie es Bender ausdrückt, und passen damit ins Profil, Spieler aus der Region zu holen, „die Fußball spielen wollen und Spaß daran haben, leistungsorientiert zu spielen“. In diese Schublade passen auch Jonas Knüppel und Hassan Sleiman aus der A-Jugend des JFV Weyhe-Stuhr. Knüppel sammelte in der gerade beendeten Saison bereits in neun Spielen Bremen-Liga-Erfahrung, während Hassan Sleiman mit fünf Treffern erfolgreichster Torjäger des JFV in der Verbandsliga-Sommerrunde ist. Diese Spieler soll Trainer Dennis Offermann in das Gerüst einbauen, das mit erfahreneren Spielern wie Kapitän Jannik Bender, Esin Demirkapi oder auch Marcel Dörgeloh bereits steht.

Mehr Bewegung gibt es auf Seiten der Abgänge: Bastian Helms wird sich dem Oberligisten Heeslinger SC anschließen, sein Bruder Calvin wird ebenso kürzertreten wie Jendrick Meissner. Auch Joshua Brandhoff (SV Heiligenfelde) verlässt Brinkum. Nach nur einem Jahr zieht auch Jakob Raub, dessen drei Tore in Borgfeld dem BSV die Qualifikation fürs Hallenmasters ermöglichten, weiter. Wohin, ist Bender nicht bekannt. „Es hat einfach nicht gepasst“, stellt er fest. Raub hatte – wie so viele Brinkumer – lange mit Verletzungen zu kämpfen. Enttäuscht ist Bender von Tariq Olatunji und Enes Tiras. Beide hatten seinen Schilderungen zufolge bereits zugesagt, entschieden sich dann aber doch noch, den Verein zu verlassen, wahrscheinlich in Richtung des Ligarivalen TuS Schwachhausen. Beide werden keine Freigabe erhalten. „Dass Spieler zu uns gekommen sind, die eine andere Erwartungshalten hatten, kann ich verstehen. Aber wenn Spieler, die ihre Zusage geben, dann noch weggehen, ist das eine menschliche Enttäuschung“, sagt er. Da nehme er sich aber auch selbst in die Verantwortung, schließlich habe er diese Spieler geholt. Er habe eine andere Haltung: „Ich kann nicht einfach alles hinschmeißen, wenn es nicht läuft.“ Er sei generell vorsichtiger geworden, was Zusagen angehe: „Ich glaube erst, dass ein Spieler bei uns ist, wenn ich seinen unterschriebenen Passantrag habe.“

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