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Brinkumer SV: Die Intensität wieder hochfahren

Das letzte Testspiel der Vorbereitung hat Brinkum verloren. Vor dem Bremen-Liga-Auftakt bei der Leher TS am Sonntag müsse sein Team nun wieder in den Wettkampfmodus schalten, fordert Trainer Mike Gabel.
20.02.2020, 13:37
Lesedauer: 2 Min
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Von Thorin Mentrup
Brinkumer SV: Die Intensität wieder hochfahren

Im Hinspiel kamen die Brinkumer um Nicolai Gräpler (links) gegen die Leher TS nicht über ein 3:3 hinaus. Zum Punktspielauftakt will der BSV unbedingt drei Zähler.

Thorin Mentrup

Brinkum. Die Generalprobe ist missglückt, nun setzt der Brinkumer SV darauf, dass die Premiere umso besser wird. Nach der 2:3 (1:2)-Testspielniederlage gegen den TSV Ottersberg will er im ersten Bremen-Liga-Punktspiel des Jahres bei der Leher TS (Sonntag, 15 Uhr) an die starke Hinserie anknüpfen. „Dafür müssen wir wieder in den Wettkampfmodus schalten“, fordert BSV-Trainer Mike Gabel vor der Reise nach Bremerhaven.

Viel Positives konnten die Brinkumer aus dem Test gegen Ottersberg nicht mitnehmen. Das Tor zum zwischenzeitlichen 2:2 sei der schönste Moment gewesen, sagte Gabel. Da setzte seine Elf das um, was beim Sieg über den TSV Okel nicht funktioniert hatte und was sie deshalb zu Beginn der Woche noch intensiv trainiert hatte: ein gezieltes Anspiel von außen in den Strafraum und ein konsequenter Abschluss. Hamudi Taha hob schulbuchmäßig den Kopf, ehe er das Spielgerät zu Diyar Kücük flankte, der den Ball mit seinem schwächeren rechten Fuß versenkte.

Ansonsten war aber noch reichlich Sand im Brinkumer Getriebe, vor allem nach dem Rückstand durch Hasan Dalkirans Eigentor (8.). „Bis dahin hat Ottersberg nicht stattgefunden. Wir waren richtig gut drin, hatten aber danach einen Bruch im Spiel“, erkannte Gabel, dass der Faden seiner Elf riss. Eine Beobachtung, die er nicht zum ersten Mal machte. „Darüber müssen wir reden. Wir bekommen auch zu viele Gegentore momentan“, fügte der Coach an. In der Vorbereitung waren es immer mindestens zwei. „Uns fehlt ein bisschen die Spannung“, monierte der Trainer, dessen Elf sich nach dem 0:2 durch Marcel Dörgeloh noch vor der Pause zurückmeldete, in der Schlussphase der Partie aber den entscheidenden Gegentreffer kassierte.

Dass Leistungsträger wie etwa Jannik Bender, der mit einer Erkältung aussetzte, fehlten, wollte Gabel nicht als Entschuldigung gelten lassen. Wie auch bei Siegen in der Vorbereitung hängte er das Ergebnis nicht zu hoch, „denn das interessiert erst wieder, wenn es um Punkte geht“. Aber eine Tendenz sei erkennbar. Dementsprechend will Gabel mit seinem Trainerteam gegensteuern, in der letzten Einheit vor dem Auftakt das Gespräch suchen mit den Akteuren. „Wenn wir gewinnen wollen, müssen wir die Intensität, die uns in der Hinrunde ausgezeichnet hat, wieder hochfahren. Das werden wir einfordern.“

Brinkum will beweisen, dass die starke Hinrunde kein Zufall war. Eine Titelchance hat der BSV angesichts des Zehn-Punkte-Rückstands auf Spitzenreiter Oberneuland nicht mehr. „Das kannst du in zwölf Spielen nicht aufholen“, ordnet Gabel die Chancen realistisch ein. Auch das auf sieben Zähler enteilte Schwachhausen wird schwer einzuholen sein. Rang drei, den SFL Bremerhaven mit nur einem Punkt Vorsprung belegt, aber ist ein realistisches Ziel. Grundsätzlich sei er trotz der Niederlage gegen Ottersberg weit davon entfernt, schwarz zu sehen, so Gabel. Der Wille sollte bei seinem Team schon aufgrund des Hinspiels gegen die Leher TS enorm groß sein. „Wir haben da noch etwas gutzumachen“, erinnert er sich an das 3:3, als sein Team in der 96. Minute den Ausgleich kassierte. Die LTS dürfte beim Trainingslager in Belek noch einmal zusammengerückt sein. Wie erfolgreich die letzte Dienstfahrt der Saison in die Seestadt werde, hänge aber einzig und allein von seinem Team ab, glaubt Gabel.

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