Fußball

Brinkumer SV erobert den dritten Platz

Der Brinkumer SV bleibt das Team der Stunde in der Bremen-Liga. Die Mannen von Trainer Mike Gabel besiegen die SG Aumund-Vegesack mit 5:1.
02.12.2019, 11:56
Lesedauer: 2 Min
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Von Klaus Grunewald

Brinkum. „Wir haben den Ball gut laufen lassen!“, stellte der Trainer des Brinkumer SV, Mike Gabel, nach dem Schlusspfiff zufrieden fest. So gut, dass dem Gastgeber SG Aumund-Vegesack am 17. Spieltag der Fußball-Bremen-Liga eine schmerzliche Lektion erteilt wurde. Die 1:5-Heimniederlage spiegelt die Kräfteverhältnisse allerdings korrekt wider. Daraus machte auch SAV-Coach Björn Krämer kein Hehl, der dem Gästeteam aus Brinkum eine hohe Qualität bescheinigte. –

Eine Qualität, die beim mühsamen 4:3-Heimsieg der Brinkumer gegen die Vegesacker vor gut einem Vierteljahr noch nicht zu erkennen war. „Wir haben aber seitdem eine hervorragende Entwicklung gemacht und heute den verdienten Ertrag kassiert“, freute sich Gabel, der mit unguter Erinnerung an das Auswärtsspiel am 9. November in Blumenthal nach Bremen-Nord gereist vor. Vor drei Wochen mussten die Brinkumer eine 1:2-Niederlage beim Blumenthaler SV einstecken, in Vegesack aber wollten sie die Scharte auswetzen.

Es gelang überzeugend. Von Beginn an diktierten die Gäste das Geschehen auf dem Kunstrasenplatz. Dessen enge Abmessungen ihnen entgegen kam, weil die Mannschaft von Björn Krämer das Spiel mit langen Bällen in die Tiefe oder Diagonale auf dem größeren, aber witterungsbedingt unbespielbaren Rasenplatz besser liegt. Doch obwohl die Brinkumer mit sicherem und schnellem Kombinationsspiel mehr Ballbesitz generierten und im ersten Durchgang das Eckenverhältnis auf 11:1 zu ihren Gunsten hochschraubten, ließ sich die gut gestaffelte Defensive der Nordbremer mit dem reaktionsschnellen Schlussmann Ermin Alijagic zunächst nur selten in Verlegenheit bringen. Das sollte sich erst in der 38. Minute ändern. Erneut war es Kevin Artmann, der einen Eckball in den Strafraum schlenzte, wo Maximilian Degenhardt eine erste grobe Unaufmerksamkeit in der SAV-Abwehr nutzte und aus zwei Metern zur 1:0-Führung traf. Und kurz vor dem Halbzeitpfiff half der Zufall den Gästen. Einen an der SAV-Mauer angeprallten Ball drosch Hyoungbin Park per Dropkick zum 0:2 für die Brinkumer in die Vegesacker Maschen (45.+1).

Der 0:2-Rückstand seiner Elf ließ Björn Krämer keine Alternative. Um zumindest die Chance auf ein Remis zu wahren, mussten die Vegesacker mehr Risiko gehen. In der 53. Minute bot sich denn auch die Chance zum Anschlusstreffer. Nach schnellem Umschalten bei der Balleroberung schickten die Gastgeber Bashkim Toski auf der rechten Außenbahn auf die Reise: Der harte Schrägschuss des 32-Jährigen passierte zwar Brinkums Keeper Kevin Kuhfeld, strich aber auch knapp am rechten Torpfosten vorbei. „Die Chance zum Anschluss war da“, sagte Björn Krämer später, fügte aber auch an: „Nach dem 0:3 war es vorbei.“ Den dritten Treffer für den Brinkumer SV erzielte Diyar Kücük mit einem Schuss aus 22 Metern in den oberen rechten Torwinkel (56.). Von Resignation konnte auf Seiten der Gastgeber indes nicht die Rede sein. Immer wieder von ihrem Dirigenten Abdullah Basdas angetrieben, stemmten sie sich der spieltechnischen Übermacht des Gegners entgegen und erarbeiteten sich auch Torchancen. Die beste bot sich dem später ausgewechselten Marvin Syla (58.), der jedoch ebenfalls zu schlecht zielte.

In den Sturm- und Drangphasen der SAV zeigte sich aber auch, dass sie ihren in der 28. Minute ausgewechselten Goalgetter Alexander Schlobohm arg vermissten. Die Brinkumer aber zeichnete es aus, dass sie ihre Kontermöglichkeiten jetzt nahezu optimal nutzen: Artmann besorgte im Nachsetzen das 4:0 (58.), Kücük nach einem Artmann-Eckstoß das fünfte Brinkumer Tor (69.). Der Ehrentreffer von Abdullah Basdas, der nach einem Foul an ihm vom Elfmeterpunkt aus traf, war nur ein wenig Balsam für die SAV-Seele. „Wir haben gegen die Mannschaft der Stunde in der Bremen-Liga verloren und müssen nun weiter an unserer eigenen Qualität arbeiten“, lautete das Resümee von Björn Krämer.

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