Fußball

Brinkumer SV: Heißhunger aufs Viertelfinale

Landesligist gegen Bremen-Ligist. Eine klare Sache also? Brinkums Trainer Mike Gabel glaubt das nicht und warnt vor dem OSC Bremerhaven.
01.10.2019, 15:30
Lesedauer: 2 Min
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Von Thorin Mentrup

Brinkum. Auf dem Papier ist es eine vermeintlich einfache Aufgabe, die auf die Fußballer des Brinkumer SV zukommt. Schließlich spielt der Bremen-Ligist eine Klasse höher als der Pokal-Achtelfinalrivale OSC Bremerhaven, bei dem er am Donnerstag (15 Uhr) antritt. Dennoch warnt Brinkums Trainer Mike Gabel vor dem Kontrahenten. „Bremerhaven ist kein typischer Landesligist“, erwartet er einen Gegner mit Bremen-Liga-Qualität. An der Zielsetzung ändert das freilich nichts: „Wir wollen unbedingt weiterkommen“, zählt für Gabel im Nordseestadion nur ein Sieg.

Klar ist aber auch, dass die Brinkumer die Zügel nicht schleifen lassen werden. „Wir werden mit der nötigen Demut da hinfahren“, verspricht Gabel. Er weiß, worauf er seine Mannen einstellen muss: „Der OSC hat ein paar richtig gute Jungs in der Truppe, auf die wir sehr gut aufpassen müssen.“ Damit meint er unter anderem Danny Radke, der nach seiner Zeit beim thailändischen Klub Nakhonpathom United zurück in der Seehafenstadt ist, aber auch Jascha Stern, der vom Oberligisten FC Hagen/Uthlede zum OSC wechselte, und Ardian Kaloshi, der in der vergangenen Saison beim BSC Hastedt zu den Leistungsträgern zählte. Ohnehin bringt ein Großteil des Kaders Bremen-Liga-Erfahrung mit, ihm ist also ein Aufeinandertreffen mit einem Gegner wie Brinkum nicht fremd. Vor Aufregung sollten keinem Bremerhavener die Knie schlottern. Das erklärt, warum Gabel mit einem starken Kontrahenten rechnet, „den wir total ernstnehmen müssen“.

Dass der Brinkumer Spielrhythmus durch die Absage des Duells bei SFL Bremerhaven am vergangenen Wochenende leicht gestört wurde, wird keine Ausrede für die Elf vom Brunnenweg sein. „Wir arbeiten weiter sehr fokussiert, die Jungs geben Gas, ziehen richtig gut mit“, sieht Gabel weiterhin beste Voraussetzungen, um den Schwung aus zuletzt acht ungeschlagenen Pflichtspielen – mit dem Test in Ottersberg sind es wettbewerbsübergreifend insgesamt sogar neun Spiele in Serie ohne Niederlage – auch in die Seehafenstadt mitzunehmen. Personell hat der Coach die Qual der Wahl: Nur Jannik Bender und Nicolai Gräpler (beide im Aufbautraining) sowie Keeper Jan-Hendrik Gronewold, dem beim Training die Knieschreibe raus- und direkt wieder reingesprungen ist, müssen passen. Der Rest ist dabei und muss sich in den Einheiten für einen Platz im Team empfehlen. „Das ist für uns eine gute Situation“, weiß Gabel. Wenn der Hunger auf einen Kaderplatz schon groß sein muss – wie groß muss er dann erst auf den Viertelfinaleinzug sein?

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