Fußball

„Ich musste nicht lange überlegen“

Herman Mulweme freut sich auf seine künftige Aufgabe beim Fußball-Bremen-Ligisten Brinkumer SV. Für den Torjäger ist es bereits der dritte Anlauf beim BSV.
08.04.2020, 13:35
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Jannis Klimburg
„Ich musste nicht lange überlegen“

Herman Mulweme will beim Brinkumer SV wieder ordentlich Fahrt aufnehmen.

Christian Kosak

Einige Karrierestationen hat Herman Mulweme bereits hinter sich gebracht. Nun kehrt der 30-Jährige, wie in unserer Mittwochausgabe bereits berichtet, zum Brinkumer SV zurück. Es ist sein insgesamt dritter Anlauf beim ambitionierten Fußball-Bremen-Ligisten. Und aller guten Dinge sind bekanntlich drei.

Doch warum kehrt der Stürmer seinem derzeitigen Verein TuS Schwachhausen, der in der Meisterschaft vor dem BSV steht, überhaupt den Rücken? Die simple Antwort lautet: „Weil die familiäre Situation für mich sehr wichtig ist“, betont Mulweme, der mit seiner Freundin und seinem Sohn in Brinkum quasi direkt neben dem Sportplatz wohnt. „Ich möchte, dass die beiden bei meinen Spielen immer dabei sind. Daher musste ich nicht lange überlegen, als der Brinkumer SV Interesse an mir gezeigt hat.“ Doch das sei natürlich nicht der einzige Grund gewesen, sich für den Tabellendritten der Bremen-Liga zu entscheiden. „Der sportliche Anreiz spielt dabei natürlich auch eine wichtige Rolle. Ich möchte bei dem ehrgeizigen Projekt Brinkums gerne mitwirken“, unterstreicht der Angreifer, der in der laufenden Saison 17-mal ins Schwarze traf und damit hinter Oberneulands Ebrima Jobe (20 Tore) auf Platz zwei in der Torschützenliste rangiert. Und dabei stand Mulweme längst nicht in allen Begegnungen auf dem Platz. Von 20 möglichen Partien hat er „nur“ 14 absolviert. Sowieso hat er seine Torjägerqualitäten auch in den vergangenen Jahren immer wieder unter Beweis gestellt. In der Bremen-Liga kommt der Stürmer auf 89 Begegnungen und erzielte dabei 75 Tore – 74 allein für den TuS Schwachhausen.

So ist es auch kein Wunder, dass der 30-Jährige von sich selbst überzeugt ist. „Ich denke, ich habe meine Qualitäten vor allem in Schwachhausen eindrucksvoll unter Beweis gestellt“, bekräftigt er. Und gerade deswegen sei er enttäuscht darüber, wie der Verein sich – nach der Bekanntgabe seines Wechsels – ihm gegenüber verhalten habe. „Ich habe Dinge erfahren, die mir einfach nicht gepasst haben. Die Wertschätzung für meine erbrachte Leistung hat mir gefehlt. Denn ich habe immer alles für den Verein gegeben. Es wurde über mich hergezogen, das habe ich einfach nicht verdient.“

Mike Gabel spielte wichtige Rolle

Nun wird er ab der kommenden Saison alles für den Brinkumer SV in die Waagschale werfen. Eine tragende Rolle für den Wechsel hat natürlich auch BSV-Trainer Mike Gabel gespielt. „Ich hatte bei unserem Gespräch einfach das Gefühl, dass er sehr ehrlich zu mir ist und mich unbedingt im Team haben will. Das war sehr wichtig für mich“, sagt Mulweme, der im Sturm flexibel einsetzbar ist. Am wohlsten fühlt er sich jedoch auf dem Flügel, wie er erklärt: „Dort kann ich die Eins-gegen-eins-Situationen besser ausspielen und habe mehr vom Spiel. Doch ich kann natürlich auch als Mittelstürmer agieren. Dann müssen eben nur die richtigen Zuspiele kommen“, scherzt Mulweme.

Neben dem Brinkumer SV hatte in erster Linie auch der Liga-Konkurrent Bremer SV großes Interesse an dem Torjäger signalisiert. Kein Wunder, schließt sich doch Mulwemes derzeitiger Trainer Benjamin Eta zur kommenden Spielzeit den Bremern an. Und er wollte deshalb seinen Schützling gerne mitnehmen. „Ich bin beruflich sehr eingespannt, und daher wäre der Aufwand für mich enorm gewesen. Die Rahmenbedingungen haben für mich und meine Familie einfach nicht gepasst“, meint Mulweme, der sich jetzt schon auf die neue Herausforderung beim Brinkumer SV freut.

Lobeshymnen auf Mulweme

Und natürlich freut sich auch Gabel auf seinen Neuzugang, der in der kommenden Saison Saimir Dikollari ersetzen soll. „Er ist vor dem Gehäuse eiskalt und besitzt zudem eine sehr saubere Technik“, schwärmt Gabel von seinem Neuzugang. „Daher freue ich mich, dass er sich für uns entschieden hat. Er passt genau in mein Beuteschema.“

Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+