Bürgerbeteiligung in Stuhr

Ideen für die Gestaltung des Ortskerns

Ein Café im Bahnhofsgebäude oder eine Galerie im alten Küsterhaus? Diese und weitere Ideen sind am Montag beim Marktstand vor dem Rathaus für die Ortskernentwicklung in Stuhr zusammengekommen.
22.03.2021, 16:54
Lesedauer: 2 Min
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Ideen für die Gestaltung des Ortskerns
Von Esther Nöggerath

Eine Verlegung des Feuerwehr-Standortes für mehr Flächenpotenzial, ein Café im alten Bahnhofsgebäude, um es der Öffentlichkeit zugängig zu machen, oder doch eine Galerie im alten Küsterhaus? Die Ideen der Bürger rund um die Gestaltung des Stuhrer Ortskerns sind vielfältig. Mehrere Anwohner nutzten die Möglichkeit am Montagnachmittag, beim dafür eingerichteten Marktstand vor dem Rathaus vorbeizuschauen. Fünf Anmeldungen waren zuvor dafür bei der Gemeinde eingegangen, dazu kamen immer mal wieder weitere Passanten vorbei, um sich über das Projekt informieren zu lassen oder eigene Vorstellungen mit einzubringen. Die mögliche Galerie etwa regte Martina Monsig an, die für den Nachmittag extra einen Termin gebucht hatte. „Ich wohne direkt hier um die Ecke“, erzählte die 49-Jährige, die schon ihr ganzes Leben in Stuhr wohnt. „Es interessiert mich einfach, was hier passiert“, sagte sie.

Ihren Vorschlag zu einer möglichen Galerie oder einem Atelier nahm Maja Fischer vom Büro BPW Stadtplanung, das die Gemeinde Stuhr mit der vorbereitenden Untersuchung für das Ortsentwicklungskonzept beauftragt hat, gleich auf und notierte es auf einem Klebezettel, der neben weiteren auf der Stellwand mit dem Ortsplan landete. „Ein Ankerpunkt ist und bleibt die Kirche“, erzählte Fischer. Das sah auch ein älterer Bewohner so, der jedoch monierte, dass es durch die Verkehrslage schwierig sei, die Kirche in Ruhe anzugucken. Auch das Thema Verkehr spielt bei den Überlegungen für die Ortskernentwicklung eine große Rolle, erklärte Fischer. So sei etwa die Einrichtung einer Tempo-30-Zone eine mögliche Überlegung.

„Wir hätten eigentlich gern eine richtige Bürger-Werkstatt gemacht“, erzählte Fischers Kollege Niklas Fluß. Aufgrund der Corona-Lage sei das jedoch nicht möglich gewesen. Um dennoch auch Bürgern außerhalb digitaler Möglichkeiten eine Beteiligung an dem Verfahren zu ermöglichen, hatte die Gemeinde den Marktstand am Rathaus eingerichtet. Zudem können sich Interessierte noch bis zum 7. April online an der Ortskernentwicklung unter www.stuhr.govote.de beteiligen. Dort finden die Teilnehmer unter anderem Videoclips und Fragebögen, die auch anonym ausgefüllt werden können.

Wie berichtet, soll mit der Bürgerbeteiligung ein erster Schritt auf dem Weg zur Ortskerngestaltung erfolgen. Mit den daraus entwickelten Ideen will sich die Gemeinde Stuhr bis zum 1. Juni für das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren - Erhalt und Entwicklung der Orts- und Stadtkerne“ bewerben.

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