Firma Lieblingsfeier aus Stuhr Die perfekte Party als Mission

Eine perfekte Party? Darum will sich das Team des Stuhrer Start-Ups Lieblingsfeier um Kevin Crombach, Jerome Böker und Justus Runte kümmern.
03.09.2018, 18:15
Lesedauer: 3 Min
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Die perfekte Party als Mission
Von Eike Wienbarg

Die Hochzeit sollte ja bekanntlich der schönste Tag im Leben sein. Aber auch andere Feiern sollten Gästen und Gastgebern in guter Erinnerung bleiben. Oft sind es Kleinigkeiten, die ein Fest besonders machen. Und genau um diese Details kümmert sich das Team des Stuhrer Start-Ups Lieblingsfeier. Mit frischen Ideen versprechen sie, jede Party zu einem „einmaligen Erlebnis“ zu machen.

Dabei begann alles durch einen Zufall, wie Kevin Crombach vom Lieblingsfeier-Team erzählt. Für eine Familienfeier suchten der 32-Jährige und seine Freundin ein originelles Mitbringsel. Nach einigem Überlegen kamen sie auf eine Candy-Bar, also einen Regal oder Tisch, auf dem verschiedene Süßigkeiten Platz finden und an der sich die Gäste bedienen können. „Die Leute waren begeistert“, erinnert sich Crombach an die ersten Reaktionen. Viele hätten gefragt, wo so etwas zu kaufen sei oder ob sie die selbst gebaute Bar mieten können. Und da war die Idee für das Projekt Lieblingsfeier geboren.

Gemeinsam mit seinen Jugendfreunden Jerome Böker (25) und Justus Runte (31) überlegte Crombach, ob sich die Idee nicht professionalisieren lässt. „Jerome hat erstmal das ganze Konzept über den Haufen geworfen“, erinnert sich Crombach an die Anfänge des Unternehmens im vergangenen Jahr.

Im Zentrum der Überlegungen stand zunächst eben die selbst gebaute Candy-Bar im Vintage-Look. „Das war deutlich mehr Arbeit als gedacht“, erzählt Crombach. Drumherum sollte ein Partyverleih mit ganz eigenen Ideen und selbst gebauten Utensilien entstehen. Bei den finanziellen Entscheidungen holten sich Crombach und Böker Rat bei Justus Runte, der sich als Controller eines großen Stuhrer Handelsbetriebes gut auskennt mit dem wirtschaftlichen Umgang mit begrenzten Mitteln.

Projekte voller Herzblut

Zur Candy-Bar gesellten sich schnell Bierzeltgarnituren vom Großvater, Zelte, Heizpilze, Stehtische und ähnliche Dinge. „Unser erstes Geld haben wir bei Amazon verpulvert“, sagt Crombach, der im Einkauf eines Bremer Unternehmens arbeitet, schmunzelnd. Auch Standaschenbecher gehörten dazu. „Die sind noch eingepackt“, sagt er weiter. Als zweites Projekt wurde die eigene Fotobox angegangen, die ebenfalls selbst gebaut ist, wie Jerome Böker berichtet. „Sie ist relativ groß, schwer und aufwendig zu transportieren“, berichtet er mit einem Schmunzeln. „Sie zu tragen ist die Hölle“, ergänzt ihn Crombach. „In den beiden Projekten steckt unser Herzblut“, sagt Justus Runte. Die zweite Fotobox will das Trio aber bauen lassen. Mittlerweile komplettieren unter anderem ein selbst gebauter Beer-Pong-Tisch, eine Gin- und eine Whisky-Bar, eine Donut-Wand oder auch das Spiel Looping Louie das Repertoire von Lieblingsfeier. Damit aber nicht genug: „Wir sagen nie: Wir haben das und das nicht“, erklärt Jerome Böker. So ist das Trio mit seinen Mitstreitern und Unterstützern immer wieder auf der Suche nach Erweiterungen. „Was sind die Wunschvorstellungen für die perfekte Party?“, nennt Kevin Crombach als Hauptfrage für die jungen Unternehmer, die das Start-Up neben ihren normalen Jobs betreiben.

Ihre Kunden kommen dabei mittlerweile nicht mehr nur aus der Region. Zwar liegt das Hauptaugenmerk der Gruppe auf Bremen und umzu, aber auch bis nach Hamburg haben sie ihre Utensilien schon vermittelt, berichten die drei. Neben Hochzeiten oder Geburtstagen stehen Feiern von Firmen oder Vereinen auf dem Programm. So war die Lieblingsfeier zum Beispiel beim Wassermühlencup in Heiligenrode, beim Kletterwald Wipfelstürmer in Neukrug oder beim Silbersee-Triathlon vertreten, berichten sie.

"Auf der Suche nach neuen Ideen"

Mit dem Wachstum des Projekts steigen aber auch die Herausforderungen an die Jungunternehmer. „Die Logistik ist das größte Problem“, sagt Jerome Böker, der im Autohandel tätig ist. Wurden die Materialien am Anfang an verschiedenen Stellen zwischengelagert, hat sich das Unternehmen nun bei einem Spediteur einen festen Lagerplatz gemietet. Außerdem soll ein neuer Lieferwagen den Transport der Ausrüstung erleichtern.

Wo sie das Start-Up irgendwann einmal hinführt, wissen die drei noch nicht. Das System soll aber immer autarker werden, so Jerome Böker. Dann könne auch über die Einsetzung einer Geschäftsführung nachgedacht werden, so Crombach. „Wir sind immer auf der Suche nach neuen Ideen“, sagt er. Am Wochenende stand dann aber erstmal die erste Hochzeit an, die das Team alleine ausrüstete.


Weitere Informationen zur Firma Lieblingsfeier gibt es im Internet unter www.lieblingsfeier.de oder auf der Facebook-Seite des Unternehmens.

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