Post-Gelände in Brinkum

Wohnungen an der Bahnstrecke

Auf dem ehemaligen Post-Gelände in Brinkum sollen Wohnungen entstehen. Die Zuwegung soll trotz Bedenken über die Melcherstätte erfolgen.
16.04.2021, 15:52
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Wohnungen an der Bahnstrecke
Von Eike Wienbarg
Wohnungen an der Bahnstrecke

Auf dem ehemaligen Post-Gelände an der Melcherstätte in Brinkum sollen nach Planungen Wohnhäuser entstehen.

Michael Galian

Stuhr-Brinkum. Wie soll es mit dem ehemaligen Post-Gelände nördlich der Bassumer Straße in Brinkum weitergehen? Darüber sprachen am Donnerstagabend die Mitglieder des Stuhrer Ausschusses für Gemeindeentwicklung und Umwelt. Wie berichtet, soll auf dem Areal ein Wohngebiet entstehen. Das Gelände gehört seit 2017 der Bunte-Specht-Stuhr GmbH, einem Joint Venture der Papenburger Baufirma Johann Bunte und der Bremer Specht-Gruppe, die das Areal von einem kanadischen Immobilienfonds erworben hatte. Im Jahr 2018 hatte die Post als Hauptmieter ihren Standort dort aufgegeben.

Der Investor plane vor Ort „Wohnen für alle Altersgruppen“, erklärte Lutz Richter von der Planungsgemeinschaft Nord (PGN) die aktuellen Pläne. Befürchtungen, dass vor Ort Senioren- und Altenwohnungen entstehen könnten, bestätigte er nicht. Aber grundsätzlich erlaube der aufzustellende Bebauungsplan beide Optionen, so Richter weiter.

Zentrales Ziel sei die Nachnutzung des Geländes an der Bahnstrecke. In der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung hätten sich nur wenige Änderungen ergeben. So soll das Gelände weiterhin über die Melcherstätte und die Hüchtingstraße erschlossen werden. Eine direkte Zuwegung zur Bassumer Straße solle es aufgrund möglicher Konflikte mit der Bahntrasse und den Fuß- und Radwegen nach der geplanten Umgestaltung der Bassumer Straße nicht geben. „Die Einfahrt wäre wenn fast hinter der Schranke“, erläuterte Richter. Auch soll in Richtung der Bahnstrecke ein „unübersteigbarer Zaun“ die Fläche abgrenzen, ein direkter Fußweg zu den Bahnsteigen ist nicht vorgesehen. In Bezug auf eine mögliche Lärmbelästigung durch die Bahn soll es „passive Schallschutzmaßnahmen“ an den Gebäuden geben. Auch Schottergärten sollen vor Ort verhindert werden, so Richter über die Pläne.

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Eine Diskussion entfachte sich dann über der Zuwegung. So äußerten Rolf Meyer (SPD) und Kristine Helmerichs (Grüne) sowie Marliese Brandes (CDU) Bedenken, ob die Melcherstätte als Zuwegung geeignet sei. Durch die gut frequentierten Arztpraxen sei die Melcherstätte bereits jetzt oft zugeparkt, so Meyer. „Wir haben ein bisschen ein Erschließungsproblem in der Ecke“, unterstützte ihn Helmerichs. Lutz Richter und Stuhrs Stadtplaner Christian Strauß antworteten, dass die Melcherstätte gut ausgebaut sei. Durch die Aufgabe der Post und die geplante Anbindung an die Straßenbahn würde sich der Verkehr auch verringern, so Richter. „Es kann sich die Waage halten. Das Maß der baulichen Nutzung ist so gewählt, dass kein übermäßig neuer Verkehr entsteht“, sagte der Planer.

Strauß nahm die Hinweise aber auf. In der anstehenden Offenlegung des Planes solle die Verkehrssituation vor Ort genau betrachtet werden. Daten von möglichen Verkehrszählungen sollten noch ausgewertet werden, so der Stadtplaner weiter. Auch Stuhrs Erste Gemeinderätin Bettina Scharrelmann sprach sich für eine Einbeziehung möglicher Daten aus. Der Ausschuss empfahl die Auslegung des Planes bei zwei Enthaltungen.

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