Mehr-Generationen-Haus Brinkum Ein echter „Glücksgriff“

Carina Laue möchte etwas für die Gesellschaft tun. Das kann die 18-Jährige Okelerin nun als neue Bufdine im Brinkumer Mehr-Generationen-Haus.
17.09.2018, 17:55
Lesedauer: 2 Min
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Ein echter „Glücksgriff“
Von Eike Wienbarg

Stuhr-Brinkum. Daniela Gräf, Leiterin des Brinkumer Mehr-Generationen-Hauses (MGH), kommt aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. „Carina war ein Glücksgriff“, sagt Gräf über Carina Laue. Die 18-Jährige ist seit dem 1. September die neue Bundesfreiwilligendienstlerin (Bufdi) mit Flüchtlingsbezug im MGH und tritt damit in die Fußstapfen von fünf Vorgängern. Und auch Laue ist bereits begeistert von ihren ersten Wochen in der Brinkumer Einrichtung. „Das Haus ist so toll, weil man mit so vielen Menschen in Berührung kommt und so viele neue Leute kennenlernt“, sagt die Bufdine euphorisch.

Das MGH sei für sie die Wunscheinrichtung, berichtet Laue weiter. „Ich möchte gerne für die Gesellschaft etwas tun“, sagt die Okelerin, die gerade ihr Abitur absolviert hat und begeisterte Korballspielerin ist. „Nach dem Abi hat es sich angeboten“, so Laue. Im Internet machte sie sich schlau, welche Institutionen in der Region Plätze für Bufdis anbieten, und dabei stieß sie auch auf die Stelle im MGH. „Ich kannte das MGH vorher noch nicht“, gibt Laue zu, aber das Konzept habe ihr sofort gefallen. Eine zweite Bewerbung schickte Laue zur Erlenschule in Syke. Am Ende wurde es dann die Stelle bis zum 28. Februar im MGH.

Ganz oben auf der Einsatzliste stand für Laue in den ersten Tagen der Spieletreff für Kinder aus aller Welt, ein Projekt, das ihre Vor-Vorgängerin Lisa Abraham im MGH etablierte. „Jetzt geht die Staffel weiter“, freut sich Gräf. Und gleich in den ersten Wochen hat Laue neue Ideen in den Treff für Kinder ab sechs Jahre, der sich jeden ersten Freitag im Monat von 14.30 bis 16 Uhr trifft, eingebracht. So bot sie eine Partie Bingo und ein Beruferaten an, erzählt Laue. „Das ist Deutschlernen pur“, freut sich Gräf über das Engagement ihrer neuen Mitarbeiterin.

Aber auch an verschiedenen anderen Gruppen, wie den Sprechcafés, der Deutschhilfe und dem Café Kinderwagen, hat Carina Laue schon teilgenommen. „Das ist auch immer zuckersüß“, sagt sie über das Angebot für Kinder im Alter von null bis einem Jahr und deren Eltern.

Ihre Talente möchte Carina Laue auch in eine eigene Veranstaltung miteinbringen. So plant sie eine Sing-Gruppe für Kinder. Dort sollen gemeinsam Kinderlieder aus aller Welt und in verschiedenen Sprachen gesungen werden, umreißt Laue, die in ihrem siebten Lebensjahr angefangen hat, Keyboard zu spielen und mit 14 Jahren zum Klavier wechselte, ihr Konzept. Schon gleich zu Anfang sei ihr das Klavier in der Backstube des MGH aufgefallen.

Konzeptionell soll Carina Laue immer wieder in die verschiedenen Gruppen eingebunden werden. „Carina ist diejenige, die am meisten Zeit hier verbringt“, sagt Daniela Gräf. Und auch den expliziten Flüchtlingsbezug des Dienstes möchte Gräf nutzen. So arbeitet die neue Bufdine gerade an einer Ausarbeitung zum Thema Flüchtlinge, um auch alle Ehrenamtler und Helfer im MGH auf den aktuellen Rechtsstand zu bringen, sagt Daniela Gräf.

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