Neues Lager bei CM Logistik-Gruppe Ein Extra-Element in der Transportkette

Die Brinkumer CM Logistik-Gruppe hat mit einem Kommissionierungslager ihr Portfolio erweitert.
13.01.2020, 19:24
Lesedauer: 2 Min
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Ein Extra-Element in der Transportkette
Von Alexandra Penth

Gut 500 Meter Luftlinie liegen zwischen Firmengebäude und neuer Lagerhalle. Mit ihr hat die CM Logistik-Gruppe im Juli 2019 ihr Portfolio erweitert. „Ich hatte keine Ahnung von Lager“, gibt Geschäftsführer Alexander Heine unumwunden zu. Immerhin hat er in seinem bisherigen Berufsleben ausschließlich dafür gesorgt, dass Waren transportiert werden. Logistik habe er „von der Pike auf gelernt“, wie er sagt. Zehn Jahre war der 48-Jährige Prokurist beim nach eigenen Angaben größten Container-Logistiker Deutschlands, bis er in die Selbstständigkeit ging.

Container- und Lagerlogistik kommen bei der CM-Gruppe nun also aus einer Hand. Automatisch drängt sich da die Frage auf, warum das Unternehmen mit eigenem Lastwagen-Fuhrpark und eigener Werkstatt einen Lagerplatz mit 2500 Palettenstellplätzen betreibt. „Wir wollen an der Transportkette weiter teilhaben. Das ist logisch der nächste Schritt“, erklärt Alexander Heine die dahinter stehende Zukunftsstrategie. Die CM Logistik-Gruppe ist damit Schnittstelle zwischen der Produktion in Übersee und dem Vertrieb von Handelsgütern hierzulande. Derzeit treffen täglich Lieferungen eines großen Schuhherstellers in dem Brinkumer Lager ein. Die Container holt die Logistikfirma in Rotterdam, Hamburg und Bremerhaven ab. In den auf Paletten stehenden Kartons im Lager befinden sich je neun bis zehn Paar Schuhe. Bis unter das Wellblech-Dach stapeln sie sich auf Hochregalen. „Es ist gerade Saison“, sagt Heine. Er spricht dabei nicht von Winterschuhen, die allmählich aus den Großlagern des Einzelhandels verschwinden. Sommerware trifft gerade frisch ein. 15 000 Kartons hat Alexander Heine derzeit auf Lager. Noch steigt die Menge an. „Der Ausgang geht hoffentlich ab dieser Woche los“, sagt der Chef. Im Februar füllen sich die Zentrallager seiner Kunden mit Sommerware, sodass der Einzelhandel diese Mitte März im Laden hat.

Zwei fest angestellte Lagerarbeiter entnehmen die Ware vom Container, lagern sie ein und bereiten sie für den Versand vor. Für die Arbeitsvorbereitung, die Organisation und Bürokratie sind eineinhalb Stellen vorgesehen. Das Unternehmen bezieht zudem Mitarbeiter von Zeitarbeitsfirmen.

Ein halbes Jahr hat es gedauert, bis die Organisation zur Zufriedenheit des Geschäftsführers lief. In der ersten Zeit stand er mit im Lager, zu dem die CM-Gruppe ab Februar noch ein Stück dazu bekommt, womit eine Lagerfläche von knapp 3000 Quadratmetern erreicht ist. „Ich muss erst einmal selbst alles machen, um zu überlegen, wie es besser laufen kann“, sagt Heine, der auch schon einen Rollenwechsel zum Lastwagen-Fahrer hinter sich hat. Die Erfassung der Ware erfolgt derzeit per Handscanner. Perspektivisch aber möchte die CM Logistik-Gruppe auf RFID-Prozesse umsteigen. Dabei erfolgt die Eingangs- und Ausgangskontrolle automatisch per Chip, der am Karton angebracht wird.

Knapp 300 Leute sind in dem 2011 als Zwei-Mann-Betrieb gestarteten Unternehmen beschäftigt. Im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern kann Alexander Heine beim Thema Fachkräftemangel nur mit den Schultern zucken. „Die Fahrerproblematik kennt die CM-Logistik nicht“, sagt er. 150 eigene Fahrzeuge sind auf den Straßen unterwegs, 350 bis 400 sind es zusammen mit Subunternehmern. Der Großteil der Fahrer stammt aus Litauen, sagt Heine.

Dass die Mitarbeitergewinnung so gut läuft, liegt ihm zufolge an der hohen Präsenz in den sozialen Netzwerken. Dort zeigt sich das Unternehmen mit Imagefilmen, vom Arbeitsplatz gefilmten Videos und Werbeaktionen. Ein weiterer Aspekt: „Wir halten uns an das, was wir versprechen“, sagt Heine, dessen Ziel es ist, das Unternehmen fortwährend weiter zu entwickeln. Das Kommissionierungslager dürfte also nicht die letzte Neuerung im Hause der CM Logistik-Gruppe bleiben.

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