Handball

Engelmanns Ära endet

Nach 14 Jahren im Amt legt Sven Engelmann seinen Trainerposten bei der HSG Stuhr am Ende der Saison nieder. Der Nachfolger stammt aus den eigenen Reihen.
19.01.2020, 19:32
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Von Thorin Mentrup
Engelmanns Ära endet

Tritt nach der Saison als Trainer der HSG ab: Sven Engelmann.

Michael Braunschädel

Sven Engelmann ist ein Gesicht der HSG Stuhr: Im 14. Jahr leitet der Coach die Geschicke des Landesligisten. Doch nach dem Ende dieser Saison wird Schluss sein, wie er nach der Begegnung gegen die SG Achim/Baden II (23:27) erklärte. „Ich brauche eine Pause“, sagte der frühere Zweitligaakteur des TV Grambke. Den Schlussstrich ziehe er „schweren Herzens“. Sein Nachfolger kommt aus den eigenen Reihen: Mike Owsianowski wird übernehmen.

Als Grund für seinen Rückzug nannte Engelmann nicht etwa die sportlich schwierige Situation seines Teams, das Landesliga-Schlusslicht ist, sondern seine beruflichen Verpflichtungen. „Ich bin sehr eingespannt, seit ich vor zwei Jahren meinen Arbeitgeber gewechselt habe“, erklärte der Coach, der als Handball-Fachmann einen sehr guten Ruf genießt. Bei seiner neuen Firma habe er die Verantwortung über mehr als 20 Mitarbeiter, zudem werde er einige Lehrgänge und auch Niederlassungen im Ausland besuchen, sagte der gelernte Siebdruckmeister. Da wird es zwangsläufig schwieriger, der HSG gerecht zu werden. Im ersten Jahr habe er das noch hingenommen, ihm sei dann aber bewusst geworden, wie viel mehr er nun beruflich zu tun habe. Einen Trainer, der nicht alles geben könne, habe die Mannschaft nicht verdient, fand Engelmann, „denn das hier sind alles super Jungs. Ich habe hier alles gemacht, was ich machen wollte. Jetzt fehlt mir nur noch eine Kleinigkeit: Das ist der Klassenerhalt“, schloss er. Für diesen Erfolg werde er bis zum letzten Spieltag alles geben.

Danach wird Mike Owsianowski in seine Fußstapfen treten. Die sind zweifelsohne groß, doch Jürgen Schneider, 2. Vorsitzender der HSG und Abteilungsleiter Handball beim FTSV Jahn Brinkum, zeigte sich überzeugt davon, dass der 36-Jährige seiner neuen Rolle gerecht werden kann. „Mike kennt den Verein und seine Strukturen, aber auch die Mannschaft als Spieler und Co-Trainer sehr gut“, betonte er. Zudem werde er von dem Team sehr geschätzt. Zum Spiel gegen Achim/Baden kam Owsianowski übrigens etwas verspätet. Der Grund: Er war noch mit der ersten Frauenmannschaft unterwegs und hatte einen 21:13-Sieg über den TSV Morsum III gefeiert. Der zukünftige Herrencoach kann also Erfolg: Mit den HSG-Frauen führt er die Regionsliga-Tabelle an.

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