Ferienspaß mit der Landjugend Heiligenrode Kinder lernen spielerisch bei der Bauernhof-Olympiade

Nach dem Erfolg im Vorjahr hat die Landjugend Heiligenrode auch in diesem Jahr für den Stuhrer Ferienspaß eine Bauernhof-Olympiade organisiert. Dieses Mal zeigten sie den Kindern den Hof Mahlstedt in Varrel.
08.08.2021, 16:32
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Von Niklas Golitschek / xng

Stuhr-Varrel. Varrel statt Tokio – während in Japan Athleten aus aller Welt um neue Bestleistungen rangen, haben am Sonnabend 18 Kinder bei der Bauernhof-Olympiade auf dem Hof Mahlstedt in Varrel den Landwirtschaftsbetrieb spielerisch kennengelernt. Die Landjugend Heiligenrode hatte den Tag anlässlich des Stuhrer Ferienspaßes organisiert.

Hani, Mads und Milan hatten am frühen Nachmittag bereits einige Stellen des Hofes kennengelernt und kletterten auf der Strohburg. „Wir haben eine Kuh gemolken und drei Liter geschafft“, erzählte Milan stolz. Gemeint war keine echte, sondern eine Holzkuh, die als Übungsobjekt diente. Wohl aber durften die Kinder die echten Kühe und Kälber streicheln, die das Treiben auf dem Gelände von ihrer Futterstelle aus beobachteten.

Welche Station den Kindern am besten gefallen hat? „Alle“, antworteten sie unisono freudestrahlend. Für Hani und Mads war es die zweite Bauernhof-Olympiade. Bereits im Vorjahr hatten sie bei der Ferienspaß-Aktion der Landjugend Heiligenrode teilgenommen. Dieses Mal durften sie sich auch an Stationen wie dem Trettraktor-Parcours ausprobieren. Wie im Vorjahr lernten sie den Bauernhof bei einem Rundgang in Kleingruppen besser kennen und testeten das neue Wissen bei einem Quiz. „Sie wissen richtig viel“, zeigte sich Betreuerin Finja Nordbruch begeistert von der Neugierde der Kinder.

Stationen wie Stiefelweitwurf, Heuballenrollen, Dosenwerfen mit Eimern und Fußball oder Sackhüpfen rundeten den vierstündigen Nachmittag ab. „Sie können sich schön auspowern bis heute Abend“, sagte Nico Budelmann vom Vorstand der Heiligenroder Landjugend, als er die spielenden Kinder beobachtete. „Die Zeit rennt dann doch immer“, stellte er mit Blick auf den mehr als sechsstündigen Tag für die Helfer fest. Bereits zwei Stunden vor Beginn hatte sich die Landjugend auf dem Hof Mahlstedt getroffen, um die Stationen aufzubauen. Nach der Siegerehrung mit Fassbrause und Bratwurst als Preis für alle Teilnehmer stand dann noch der Abbau an.

Neben dem Spaß bei den verschiedenen Aufgaben zählte auch die Wissensvermittlung zum Ziel des Programms. „Viele nehmen etwas mit und bringen die Infos nach Hause“, sagte Budelmann weiter. Allerdings musste das Helferteam der Landjugend zunächst bangen: Ein Regenschauer drohte, das Programm zu verwässern. Dann wäre das Improvisationstalent der Landjugend notwendig gewesen. Doch glücklicherweise zog er schnell vorüber, die Kinder trafen bei strahlendem Sonnenschein bei Mahlstedts ein. „Das Wetter ist top, jetzt haben wir richtig Sommer“, zeigte sich Budelmann mit den äußeren Einflüssen durchweg zufrieden.

Zunächst seien die Kinder angesichts der ungewohnten Kulisse noch etwas gehemmt gewesen, resümierte Finja Nordbruch. „Aber sie tauen auf, wenn sie ihre Freunde sehen und haben Spaß“, erzählte sie.

Dass die Gruppengröße pandemiebedingt erneut auf 20 reduziert war und nicht wie eigentlich im Vorjahr gedacht bei 30 Teilnehmern lag, sahen die Organisatoren indes als Vorteil. „Wir haben fast eine Eins-zu-Eins-Betreuung“, sagte Budelmann. Insbesondere, wenn die Kinder den Bauernhof entdecken, seien ein paar mehr Augen durchaus sinnvoll. Unter den Helfern habe dennoch das Abstandsgebot gegolten. Zudem durften maximal zehn ungeimpft sein. „Wir mussten uns nicht mehr auf die Pandemie einstellen als letztes Jahr“, bilanzierte Budelmann.

Angesichts der wiederholt erfolgreichen Bauernhof-Olympiade will sich die Landjugend auch im kommenden Jahr wieder am Ferienspaß beteiligen. Dann vielleicht wieder gemeinsam mit einem anderen Betrieb. „Wir müssen gucken, ob wir rotieren können“, sagte Budelmann. Auf vielen Höfen sei um diese Jahreszeit angesichts der Erntesaison viel los. „Für die Betreiber ist das auch eine Umstellung“, merkte Nordbruch an. Dass bisher zwei Milchhöfe die Bauernhof-Olympiade ausgerichtet haben, begründeten die beiden mit der Zugänglichkeit. In Schweineställen etwa gälten deutlich strengere Hygienevorschriften. „Es ist auch wichtig, dass der Hof ein bisschen zentral liegt. Mahlstedt ist auch durch die Milchtankstelle relativ bekannt“, sagte Nordbruch mit Blick auf die Anfahrt.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+