Lagerbox Bremen in Groß Mackenstedt

Für ein paar Quadratmeter mehr

Der Platz daheim reicht einfach nicht? Lagerbox Bremen war einer der ersten Anbieter in der Region, der da Abhilfe schaffen wollte. Dort wird er wahr: der Traum von mehr Stauraum.
07.01.2019, 17:12
Lesedauer: 3 Min
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Für ein paar Quadratmeter mehr
Von Sebastian Kelm

Stuhr-Groß Mackenstedt. Lange sind Lars Groeneveld und David Masiak schon Geschäftspartner. Seit der Studienzeit arbeiten die beiden Stuhrer zusammen. Man versteht sich. In einem Punkt, der einen ihrer Tätigkeitsfelder betrifft, sind sie jedoch grundlegend anderer Meinung: Masiak findet, die von ihnen bei Lagerbox Bremen neuerdings angebotene kleinste Einheit, ein mietbarer Kasten von genau einem Kubikmeter, sei eine Größe, die eigentlich kein Mensch benötigt. Groeneveld widerspricht: „Das ist wahrscheinlich genau die Größe, in die man alles bekommt, was man wirklich braucht im Leben.“ Wie dem auch sei: Der Bedarf an ausgelagertem Stauraum scheint da zu sein, auch wenn die am meisten gefragte Fläche bei fünf oder sechs Quadratmetern liegt. Von einem bis 25 Quadratmetern sind einzelne Lagerboxen in mehreren Abstufungen verfügbar. Sind denn auch immer welche zu haben oder wie ist die Auslastung? Lars Groeneveld lächelt verschmitzt: „Das ist Geschäftsgeheimnis. Aber es läuft zufriedenstellend.“

Sonst hätten die beiden am Standort Groß Mackenstedt an der Delmenhorster Straße 326 unweit des Stuhrer Dreiecks wohl auch kaum erweitert. Fast 500 Quadratmeter unterschiedlich ausfallende Boxen sind es geworden. Der kürzlich zusätzlich hergerichtete Hallenkomplex besteht nicht mehr nur aus den bisherigen Sperrholz-Kammern, sondern im Wesentlichen aus Metallcontainern dicht an dicht. „Die sind schneller aufzubauen“, erklärt Masiak einen entscheidenden Vorteil. Und: Die Wandelemente sind mit Widerhaken versehen, sodass sie sich von außen nicht gewaltsam auseinander ziehen lassen, um hinein zu gelangen.

2010 hatten Groeneveld und Masiak das insgesamt 2400 Quadratmeter umfassende Areal erworben. Vorher war dort die Firma Wenco ansässig. Gekauft hatten sie das Betriebsgelände damals aber vornehmlich als Sitz für ihren Online-Modelhandel Deluxe Marken, mit dem sie bis dato hauptsächlich ihr Geld verdienten. Weil aber so viel ungenutztes Lager übrig war, beschloss das Duo, dieses in Selfstorage-Boxen umzuwandeln.

„Wir sind viel in den USA unterwegs, und da gibt es so etwas ja über überall. Jeder hat irgendwo was untergebracht“, erzählt Groeneveld, wie sie auf die Idee kamen. Das Konzept auf Deutschland zu übertragen, erschien nur sinnvoll: „Die Deutschen horten schließlich alles.“ Im Großraum Bremen gehörte man beim Start in Groß Mackenstadt im Jahr 2012 zu den Vorreitern. 2015 wurde eine weitere Niederlassung in Walle am Parallelweg 31 direkt an der B 6 beim Fernsehsturm eröffnet.

Dieser etwas kleinere Standort soll quasi autark sein, die Mieter können ihren kameraüberwachten Lagerraum zwischen 6 bis 22 Uhr selbstständig öffnen, um dort Sachen zu verstauen oder heraus zu nehmen. In Groß Mackenstedt haben die Rolltore mit Vorhängeschloss inzwischen auch ausgedient, von 6 bis 18 Uhr und sonnabends ab 9 Uhr gibt es hier Zugang zur Halle per Pin-Nummer.

Und was wird dort alles abgestellt? „Wir haben viele Handelsvertreter oder Gastronomen, die ihre Gartenmöbel im Winter irgendwo lassen müssen“, zählt Masiak auf. Aber auch Akten von Steuerberatern werden fachgerecht eingelagert. Meist handele es sich bei den Mietern aber um Privatpersonen. Erlaubt ist prinzipiell alles, für das zu Hause kein Platz mehr ist – nur „ungeziefergefährdete Güter“ wie Nahrungsmittel sowie leicht entzündliche oder geruchsbelästigende und gesundheitsgefährdende Stoffe sind verboten.

Viele Kunden brauchen etwas zum Zwischenlagern, wenn sie umziehen oder vorübergehend ins Ausland gehen. „Als mal halb Findorff unter Wasser stand, haben die Leute ihre Sachen zu uns gebracht“, erinnert sich Groeneveld. Sein Kompagnon ergänzt: „Wir hatten auch mal jemanden, bei dem war alles abgebrannt. Was er retten konnte, kam her.“

Und gab es mal etwas richtig Skurriles, was sich in den Boxen befand? Die beiden überlegen, dann fällt ihnen in der Tat etwas Eigenwilliges ein. Groeneveld verrät: „Eines Tages begann irgendwo ein Wecker zu klingeln, jeden Tag aufs Neue. Wir dachten erst, wir bilden uns das ein. Hat eine Weile gedauert, bis wir raus hatten, wo der drin steckt.“


Infos auf www.lagerbox-bremen.de.

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