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Brinkumer SV verlängert mit vier Leistungsträgern

Diyar Kücük, Julius Rahmig, Hasan Dalkiran und Hyoung-bin Park: Der Brinkumer SV hält weitere Leistungsträger in seinen Reihen.
01.04.2020, 14:55
Lesedauer: 3 Min
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Von Thorin Mentrup
Brinkumer SV verlängert mit vier Leistungsträgern

Diyar Kücük (rechts) ist einer der vier Spieler, die auch in der kommenden Saison für den Brinkumer SV auflaufen werden.

Braunschädel

Der eine ist ein Kraftpaket, der andere die Flexibilität in Person, der Dritte ein Beispiel an Siegeswillen und der Vierte einer der fleißigsten Mittelfeldspieler der Liga. Diyar Kücük, Julius Rahmig, Hasan Dalkiran und Hyoung-bin Park haben in dieser Saison nicht nur mit diesen Merkmalen und Charaktereigenschaften gezeigt, warum sie wichtig sind für den Brinkumer SV. Jetzt haben sie allesamt für ein weiteres Jahr beim Tabellendritten der Fußball-Bremen-Liga zugesagt. „Das freut uns total“, sagt Trainer Mike Gabel, der sich telefonisch mit seinen Leistungsträgern austauschte und sie von einer weiteren Saison am Brunnenweg überzeugte.

Fußball, Bremen-Liga, Brinkumer SV

Julius Rahmig

Foto: Braunschädel

Das Quartett kam geschlossen im vergangenen Sommer an den Brunnenweg, war Teil des Umbruchs, den Mike Gabel und Kevin Artmann vorangetrieben haben. Alle zählten schnell zum Stammpersonal. Am wenigsten überraschend kam das bei Julius Rahmig. Der 20-Jährige hat schließlich beim VfL Oldenburg Erfahrung in der Regionalliga gesammelt. Er legte in Brinkum einen Raketenstart hin, schoss in 14 Ligaspielen sieben Tore und packte im Pokal einen weiteren Treffer drauf. Eine Verletzung und ein USA-Aufenthalt bremsten ihn dann aus. Aus New York ist er mittlerweile zurück, auch sportlich geht es bergauf: „In vier Wochen darf Julius wieder belasten“, freut sich Gabel. Rahmig selbst meldete sich bei seinem Coach und unterstrich, in Brinkum bleiben zu wollen. Gabel nahm das Angebot allzu gern an. Schließlich hat sich Rahmig als äußerst flexibel erwiesen. „Julius ist unser Chamäleon. Er kann quasi jede Position spielen, weil er super ausgebildet ist und Regionalliga-Erfahrung mitbringt. Wir hoffen, dass er jetzt schnell gesund wird, denn er hat wahnsinnig viel Qualität.“ Bis auf Stürmer und Torwart hat Rahmig schon alles gespielt in Brinkum. Getroffen hat er interessanterweise aber nur als Linksverteidiger – und das als Rechtsfuß. Und teilweise auch per Kopf, obwohl er wahrlich nicht der Größte ist.

Hasan Dalkiran

Hasan Dalkiran

Foto: Mentrup

Eine feste Position haben die Brinkumer hingegen für Hasan Dalkiran gefunden. In der Innenverteidigung ist der 25-Jährige, der vom TSV Etelsen nach Brinkum kam, an der Seite von Esin Demirkapi gesetzt. „Hasan ist nicht ersetzbar, wenn es um Siegeswillen, Einsatzfreude und Einsatzbereitschaft geht. Da ist er ein absolutes Vorbild für jeden Spieler. Er stellt in jedem Spiel und manchmal auch in den Trainingseinheiten die persönliche Gesundheit in den Hintergrund für den Erfolg des Teams. Das ist beeindruckend. Leidenschaft in Reinkultur“, sagt der Coach über den kompromisslosen Zweikämpfer, der im Jürgen-Klopp-Sprech wohl ein echtes Mentalitätsmonster ist. „Von diesem Schlag gibt es nicht so viele“, weiß Gabel.

Diyar Kücük ist für den Coach „einer der besten Flügelstürmer der Liga“. Kücük bringe nicht nur eine enorme Physis und Präsenz mit, sondern auch eine gute Technik. „Vor allem ist er als Persönlichkeit gereift“, findet Gabel. Kücük, im August 2018 Torschütze für den BSC Hastedt im DFB-Pokal gegen Borussia Mönchengladbach, sei ein immer wichtigerer Faktor nicht nur auf dem Feld, sondern auch innerhalb der Mannschaft geworden. „Viele orientieren sich an ihm. Diese Rolle hat Dio angenommen, er zieht die anderen mit.“ Ganz bewusst habe das Trainerteam dem Offensivmann Verantwortung übertragen. „Es geht darum, dass Dio damit dann auch verantwortungsvoll umgeht. Und das tut er.“

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Hyoungbin Park

Foto: Braunschädel

Aus dem Mittelfeld der Elf vom Brunnenweg ist Hyoung-bin Park nicht mehr wegzudenken. „Er ist der perfekte Spieler für die Übergangsphasen im Spiel“, lobt Gabel den zentralen Mittelfeldspieler, der für die Verbindung von Defensive und Offensive sorgt. Das macht er so gut wie wenige andere in der Bremen-Liga. Park sei technisch stark, laufe extrem viel, arbeite gut gegen den Ball und spiele sehr sauber. „In diesen Bereichen zählt er zum oberen Drittel der Liga“, ist Gabel überzeugt. Nur etwas torgefährlicher könnte der Koreaner, der in der vergangenen Saison beim TB Uphusen spielte und beinahe beim Lüneburger Bezirksligisten FSV Langwedel-Völkersen gelandet wäre, noch sein, findet sein Trainer. Wobei der geniale Hackentreffer gegen Schwachhausen zum 2:1-Sieg für das lange Warten bis in den November entschädigte. Gegen Aumund-Vegesack legte er dann sogar sein zweites und bislang letztes Tor nach. Weitere sollen folgen, wenn der Ball wieder rollt.

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