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TV Stuhr: Mit mehr Präsenz im Mittelfeld in die Aufstiegsrunde

Der TV Stuhr will mit einem neuen System um die ersten beiden Plätze in der Fußball-Bezirksliga mitkämpfen.
02.09.2020, 12:41
Lesedauer: 3 Min
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TV Stuhr: Mit mehr Präsenz im Mittelfeld in die Aufstiegsrunde
Von Jannis Klimburg
TV Stuhr: Mit mehr Präsenz im Mittelfeld in die Aufstiegsrunde

Christian Meyer (vorn) und Stephan Stindt haben ihrem Team ein neues System eingeimpft. Damit soll es in die Aufstiegsrunde gehen.

Mentrup

Stuhr. Nach einem Abstieg dauert es normalerweise seine Zeit, bis man sich in der Liga wieder akklimatisiert hat. Das war auch beim TV Stuhr der Fall, der in der vergangenen Saison zurück in der Fußball-Bezirksliga war. Anfangs lief noch nicht alles rund, doch mit der Zeit fand sich die Mannschaft des Trainerduos Stephan Stindt und Christian Meyer immer besser zurecht. Als die Rot-Weißen ins Rollen gekommen sind, konnten unter anderem der spätere Aufsteiger TSV Wetschen und der Tabellendritte SV Heiligenfelde besiegt werden. Doch kurz darauf wurde dann die Spielzeit aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochen. „Wir haben das Beste aus der Situation gemacht“, befindet Meyer. „Mit Platz vier waren wir schon ganz zufrieden. Zumal wir die Top Drei wohl hätten nicht mehr angreifen können.“

In der kommenden Spielzeit, die an diesem Wochenende beginnt, muss es im Idealfall noch weiter nach oben gehen. Denn nur die ersten beiden Mannschaften qualifizieren sich für die darauffolgende Meisterrunde. „Und darum wollen wir auch definitiv mitspielen“, formuliert Meyer die Ziele, die die beiden Trainer mit der gesamten Truppe besprochen haben. „Aber dafür muss in der Vorrunde eben alles passen. Zum einen müssen wir ordentlich in die Saison starten und zum anderen dürfen wir uns nur wenige Patzer erlauben. Und die Liga ist mit sehr vielen guten Gegnern bestückt. Das wird schon schwierig genug.“

Steens Abgang schmerzt

Auch weil der TV Stuhr in der neuen Spielzeit auf einen Leistungsträger verzichten muss. Denn Dimitri Steen wird beruflich nun in Hamburg tätig sein und steht den Rot-Weißen deshalb nicht mehr zur Verfügung. „Der Abgang tut natürlich extrem weh, weil Dimi ein wichtiger Spieler für uns war“, seufzt Meyer. Ebenfalls Janik Troue wird dann aufgrund der zahlreichen Verletzungen nicht mehr zum Kader gehören.

In Zukunft möchte der TV Stuhr etwas verändern, wie Meyer verrät: „Wir werden im Mittelfeld etwas anders an den Start gehen, wir haben die Formation auf ein 4-4-2 angepasst. Entweder mit Raute oder eben mit zwei Sechsern.“ Auch weil sich der TV Stuhr einige Neuzugänge für das Mittelfeld geangelt hat. Fynn Rusche kehrt aus Augsburg zurück, aus der A-Jugend des JFV Weyhe-Stuhr stoßen Moritz Sagehorn und Marc-Dennis Hussels zum Kader hinzu und Max Opitz kommt vom TuS Varrel. Zudem werden sich vier Spieler aus der eigenen U19 nun bei der ersten Herren beweisen. „Mit 24 Spielern sollten wir ganz gut durch die Saison kommen“, ist sich Meyer sicher.

Zu Beginn der Vorbereitung hatte Stuhr noch arge Personalprobleme. „Einige waren im Urlaub, ein paar Spieler noch verletzt“, erzählt Meyer. Dennoch konnten die Rot-Weißen die ersten beiden Testspiele gegen den TV Dötlingen (4:2) und TSV Thedinghausen (4:1) souverän für sich entscheiden. „Das Team hat sich wirklich sehr gut präsentiert“, so Meyer. „Und das, obwohl wir teilweise mit einem sehr schmalen Kader angereist sind.“ Das war dann gegen den Bremen-Ligisten Habenhauser FV schon ganz anders. Mit 21 Spielern im Aufgebot schlug der TV Stuhr den HFV locker mit 5:1. „Die Neuzugänge haben sich auch wunderbar in den Kader integriert und machen einen richtig guten Eindruck“, schwärmt der Coach. Die einzige Niederlage kassierten die Stuhrer beim TuS Komet Arsten (1:4). Sehr optimistisch blickt Meyer dem Ligastart dennoch entgegen: „Das Spiel in Bassum wird gleich eine richtige Standortbestimmung. Doch wird sind ganz gut gewappnet.“

Weitere Informationen

Der Kader

Zugänge: Moritz Sagehorn, Marc Dennis Hussels (beide JFV Weyhe-Stuhr), Fynn Rusche (Schwaben Augsburg), Max Opitz (TuS Varrel), Constantin Godt, Paul Freuchen, Jesco Luca Wehrhahn, Fynn Lötzerich (alle eigene U 19).

Abgänge: Dimitri Steen (TSV Grolland), Bjarne Voigt (Studium in Hamburg), Janik Troue (Karriereende).

Restkader: Daniel Bischoff, Niklas-Jonah Lührs, Jannis Böttcher, Lennart Bischoff, Jenno Bülders, Riccardo Azzarello, Janis Öhlerking, Fabian Bischoff, Jan-Hendrik Schwirz, Tim Langreder, Henning Sawall, Torben Drawert, Rene Rogalla, Daniel Horeis, Adrian Herrmann, Tobias Peters, Jan Kondritz, Timo Wetjen, Andre Kück, Philipp Kruse.

Trainer: Christian Meyer und Stephan Stindt

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