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Gabel und Artmann bleiben beim BSV an Bord

Das Trainergespann Mike Gabel und Kevin Artmann verlängt um eine weitere Saison beim Fußball-Bremen-Ligisten Brinkumer SV.
22.06.2020, 16:17
Lesedauer: 3 Min
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Gabel und Artmann bleiben beim BSV an Bord
Von Jannis Klimburg

Sie wollten unbedingt mehr Punkte holen als in der Meistersaison 2017/18. Der Brinkumer SV war in der Fußball-Bremen-Liga bis zum Abbruch der Saison auch auf einem guten Weg. Der Tabellendritte hatte bis zum 21. Spieltag immerhin schon 47 Zähler verbucht. Den Rekord möchte die Elf vom Brunnenweg jetzt natürlich in der kommenden Saison knacken. Am liebsten verbunden mit der Meisterschaft und einem möglichen Aufstieg. Auch dann werden Trainer Mike Gabel und seine rechte Hand Kevin Artmann wieder an der Seitenlinie stehen. Denn jüngst hat das Trainerduo seinen Vertrag um eine Saison verlängert.

„Ich musste nicht lange mit Kevin darüber sprechen. Wir waren uns schon sehr früh einig, dass wir hier bleiben wollen. Es war eben nur eine Frage der Zeit“, beschreibt Gabel die schnellen Verhandlungen mit dem Verein. „Schon gegen Ende des vergangenen Jahres wussten wir, dass wir den Weg hier weitergehen wollen.“ Dabei hatte das Duo die Geschicke beim Brinkumer SV erst in der abgelaufenen Spielzeit übernommen. Doch von Anfang an waren der Klub und das Gespann auf einer Wellenlänge. „Der Verein bemüht sich, will sich weiterentwickeln, und die Verantwortlichen befinden sich auch im ständigen Austausch mit uns. Wir haben das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht. Wir haben den Umbruch eingeleitet und wollen die nächsten Schritte angehen“, betont der Chefcoach voller Enthusiasmus. Und der Umbruch ging wahrlich reibungslos über die Bühne. Es wurden zahlreiche neue Spieler geholt, einige Akteure haben den Verein in der zurückliegenden Spielzeit verlassen. Doch Gabel und Artmann haben der Mannschaft eine neue DNA verpasst. Mit der Zeit rückte das Team immer mehr zusammen und setzte die Ideen des Trainerduos immer gezielter um. Das Ergebnis: ein guter dritter Platz hinter dem Aufsteiger FC Oberneuland und dem TuS Schwachhausen. „Ich sehe noch eine Menge Potenzial in der Mannschaft. Wir können noch sehr viel erreichen“, weiß Gabel.

Lobeshymnen auf Artmann

Und das will er dann auch wieder mit seinem spielenden Co-Trainer Artmann tun. „Natürlich soll er in der kommenden Saison wieder einige Spiele bestreiten. Mit seiner Erfahrung bringt er die Mannschaft auf dem Platz extrem weiter und hat noch mal eine andere Sichtweise auf die Partie und den Gegner“, kennt Gabel den Vorteil eines Spielertrainers.

Fast jeden Tag tauschen sich die beiden während einer Saison aus, sprechen über die einzelnen Spieler, die Taktik, die Formation und das Training. „Unsere Denkweise ist ziemlich gleich. Auch Kevin denkt sehr ergebnisorientiert. Die gesamte Mannschaft schätzt ihn sehr“, schwärmt Gabel von seinem Co-Trainer.

Doch nicht nur in Bezug auf Artmann ist Gabel voll des Lobes. Auch vom Brinkumer SV ist der Übungsleiter mehr als begeistert: „Es passte einfach von Beginn an. Wir ziehen an einem Strang. Wir wollten viele strukturelle Dinge hier im Klub verbessern. Und der Verein macht es einfach, bemüht sich, unsere Ideen umzusetzen.“ So soll weiterhin die Ausstattung für die einzelnen Spieler verfeinert werden. „Bis hin zu den Badelatschen mit eigenem Logo“, scherzt Gabel. Auch einen eigenen Materialraum für die erste Herren hätte man mittlerweile bekommen. „Wir freuen uns jetzt schon total auf die neue Saison. Dann wollen wir so lange wie möglich um die Meisterschaft mitspielen“, unterstreicht Gabel.

Einige Spieler müssen gehen

Doch dann werden einige Akteure aus dem aktuellen Kader nicht mehr dabei sein. Wie Gabel mitgeteilt hat, werden Kevin Freistein, Marvin Ekuase, Hassan Sleiman, Marcel Dörgeloh und Gordy Mumpese den Verein verlassen. Auch ein Abgang von Leistungsträger Kerem Sahan scheint wahrscheinlich. „Er wird wohl seinen Weg in die Regionalliga finden. Und dabei werden wir ihn auch unterstützen“, sagt Gabel. Auf der anderen Seite hat sich der Brinkumer SV bereits gewaltig verstärkt, viele Änderungen wird es deshalb nicht mehr geben. „Ein neuer Keeper kommt noch hinzu, und dann haben wir noch einen Kaderplatz frei. Wir schauen einfach mal, was sich so ergibt“, hält sich der Coach noch bedeckt.

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