Bezirksliga Hannover Seckenhausens Knoten ist geplatzt

Die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst hat mit dem 4:1-Erfolg gegen den TSV Okel den ersten Dreier eingefahren.
05.09.2021, 19:58
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Seckenhausens Knoten ist geplatzt
Von Nastassja Nadolska

Iman Bi-Ria wirkte nach dem Abpfiff sichtlich erleichtert und zufrieden: „Es ist wirklich beeindruckend, was die Jungs nach dieser, ich sage mal, etwas schwierigen Zeit geleistet haben. Wir haben bisher kein Pflichtspiel gewonnen und haben dennoch eine gute Leistung hingelegt und mit dem Sieg diese Phase, denke ich, überwunden“, war der Coach der TSG Seckenhausen-Fahrenhorst voll des Lobes. Denn seine Mannen haben mit dem 4:1 (3:0)-Erfolg gegen den TSV Okel den ersten Dreier in der Saison geholt. 

Cord Clausen, Trainer des TSV Okel, wusste die Niederlage richtig einzuordnen: „In der ersten Halbzeit waren wir einfach nicht konsequent genug in den Zweikämpfen. Das kannst du dir gegen Seckenhausen einfach nicht leisten und das wissen die Jungs eigentlich auch. Im Großen und Ganzen haben wir aber auch gezeigt – vor allem in der zweiten Halbzeit –, dass wir uns nicht verstecken brauchen“, lautete das Fazit des TSV Coaches.

Das hat sich auch in den ersten Minuten der Partie gezeigt. Beide Mannschaften tasteten sich an die Partie heran, mit leichten Vorteilen für den Gastgeber. Mit langen Bällen versuchte Seckenhausen in die gegnerische Abwehrreihe zu kommen. Doch Okel hielt bis dahin dicht. In der 13. Minute musste Rico Volkmann, der für die verletzte Nummer eins Lucas Feldmann zwischen den Pfosten stand, zum ersten Mal hinter sich greifen. Nach Unstimmigkeiten in der Okeler-Defensive war es Sandro Wittig, der nach einer Flanke über die linke Seite am höchsten sprang und mit dem Kopf zum 1:0 traf. Von da an tankten die Seckenhauser von Minute zu Minute immer mehr Selbstvertrauen und machten es den Gästen aus Okel schwer. Unter anderem musste Okels Kapitän Steffen Quast den Ball an der Linie klären, nachdem Keeper Volkmann der Ball durch die Finger rutschte (23.). Drei Minuten später durfte die TSG dann wieder jubeln. Nach Zuspiel von Marcel Dörgeloh schnappte sich der starke Sinan Özütemiz denn Ball, TSV-Keeper Volkmann rannte zu früh raus, sodass Özütemiz den Ball links an ihm halbhoch vorbei lupfte und somit auf 2:0 erhöhte (26.). Auch im weiteren Verlauf machte Özütemiz, der über die rechte Seite immer wieder für Wirbel sorgte, auf sich aufmerksam. „Sinan hatte bis zu diesem Spiel keine Einsatzminute. Es war heute sein erstes Pflichtspiel, weil er in der Vorwoche sehr gut mittrainiert hat. Umso mehr freut es mich, dass er hier so gut abgeliefert hat“, sagte Iman Bi-Ria. Das Offensiv-Feuerwerk der Gastgeber ging weiter. Timon Wolff reihte sich in der 36. Minute mit seinem Treffer zum 3:0 als Nächster in die Torschützenliste ein.

Zu Beginn der zweiten Hälfte änderte sich am Spielgeschehen erst einmal nichts. Die Seckenhauser waren die dominierende Mannschaft und der TSV Okel verteidigte so gut es ging. Die 57. Minute änderte aber einiges: Nach einem Foul im Sechzehner der Okel sprach Schiedsrichter Felix Goebel der TSG einen Elfmeter zu. Wollf probierte es, scheiterte aber am Keeper Volkmann, der mit dem gehaltenen Elfmeter eine Art Aufbruchstimmung beim TSV auslöste. „Danach hingen die Köpfe etwas runter bei uns. Der Gegner hat sich natürlich aufgebäumt und ein bisschen Hoffnung gemacht“, beobachtete TSG-Coach Bi-Ria richtig. Denn eine knappe Minute später jubelten die Gäste durch den Anschlusstreffer von Jörn Kastens (58.). Seckenhausen wirkte von da an etwas unsicherer und bot dem TSV vor allem im Mittelfeld Räume, wodurch er wieder etwas mehr nach vorne spielen konnte. Zu einem richtigen Spielfluss kam es aber nicht, da die Partie von vielen Fouls geprägt und das Spiel zudem immer hektischer wurde. Die TSG fand aber auch ab und an den Weg nach vorne: Marcel Dörgeloh und Özütemiz hatten mit ihren Schüssen innerhalb weniger Sekunden den vierten Treffer auf dem Fuß. Doch Keeper-Volkmann parierte in allen Situationen stark. In quasi letzter Sekunde folgte aber dann doch das 4:1 durch Philipp Eggers (91.).

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