Fußball

Krisenduell geht an Heiligenfelde

Der SV Heiligenfelde gewinnt das Krisenduell der Fußball-Bezirksliga gegen den TV Stuhr am Ende souverän mit 3:0.
04.10.2020, 20:06
Lesedauer: 2 Min
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Von Jannis Klimburg
Krisenduell geht an Heiligenfelde

Heiligenfeldes Trainerduo Mustafa Cali (links) und Torben Budelmann kann nach dem zweiten Saisonsieg etwas aufatmen.

Thorin Mentrup

Stuhr. Bereits nach 15 Minuten schickte Heiligenfeldes Trainerduo Torben Budelmann und Mustafa Cali die gesamte Bank zum Warmmachen. Die Ansage an die erste Elf für die miserable Anfangsphase schien angekommen zu sein. Denn die Grün-Weißen schalteten daraufhin ein paar Gänge hoch, besiegten den TV Stuhr im Krisenduell der Fußball-Bezirksliga schließlich souverän mit 3:0 (1:0).

Danach sah es zu Beginn wahrlich nicht aus. Warum? Weil der TV Stuhr von Sekunde eins an sehr griffig in die Zweikämpfe ging, phasenweise sehenswert nach vorne kombinierte und auch einige Abschlüsse verzeichnen konnte. So zum Beispiel bereits nach fünf Minuten, als eine hohe Hereingabe von Tim Langreder beim aufgerückten Innenverteidiger Daniel Horeis landete, dessen Kopfball aber nur an die Latte streifte. Auch aus der Distanz versuchten es die Hausherren, doch der Versuch von Adrian Herrmann war dann zu harmlos (10.). Der SV Heiligenfelde operierte viel mit langen Bällen, die meistens keinen Abnehmer fanden. „Wir brauchen mehr Bewegung auf dem Platz“, schrie Budelmann immer wieder herein. Die Ansage schien bei seinen Spielern langsam anzukommen. Denn fortan zeigten sich die Gäste gefälliger im Kombinationsspiel. Und belohnten sich prompt für die Leistungssteigerung. Malte Garlich ließ einen Gegenspieler stehen, zog nach innen, um dann abzuschließen. Sein Schuss wurde noch leicht abgefälscht, sodass Stuhrs Keeper Niklas-Jonah Lührs chancenlos war (24.). „Das hätten wir schon verhindern können, in der Situation haben wir uns zu passiv angestellt“, monierte Stehphan Stindt, der zusammen mit Christian Meyer den TV Stuhr trainiert. Die Hausherren schienen in der Folge verunsichert, es fehlten die zündenden Ideen in der Offensive. Und Stürmer Riccardo Azzarello hing etwas in der Luft, weil er von Roman Obst auch ständig bewacht wurde.

Mehr Zug zum Tor entwickelten die Gäste dann im zweiten Abschnitt. Joshua Brandhoff setzte sich auf dem linken Flügel durch, sein Pass in die Schnittstelle erreichte Tobias Marquardt, der in die lange Ecke vollendete (51.). Fast eine Kopie von diesem Treffer war das 0:3. Mittels einer Drehung löste sich Brandhoff von seinem Gegenspieler, um so Marquardt mustergültig zu bedienen. Wieder blieb dieser vor dem Keeper eiskalt und schob ein (56.). „Stuhr, das ist viel zu einfach. Wir müssen wieder dagegen halten“, brüllte Christian Meyer herein. Seine Mannschaft hatte total den Faden verloren. Und sollte diesen in der restlichen Spielzeit nicht mehr wiederfinden. Im Gegenteil: Der TV Stuhr konnte sich bei Keeper Lührs bedanken, dass die Niederlage dann nicht noch höher ausfiel. „Anfangs waren wir viel zu ängstlich, haben uns dann aber ab der 20. Minute langsam gesteigert. In der zweiten Hälfte haben wir den Ball dann gut laufen lassen, hätten sogar noch ein Tor nachlegen können“, resümierte Heiligenfeldes Coach Budelmann.

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