Bezirksliga Hannover Sudweyhes Konzept geht auf

Jacobeit-Elf gewinnt gegen die TSG Seckenhausen-Fahrenhorst mit 3:1. TSG-Coach Iman Bi-Ria zeigte sich nach der Niederlage ernüchtert.
03.10.2021, 20:15
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Niklas Johannson

"Man hat heute die Cleverness des Tabellenführers gesehen", bilanzierte Iman Bi Ria. Der Trainer des Fußball-Bezirksligisten TSG Seckenhausen-Fahrenhorst war etwas ernüchtert nach der 1:3 (0:2)-Niederlage seines Teams gegen den TuS Sudweyhe. Schon das Hinspiel hatte Sudweyhe durch ein spätes Tor mit 2:1 gewonnen. Sudweyhes Coach Benjamin Jacobeit war erwartungsgemäß zufrieden. "Es hat heute richtig Spaß gemacht, den Jungs zuzugucken. Das war heute eines unserer besten Saisonspiele".

Vor allem freute er sich, dass das Sudweyher Konzept aufgegangen war. Sudweyhe spielte etwas defensiver als sonst und wollte Pressing-Situationen erzeugen. Das gelang vor allem vor den ersten beiden Toren nahezu perfekt. "Wir können ein Spiel offenbar nicht drehen, wenn es unglücklich läuft", so Bi Ria. Für Seckenhausen war es tatsächlich gleich doppelt schwierig. Nach dem 0:1 musste der bis dato laufstarke Christian Schwarz nach einem Zusammenprall mit dem kurz zuvor eingewechselten Hanjo Harjes mit blutender Kopfwunde und Verdacht auf Jochbeinbruch vom Platz. Sudweyhe führte da schon. Nach Pass in die Schnittstelle legte Bastian Helms per Hacke den Ball quer auf Hannes Lüdeke, der zum 0:1 traf (15.). Es war ein Tor wie aus dem Lehrbuch. Spätestens nach der schweren Verletzung war der ordentliche Start der TSG verpufft. "Es fehlte der Biss", sagte der TSG-Coach, der seinem Team dennoch einige gute Kombinationen bescheinigte.

Besser noch machten es die Sudweyher: Erneut schalteteten die Gäste nach einem laut Bi Ria "unnötigen Ballverlust" schnell, steckten den Ball auf Helms, der diesmal Marvin Zwiebler bediente – 0:2 (45.). "Dass wir auf Kunstrasen speilten, kam unserem schnellen Spiel zugute", betonte Sudweyhes Coach Jacobeit. Noch vor der Pause köpfte der ansonsten von Sudweyhe gut bewachte Philipp Kleingärtner an die Latte (45.+2). "Sudweyhe hat gut verteidigt und uns fehlte die Konsequenz vorm Tor", meinte Bi Ria. Spielerisch habe sein Team mitgehalten. Auch die Einwechslung von Sercan Durmaz erhöhte die Durchschlagskraft nicht nennenswert. Sudweyhe traf zum 0:3. Maximilian Wirth hatte geflankt und Jonas Grund traf per Kopf (59.). Marcel Dörgeloh verkürzte zwar prompt auf 1:3 (61.), als TuS-Keeper Jannik Theiß den Ball unsauber spielte. Doch Bi Ria vermisste einen Ruck in seinem Team. "Diese positive Emotionalität hat uns schon oft gefehlt."

Der dritte Offensivmann Marco Brockmann vergab die große Chance zum 2:3, weil er eben nicht den Ball querlegte. "Wir hätten dann den Sack zumachen müssen", fand Jacobeit doch noch etwa Kritisches. Zwiebler und Maximilian Degenhardt trafen nur die Latte. Kurz vor dem Abpfiff traf auf der Gegenseite Jannis Helmbold nur den Pfosten (88.). Anders als die Sudweyher vor der Pause hatte auch er nicht quergelegt auf Brockmann.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+