Gemeinde Stuhr

Viele Neulinge bei Aufräum-Aktion dabei

Die Gemeinde Stuhr ist zufrieden mit den diesjährigen Umweltspaziergängen, die als corona-konforme Variante der Aufräum-Aktion stattgefunden haben. Daran beteiligten sich auch viele Bürger zum ersten Mal.
30.04.2021, 16:29
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Viele Neulinge bei Aufräum-Aktion dabei
Von Esther Nöggerath

Stuhr. „Stuhr hat aufgeräumt“, sagt Bürgermeister Stephan Korte, der zufrieden auf die diesjährigen Umweltspaziergänge blickt, die anstelle der sonst konzentrierten Sammelaktion in der Gemeinde stattgefunden haben (wir berichteten). Über einen Zeitraum von vier Wochen haben die Bürger im März und April die Natur und die Straßen in Stuhr von Unrat und Müll befreit und dabei diverse Abfallsäcke gefüllt. Familien, Paare oder Einzelpersonen konnten sich an Ausgabestellen Müllsäcke abholen und dann bei ihren Spaziergängen herumliegenden Abfall einsammeln und später wieder abgeben - „Stuhr räumt auf“ sozusagen in der corona-konformen Version.

„Das ist scheinbar sehr gut angenommen worden“, hat Korte festgestellt. Von den Organisatoren aus den Ortsteilen und auch von Einzelpersonen habe er durchweg positive Rückmeldungen zu der Aktion erhalten. „Einige fanden das Format auch besser, weil es zeitlich flexibler war“, erzählt der Bürgermeister, der allerdings nicht sagen kann, wie viele Müllbeutel genau ausgegeben und gefüllt wieder abgegeben worden sind. „In Stuhr wurde der aufgestellte Container wöchentlich geleert“, weiß er aber zu berichten. „Es würde mich nicht überraschen, wenn am Ende genauso viel Müll wie bei der konzentrierten Aktion in den Vorjahren zusammengekommen ist“, erklärt Korte.

Dass trotz Corona jeder die Möglichkeit hatte, sich an der Müllsammelaktion zu beteiligen, darüber habe sich auch die Ahmadiyya Muslim-Gemeinde in Brinkum sehr gefreut, heißt es seitens der Gemeinde. Die Brinkumer seien wie erwartet auch dieses Jahr wieder tatkräftig dabei gewesen. Nicht ganz so viel Müll wie in den Vorjahren erbracht hat die Aktion laut dem Sportfischerverein Bremen-Stuhr. Sie sei aber dennoch ein voller Erfolg gewesen. Auch in Fahrenhorst gab es eine ganze Reihe engagierter Familien, die sich beteiligt haben. Zufrieden zeigte sich auch der Förderverein Gut Varrel, der die Müllsammelaktion wieder als Erfolg verbuchte und bei dem neben bekannten Sammlern auch neue Mitstreiter mitmachten.

In Groß Mackenstedt war es, wie berichtet, zunächst etwas schleppend angelaufen. In den letzten Wochen der Aktion habe diese dann aber noch einmal richtig Fahrt aufgenommen und der Bauhof musste mehrmals Müll von der Abgabestation abholen. Viele Familien haben sich in dem Ortsteil auch erstmals an der Aktion beteiligt. Andersherum war es in Moordeich beim TV Stuhr, wo vor allem in den ersten beiden Wochen die Resonanz sehr hoch war. Täglich wurden da Müllsäcke am Vereinsheim abgestellt. Der 650 Liter große Container sei immer gut gefüllt gewesen und wurde wöchentlich durch die AWG geleert. Mehrfach zwischengeleert wurde auch die bereitgestellte Mülltonne in Heiligenrode und Neukrug, wo laut Gemeinde sogar noch am Wochenende nach Ablauf des eigentlichen Aktionszeitraumes fleißig gesammelt wurde.

Zu Beginn der Aufräum-Aktion war Bürgermeister Stephan Korte noch etwas skeptisch, ob die Umweltspaziergänge tatsächlich genauso viel Zulauf haben würden wie die sonst gemeinsame Sammelaktion. „Ich hatte da erst ein bisschen Sorge“, gesteht er. Denn zu dem Event gehöre eben nicht nur das Sammeln, sondern auch das gesellige Zusammenkommen im Anschluss. „Aber ich wurde positiv überrascht“, sagt Korte nun im Nachhinein. Weil die Aktion auch viele Neulinge angesprochen hat, die sonst aus zeitlichen Gründen vielleicht nicht beim Sammeltag dabei sein konnten, könnte er sich auch eine Kombination aus beiden Angeboten vorstellen: „Die Überlegung meinerseits ist, ob man das nicht künftig beides anbietet“, erklärt der Bürgermeister.

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