Geplante Förderregion Stuhr-Weyhe Rege Teilnahme im Netz

Stuhr und Weyhe sind auf dem Weg zu einer gemeinsamen Entwicklungsstrategie. Die Online-Beteiligung der Bevölkerung zur Erarbeitung des Regionalen Entwicklungskonzepts Stuhr-Weyhe ist abgeschlossen.
18.01.2022, 17:13
Lesedauer: 3 Min
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Rege Teilnahme im Netz
Von Wolfgang Sembritzki

Stuhr/Weyhe. Die Gemeinden Stuhr und Weyhe arbeiten seit November des vergangenen Jahres daran, eine gemeinsame Entwicklungsstrategie für die Beantragung von Fördermitteln aus dem sogenannten Leader-Programm der Europäischen Union zu erstellen. Besonderer Wert wird dabei auf die Einbindung der Bevölkerung gelegt. Bis Montag vergangener Woche hatten Einwohner der Gemeinden die Möglichkeit, sich in einem Online-Beteiligungsformat zu insgesamt sieben Handlungsfeldern zu äußern. Auf diesen soll dann die spätere regionale Entwicklungsstrategie aufbauen. Mittlerweile liegen die ersten Ergebnisse vor, teilen die Verwaltungen der Gemeinden mit.

Gab es in der Woche vor Ablauf der Beteiligungsfrist noch rund 140 Kommentare (wir berichteten), sind über das Wochenende noch einmal einige hinzugekommen, sodass unter dem Strich nun rund 320 Hinweise von interessierten Bürgern stehen. "Wir finden es schön, dass es auf den letzten Metern rege genutzt wurde", freut sich Weyhes Gemeindepressesprecher Sebastian Kelm. Für das regionale Entwicklungskonzept (REK) sind sieben Handlungsfeldern vorgesehen, zu denen die Teilnehmenden Leitfragen beantworten konnten.

Die Schwerpunkte des Interesses lagen bei den Themen Mobilität sowie Natur-, Umwelt- und Klimaschutz, aber auch die anderen Handlungsfelder hätten viel Aufmerksamkeit erhalten. Einen Spitzenreiter gab es aber doch: "Der Mobilitätsaspekt ist besonders stark kommentiert worden", erklärt Gerd Reesas vom Büro Plan-Werkstadt, das für die Auswertung der Ergebnisse zuständig ist. Diese fließen in die Erstellung des Entwicklungskonzepts ein, mit dem sich die Gemeinden dann auf die Fördermittel bewerben. Man sei jedoch noch zu früh in der Planungsphase, um anzugeben, für welche konkreten Projekte mögliche Fördermittel eingesetzt werden könnten.

Anregungen gibt es dazu allerdings genug: Diese reichten von sehr konkreten Vorschlägen zu Vorhaben bis hin zu Empfehlungen für strategisches Handeln der Region. „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Padlet-Befragung haben uns spannende Hinweise für die weitere Arbeit mitgegeben“, so der Weyher Bürgermeister Frank Seidel. Stuhrs Bürgermeister Stephan Korte ergänzt: „Im nächsten Schritt gilt es, daraus Entwicklungsziele zu formulieren und Leitideen zu schärfen.“ Laut Planer Gerd Reesas werde in den kommenden zwei Monaten eine Geschäftsordnung und ein Finanzplan aufgestellt. Zudem werde ein Begleitgruppe aus regionalen Akteuren installiert, so der promovierte Ingenieur.

Was auch noch fehlt: der Name. Bei der Suche nach einem geeigneten Namen für die geplante Förderregion finden sich rund 25 Anregungen, die allerdings nur ein erster Einstieg seien. Die endgültige Entscheidung liegt bei den Verwaltungsvorständen, eventuell werde die Namenssuche auch noch etwas verlängert, so Reesas. Auch, ob es ein eigenes Logo für das Projekt geben soll, sei noch genauer zu klären. Vorgebracht wurden unter anderem die Namen Steyhe, WEST oder Ochtum-Pakt.

Die beiden Gemeindeverwaltungen und das Bearbeitungsteam seien damit zufrieden, dass sich so viele mit ihren Ideen und Anregungen eingebracht und damit an der Entwicklungsstrategie der Region mitgearbeitet haben. "Das war qualitativ hochwertig und fachlich total beeindruckend", so Stuhrs Erste Gemeinderätin Bettina Scharrelmann. Für sie hätten sich "viele spannende Ideen" aufgetan, darunter auch Aspekte, die man in Angriff nehmen könnte, selbst wenn keine Fördermittel fließen sollten. Als Beispiele nennt Scharrelmann etwa die Regenwassernutzung oder die Stärkung des Verkaufs ökologischer und regionaler Lebensmittel, unter anderem auch an Schulen. Hier gelte es, kurze Wege für alle Beteiligten zu schaffen, etwa über regionale Einkaufsplattformen.

Die beiden Gemeinden werden in den kommenden Wochen gemeinsam mit der noch zu gründenden Begleitgruppe weiter am REK arbeiten. Die Ergebnisse werden anschließend wieder öffentlich vorgestellt und die Bevölkerung werde erneut die Gelegenheit erhalten, diese in einer Online-Beteiligung zu kommentieren. Das ist für Anfang März geplant.

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