Ein Konzert voller Talente

Großer Anklang im Rathaussaal

Es herrschte eine angespannte Stimmung im Stuhrer Rathaussaal. Den begnadeten Musikern und deren Eltern war die Erleichterung nach einem faszinierenden Abschlusskonzert von „Jugend musiziert“ anzumerken.
18.02.2019, 16:59
Lesedauer: 2 Min
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Von Anke Bayer-Thiemig

Landkreis Diepholz/Stuhr. Es war ein Konzert der Besten, und diese Besten haben so befreit gespielt wie sie eben konnten. Der 56. Regionalwettbewerb von „Jugend musiziert“ hat am Sonntag zum Abschlusskonzert in das Stuhrer Rathaus eingeladen. Dabei begeisterten die jungen Preisträger aus dem nördlichen Landkreis Diepholz und zeigten, warum sie erfolgreich sind und zu Recht eine Urkunde, ein Foto und eine handvoll Süßes von der stellvertretenden Bürgermeisterin Sigrid Rother, Ralf Warneke als Vertreter des Sponsors Kreissparkasse und dem stellvertretenden Landrat, Volker Meyer, erhielten. Für ein paar Nachwuchskünstler geht der Weg weiter nach Hannover, wo Ende März die Landesmeisterschaften ausgetragen werden. Thore Schüttemeyer, Tim Kleemann und Greta Witt erhielten zudem den Förderpreis „Novissima“ des Syker Vorwerk-Zentrums für zeitgenössische Kunst.

Das Projekt „Jugend musiziert“ gilt als das renommierteste Musikförderprojekt Deutschlands. Gut eine dreiviertel Million Kinder und Jugendliche haben bereits mitgemacht. Für einige von ihnen ist es die erste Stufe auf einer erfolgreichen musikalischen Karriere-Leiter. Der erste „Jugend musiziert“-Wettbewerb fand im Jahr 1964 statt. Hintergrund damals war die Suche der besten Talente für die vielen Kulturorchester zu der Zeit. Im Laufe der Jahre sind immer mehr Instrumente anderer Bereiche dazugekommen. Etliche weltberühmte Musiker haben einst bei „Jugend musiziert“ vorgespielt. So gewann die Violinistin Anne-Sophie Mutter als Elfjährige den Wettbewerb, oder auch die Weltklasse-Klarinettistin Sabine Meyer, die 1983 eine der ersten Frauen bei den Berliner Philharmonikern gewesen ist.

Die Stimmung im Rathaussaal war kribbelig. Natürlich waren die Kinder und Jugendlichen, die alle schick angezogen waren, aufgeregt. Aber nicht nur sie, auch auf viele Eltern und Großeltern, die ihren Nachwuchs auf öffentlicher Bühne hören und sehen wollten, übertrug sich die Aufregung.

„Musik ist unerschöpflich“, eröffnete Rother die 90-minütige Veranstaltung. „Persönlich und live ist es immer noch am schönsten“, sagte Organisatorin Yvonne Sextroh, die auch die Moderation des Events übernahm und „keine Musik aus der Dose“ mag.

Talentierte Solisten und virtuose Ensembles waren zu hören. Verschiedene Instrumente wie Violine, Viola und Klavier boten den Zuhörern eine abwechslungsreiche Musikauswahl.

Nachdem Isabel Maßberg und Elise Hess mit dem Fröhlichen Landmann (Happy Farmer) von Robert Schumann – eine der Melodien, die in der klassischen Musik für den Frühling stehen – das Konzert eröffnet hatten, konnten sich die Zuhörer einen Eindruck von der Musikalität des Preisträger-Ensembles in den verschiedenen Altersgruppenwertungen machen. Die Gäste erfreuten sich an Stücken wie „Marsch der Zinnsoldaten“ oder dem Elfentanz von Esra Jenkinson.

Erste und zweite Preisträger stellten ihre Fähigkeiten unter Beweis: Isabel Karolin Maßberg (Viola), Elise Hess (Klavier), Thore Schüttmeyer (Violine), Emil Kuz (Klavier), Anna Hauschild (Violine), Zoe Helene Budelmann (Violine), Katharina Oerke (Violine), Alexander Reinhardt (Klavier), Emelie Marie Maßberg (Violine), Tim Reinhardt (Klavier), Greta Witt (Violine), Mirja Sophie Maßberg (Violine), Amelie Bergmann (Klavier), Jennifer Aldag (Violine), Tjark Ove Stuckenschmidt (Klavier) sowie Tim Kleemann (Violine).

Das Konzert zeigte wieder einmal, wie viel Spaß und Freude die Musik bereiten kann, sowohl den jungen Musikern als auch den Zuhörern. „Hervorragender und kurzweiliger kann ein Programm nicht sein“, lobte eine Besucherin. Warneke betonte: „Musik ist etwas Wunderbares“.

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