Verpflichtung zur Erklärung Neue Grundsteuerbescheide in Stuhr erst ab 2024

Im Zuge der Grundsteuerreform haben auch die Stuhrer Eigentümer Post vom Finanzamt erhalten. Die Gemeinde Stuhr weist darauf hin, dass die Erklärung verpflichtend ist.
30.06.2022, 15:24
Lesedauer: 2 Min
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Neue Grundsteuerbescheide in Stuhr erst ab 2024
Von Claudia Ihmels

Stuhr. Grundstückseigentümer haben in den vergangenen Wochen vermutlich bereits Post vom Finanzamt erhalten. Denn ab dem 1. Juli und bis spätestens zum 31. Oktober müssen sie eine Steuererklärung für ihren Grundbesitz abgeben. Auf Grundlage der Angaben wird im Rahmen der Grundsteuerreform dann der neue Grundsteuermessbescheid erlassen. Darüber werden die Eigentümer und die Gemeinde Stuhr informiert. Die Gemeinde Stuhr hat nun im Eingangsbereich des Rathauses an der Blockener Straße 6 auch eine Informationstafel aufgestellt, um den Bürgern das Wichtigste in Kürze zu erklären. Viel lässt sich außerdem online nachlesen.

"Die Abgabe der Steuererklärung ist verpflichtend und ausschließlich elektronisch über Elster möglich", teilen Kämmerer Christoph Richter und Jacqueline Trendel, Fachdienstleiterin Finanzen, mit. Stichtag war der 1. Januar 2022, wer zu dem Zeitpunkt Eigentümer war und zwischenzeitlich verkauft hat, müsse die Erklärung trotzdem noch abgeben. 

Man müsse zudem davon ausgehen, dass sich die neuen Messbeträge häufig von den zurzeit geltenden Messbeträgen unterscheiden. Hintergrund sei das von der Landesregierung Niedersachsen gewählte „Flächen-Lage-Modell“. Die neue Berechnungsformel solle die Transparenz erhöhen, nachvollziehbar sein und rechtssicherer als die bundeseinheitliche Berechnungsgrundlage. "Es ist zu erwarten, dass bestimmte Grundstückseigentümer künftig mehr Grundsteuer an die Gemeinden abführen müssen, andere wiederum sollten etwas weniger als vor der Reform zahlen", schätzen die Experten im Rathaus. Wer etwa abschätzen möchte, was ihn erwartet, können auf dem vom Landesamt für Steuern Niedersachsen bereitgestellten Grundsteuer-Viewer nachschauen (www.grundsteuer-viewer.niedersachsen.de).

Da das Finanzamt Syke insgesamt von einer Bearbeitungszeit bis etwa Ende 2023 ausgeht, schätzen Richter und Trendel, dass eine erste politische Beratung mit den neuen Messbeträgen voraussichtlich erst im Jahr 2024 stattfindet. Erst nach dem politischen Beschluss werden alle Eigentümer im Laufe des Jahres 2024 einen neuen Grundsteuerbescheid von der Gemeinde Stuhr erhalten, der ab dem Jahr 2025 gelten wird. 

Für Fragen zur Abgabe der Steuererklärung oder zur Berechnung der neuen Grundsteuerbemessung sei das Finanzamt Syke der richtige Ansprechpartner. Die Gemeinde verweist dazu auf die eigens eingerichtete Hotline des Finanzamtes unter der Telefonnummer 0 42 42/16 23 30. Diese ist montags bis donnerstags von 8 bis 15 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Weitere Informationen und Hilfestellungen finden sich außerdem im Internet unter www.lstn.niedersachsen.de/steuer/grundsteuer.

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