Handball Landesliga Männer

HSG Stuhr feiert ersten Sieg

Die HSG Stuhr gewinnt einen Handball-Krimi gegen die Reserve der HSG Delmenhorst. Den entscheidenden Treffer des Spiels markierte Robert Gums acht Sekunden vor dem Ende.
10.10.2021, 13:50
Lesedauer: 2 Min
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Von Niklas Johannson

Der Jubel bei den Handballern der HSG Stuhr war riesengroß, nachdem Christoph Schneider den letzten Angriff der HSG Delmenhorst II mit einem starken Block zunichte gemacht hatte. Denn damit standen ein umkämpfter 27:26 (13:12)-Heimsieg und die ersten Punkte der noch jungen Spielzeit für die Stuhrer zu Buche. "Das ist ein überragender Sieg. Unsere Kreisläufer haben uns heute gerettet", freute sich HSG-Trainer Mike Owsianowski.

Den besseren Start in die Partie erwischten die Gäste aus der Delmestadt: Durch ein Tor von Marcel Cuda lag Stuhr erstmals mit zwei Treffern in Rückstand – 3:5 (9.). Im Laufe der Begegnung sollte sich jedoch ein Spiel auf Augenhöhe entwickeln. Zur Halbzeit bejubelten die Hausherren eine hauchdünne 13:12-Führung.

Nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer in der Halle am Brunnenweg eine spannungsgeladene Begegnung, die bereits in Minute 31 ihren aus Stuhr-Sicht ersten negativen Höhepunkt verzeichnete: HSG-Spieler Marco Walker sah nach einem rustikalen Foulspiel im Tempogegenstoß die Rote Karte. "Ich habe es leider nicht genau sehen können. Es war für uns auf jeden Fall unglücklich, dass wir so noch einen Spieler weniger in der Abwehr hatten, der Luft bringen kann", betonte Owsianowski.

Die Gastgeber wehrten sich dennoch weiter nach Kräften und hielten das Duell bis zum Ende offen. Keine der beiden Teams schaffte es, sich mal mit drei Toren abzusetzen. In der Schlussphase nahm Stratege Malte Blume das Stuhrer Angriffsspiel in die Hand. Durch überzeugende Läufe in den Kreis holte er gleich zwei Siebenmeter heraus, die er auch beide sicher zum 24:24 (53.) beziehunsgweise 25:25 (56.) verwandelte.

Drei Minuten vor dem Ende lag Stuhr dann aber wieder mit einem Tor hinten – 25:26. Doch HSG-Rechtsaußen Robert Gums stellte fast im Gegenzug den wichtigen Treffer zum erneuten Ausgleich her. Anschließend stand die Deckung der Gastgeber sehr kompakt und sollte keinen weiteren Gegentreffer mehr zulassen. 40 Sekunden vor Abpfiff fasste sich der Delmenhorster Marcel Cuda ein Herz, warf allerdings deutlich am Tor vorbei. Damit hatte die Owsianowski-Sieben den Sieg in der eigenen Hand. Der Coach nahm 32 Sekunden vor Schluss seine letzte Auszeit: "Ich habe den Jungs gesagt, dass sie den Angriff ruhig durchspielen und eine eigene Entscheidung treffen sollen."

Dieser Plan ging auf: Nach einem tollen Spielzug stand erneut Gums frei und warf den Ball eiskalt am Delmenhorster Torwart Lukas Rieger vorbei ins Netz zum 27:26-Sieg (60.). "Unsere Außen haben sehr gut getroffen. Insgesamt haben wir eine starke Moral bewiesen. Es macht bei uns langsam Klick", sagte Owsianowski, der allerdings in der Deckung noch Verbesserungspotenzial sieht: "In der Abwehr können wir mehr, da waren zwei, drei Undiszipliniertheiten dabei."

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