Jugendfußball Heiligenrodes umjubelte Premiere

Beim sechsten Wassermühlen-Cup gewinnt zum ersten Mal ein Jungenteam der Gastgeber ein Turnier. Die U9-Talente lassen dabei auch ihren Namensvetter aus Hessen hinter sich.
01.07.2019, 17:56
Lesedauer: 3 Min
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Von Sven Hermann

Die U9-Junioren-Fußballer des TSV Heiligenrode schwimmen weiter auf der Erfolgswelle. Eine Woche nach dem 7:2-Erfolg im Kreispokalfinale gegen den FC Sulingen sicherten sich die jungen Kicker des Trainerduos Marcus Aust und André Weimann jetzt auch den Sieg bei der sechsten Auflage des Wassermühlen-Cups, den der TSV selbst ausrichtet. Im Finale bezwang der Nachwuchs der Gastgeber OT Bremen mit 3:1 nach Siebenmeterschießen, nachdem es nach regulärer Spielzeit 1:1 gestanden hatte. Schöne Randnotiz: Sechs Jahre dauerte es, ehe erstmals ein Jungenteam der Gastgeber den eigenen Cup gewann. Beim Turnier kam es zudem zum reizvollen Ländervergleich zwischen dem niedersächsischen TSV Heiligenrode und dem TSV Heiligenrode aus Hessen.

Nach dem am Auftakttag bei den U7-Junioren des FC Union 60 Bremen im Siebenmeterschießen gegen die TSG Osterholz-Gödestorf triumphiert hatte, startete am zweiten Tag die U9 des Gastgebers optimal ins Turniergeschehen. Gegen den Bremer Vertreter TuS Komet Arsten landeten die Platzherren einen ungefährdeten 4:1-Sieg. Sehr zur Freude vom Turnierorganisator und Leiter der Heiligenroder Jugendfußball-Sparte Thomas Hake-Söhle. „Alle Teams sind trotz der extremen Hitze gekommen. Sie kommen aus den unterschiedlichsten Kreisen und Regionen. Vielleicht werden wir deswegen die Spielzeit nach der Vorrunde von 13 auf zehn Minuten verkürzen“, sagte er mit Blick auf die hohen Temperaturen. Dem Heiligenroder Nachwuchs konnte das Wetter alllerdings nichts anhaben. Gegen die JSG Löwen, eine Spielgemeinschaft aus den Vereinen Riede, Thedinghausen und Emtinghausen folgte ein 3:1-Erfolg. Im abschließenden dritten Gruppenspiel fand dann der Vergleich zwischen den beiden Heiligenroder Mannschaften aus Niedersachsen und Hessen statt. Bis kurz vor dem Abpfiff führten die Platzherren, bei denen Alexander Fröhlich, Lionel Balters und Jamah Lange trafen, mit 3:2, mussten sich nach einem Doppelpack der Gäste aus der Nähe von Kassel jedoch noch mit 3:4 geschlagen geben. Es sollte die einzige Turnier-Niederlage der Gastgeber bleiben, die ihnen ausgerechnet die befreundeten namensgleichen Heiligenroder zufügte.

Am Anfang steht ein Missverständnis

Die Hessen, die bereits am Freitag in den Norden gereist und in einer Jugendherberge in Rotenburg/Wümme untergebracht waren, nahmen zum zweiten Mal in Folge am Wassermühlen-Cup teil. Begleitet wurden die jungen Fußballer von einigen Eltern, die in ihren T-Shirts mit der Aufschrift „Die Knilche“ gut auszumachen waren. „Wir haben beide Teams bewusst in einer Vorrunden-Gruppe untergebracht, um dieses reizvolle Duell zu ermöglichen. Schon im Vorjahr haben sich beide Mannschaften toll verstanden. Im Lager der gastgebenden Heiligenroder zieren Schals beider Vereine einen Teddybären“, berichtete Hake-Söhle. Es waren Missverständnisse, die den Kontakt zwischen beiden Vereinen ebneten. „Hessiche Eltern wollten ihre Kinder anmelden und sind irrtümlicherweise auf unserer Vereinsseite gelandet. Dadurch haben wir erst Kenntnis darüber bekommen, dass es diesen Verein gibt. Wir fanden die Idee einer Teilnahme des hessischen TSV witzig und haben sie dann einfach angeschrieben“, erzählte Hake-Söhle. Auch Thorsten Donner, Coach des hessischen TSV Heiligenrode, berichtete von diversen Missverständnissen. „Wir haben Anfragen von Eltern bekommen, die ihr Kind zum Training beim niedersächsichen TSV Heiligenrode vorbeischicken wollten und dann bei uns gelandet sind. Darüber hinaus haben wir nach Turnieren gesucht und sind dann auf den Wassermühlen-Cup gestoßen“, schilderte Donner und schmunzelte.

Beide Heiligenroder Teams qualifizierten sich für das Viertelfinale, das über zehn Minuten ausgetragen wurde. Während der niedersächsische TSV im Nordkreisduell dem TSV Melchiorshausen beim 5:1 nicht den Hauch einer Chance ließ, schieden die Hessen nach der 1:2-Niederlage gegen die SG DHI Harpstedt aus. Furios spielten die Gastgeber dann auch im Halbfinale und bezwangen die SG Arbergen-Mahndorf durch Treffer von Lange (2), Balters und Paul-Matti Uhde mit 4:0. Im Endspiel traf der TSV dann auf OT Bremen.

Die Bremer, die zuvor an Pfosten und Latte gescheitert waren, gingen nach fünf Minuten in Führung. Doch Fröhlich schaffte postwendend den Ausgleich. Im Siebenmeterschießen trafen Lange und Fröhlich für den TSV, OT scheiterte dagegen am Querbalken und am Heiligenroder Torhüter Paul Bode. Trotz der Niederlage gegen die Gastgeber waren die Bremer voll des Lobes für das Turnier. „Ein toller Rasen und schöne Sonne, mehr braucht man nicht“, schwärmte OT-Coach Bartosz Napora. „Das Turnier war super. Der Modus, der den Jungs viel Spielzeiten und wenig Wartezeiten bescherte, war mega“, schlug Arbergen-Mahndorfs Trainer Thomas Pfau in die gleiche Kerbe. Stolz präsentierte sich das Trainerduo Aust und Weimann vom Turniersieger: „Nach dem Kreispokalsieg haben die Jungs erneut eine Bombenleistung gezeigt. Die hohe Trainingsbeteiligung im Laufe der Saison hat sich auch heute bezahlt gemacht. Trotz der Hitze war das Team konditionell super drauf.“

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