Hospizverein Stuhr Infostand und neuer Kurs für Helfer

Der Hospizverein Stuhr präsentiert sich anlässlich des Welthospiztages am 8. Oktober vor seinen Räumen an der Syker Straße in Brinkum. Zudem bildet er ab Januar 2023 wieder ehrenamtliche Hospizbegleiter aus.
06.10.2022, 12:33
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Infostand und neuer Kurs für Helfer
Von Alexandra Penth

Stuhr. Anlässlich des Welthospiztages will der Hospizverein Stuhr an diesem Sonnabend, 8. Oktober, auf seine Arbeit und seine Netzwerkpartner aufmerksam machen. Dazu bauen die Aktiven von 9 bis 15 Uhr einen Infostand vor den Räumen an der Syker Straße 37 auf. Auch einen Flohmarkttisch unter anderem mit Strickwaren, Büchern und Spielen wird es geben, wie Koordinatorin Ursula Krafeld ankündigt. Darüber hinaus startet der Hospizverein am Freitag, 20. Januar 2023, seine siebte Qualifizierung für Hospizbegleiter an der Syker Straße 37. Dauern wird diese bis zum 7. Juni bei einem Umfang von 100 Unterrichtsstunden. An drei Wochenenden, einem Praxistag und 13 Themenabenden mit ein bis zwei Exkursionen eignen sich die Teilnehmer Wissen über die Physiologie und Psychologie des Sterbens an.

Ehrenamtliche Hospizbegleiter schenken nicht nur Zeit, hören zu und erfüllen Wünsche. Sie nehmen auch in den Blick, wie Sterbende oder Schwerstkranke in das soziale Umfeld eingebettet sind und tragen zur Entlastung der Angehörigen bei. Die Betreuung erfolgt zu Hause, in Pflegeheimen oder in anderen stationären Bereichen. "Es gibt in der Qualifizierung auch einen Selbsterfahrungsanteil, um für die Begleitung stabil zu sein", sagt Ursula Krafeld. Eine gewisse Grundstabilität müsse aber von Anfang an vorhanden sein, denn: "Das ist keine Therapie." Begleiter müssten sich und eigene Wertvorstellungen zudem zurücknehmen, um sich auf den Sterbenden einzulassen.

"Manchmal haben wir auch Menschen dabei, die aus Eigeninteresse und beruflichem Hintergrund teilnehmen", sagt Krafeld. Am Ende der Qualifizierung erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat, das sie befähigt, als ehrenamtliche Hospizbegleiter bei jedem ambulanten Hospizdienst in Deutschland tätig zu werden. Derzeit sind 19 Hospizbegleiterinnen und -begleiter in Stuhr aktiv, was jedoch "keine stabile Größe" darstellt. Denn immer wieder scheiden Helfer aus persönlichen Gründen aus oder sind beruflich eingespannt, sodass einige Begleitungen für sie nicht infrage kommen. "Je größer der Pool, desto mehr können wir bedienen", sagt Krafeld. Wichtig sei auch immer die Einhaltung von Pausen zwischen Begleitungen. Zuletzt hatte das jedoch nicht immer geklappt. Einige Hospizbegleiter mussten zwei bis drei Fälle parallel übernehmen. "Das geht normalerweise nicht", sagt Krafeld.

Weitere Informationen sind auch unter www.hospizstuhr.de abrufbar oder unter der Nummer 01 51 / 75 01 24 31 erhältlich. Die Kursgebühr beträgt 280 Euro, soll jedoch kein Hinderungsgrund für eine Teilnahme sein, sagt Ursula Krafeld, die darum bittet, bei Interesse ein Gespräch zu vereinbaren. Der Verein sucht derweil auch Aktive für die Vorstandsarbeit. Im Frühjahr 2023 wird der Vorsitz frei, wer Interesse hat, kann sich ab sofort melden. Aber auch eine Fördermitgliedschaft oder Spenden sind möglich, um die Arbeit des Hospizvereins zu unterstützen. 

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+