Startschuss für neue Veranstaltungsreihe

Kunst und Kultur mit Picknick-Atmosphäre

Am 19. September findet mit dem Open-Air Heiligenrode die erste Veranstaltung dieser Art auf der Mühlenwiese statt.
14.09.2021, 12:42
Lesedauer: 3 Min
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Von Ina Ulbricht
Kunst und Kultur mit Picknick-Atmosphäre

Dieses Logo soll laut Planung der Organisatoren Brigitte Witte, Anne Roecken-Strohbach und Ulrich Brauer (von links) demnächst häufiger in Erscheinung treten.

Ina Ulbricht

Stuhr-Heiligenrode. Kunst, Kultur und Musik in Picknick-Atmosphäre – das ist die Idee hinter dem ersten Heiligenrode Open Air auf der Mühlenwiese. Für die Organisation des Ganzen haben sich drei Institutionen aus der Gemeinde Stuhr zusammengetan: der Heimatverein Heiligenrode, die Kunstschule Stuhr (Kuss) und die Volkshochschule (VHS) Stuhr. Geplant ist die Veranstaltung für Sonntag, 19. September. Los geht es um 15 Uhr mit frischem Kuchen aus dem Steinbackofen vor Ort.

"Wir freuen uns über die neue Kooperation", sagt Brigitte Witte von der VHS. Eigentlich habe die Veranstaltung schon im vergangenen Jahr stattfinden sollen. Das sei aber aufgrund von Corona nicht möglich gewesen. Dafür sind die Pläne jetzt umso ambitionierter: "Wir wollen uns in die Open Air-Veranstaltungen des Heimatvereins einreihen und das Open Air verstetigen", verrät Witte. Jeder der Organisatoren bringe seine eigenen Kompetenzen mit. "Die VHS bietet die Musik für das Rahmenprogramm", so Witte. Über die Kooperation mit der Kreismusikschule habe man eine Jazzband für die Veranstaltung gewinnen können, die mit einem kleinen, instrumentalen Standardprogramm auftritt.

Die Kunstschule möchte die Veranstaltung auch nutzen, um sich im Stuhrer Ortsteil zu präsentieren, berichtet Anne Roecken-Strohbach von der Kuss. Schließlich habe man eine Außenstelle in Heiligenrode, der künftig deutlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden soll. "Wir wollen uns anders zeigen", so Roecken-Strohbach. "Nicht nur mit unseren Kursen." Deswegen wartet die Kuss beim Open Air mit einem kleinen Kunsthandwerkermarkt auf, bei denen sich die Eigengewächse der Einrichtung unter anderem mit Papiergestaltung und Getöpfertem präsentieren. "Wenn es gut läuft, bauen wir dieses Angebot vielleicht noch aus", verrät Roecken-Strohbach.

Für noch mehr musikalisches Rahmenprogramm sorgt derweil der Seckenhauser Chor Mittwochs-Spaziergang. Die zwölfköpfige Singgemeinschaft um die musikalische Leiterin Tanja Scherbaum hat sich im Frühjahr dieses Jahres zusammengefunden. Da reguläre Proben nicht erlaubt waren, trafen sich die Chor-Mitglieder immer mittwochs zum Proben in der freien Natur. So sei auch der Name entstanden, heißt es. Die zwölf Sängerinnen und Sänger präsentieren bekanntes Liedgut, wie etwa "Freude schöner Götterfunken" oder Mozarts "Kleine Nachtmusik". Begleitet werden sie dabei von Dominik Kroll am Klavier. "Nach ihrem Auftritt würden sie sich über Spenden freuen", sagt Anne Roecken-Strohbach. Die Veranstaltung selbst sei kostenfrei. Wer mag, kann sich außerdem die Kunstausstellung im Mühlenensemble anschauen, die an diesem Tage ebenfalls geöffnet hat.

"Wir fühlen uns geehrt", sagt Ulrich Brauer vom Heimatverein über die neue Kooperation. Die geplante Freiluftveranstaltung sei ganz anders als das, was sonst auf der Mühlenwiese stattfinde. "Wir können uns dieses Mal auf die Veranstaltungstechnik konzentrieren", so Brauer. Die Bäcker des Heimatvereins backen zwar ihren berühmten Butterkuchen, die Besucher können aber trotzdem gerne ein eigenes Picknick mitbringen, betont Brauer. Kaffee gebe es dieses Mal keinen zu kaufen, nur kalte Getränke.

Sämtliche Überschüsse aus den Einnahmen des Heiligenrode Open Air kommen in einen Spendentopf für den Heimatverein in Alt-Ahrweiler, verrät Brauer außerdem. Man wolle dort die Flutopfer unterstützen. Die Kooperation mit dem Verein bestehe schon lange. "Wir wollen mindestens bis Ende des Jahres weitersammeln", so Brauer. Das Open Air sei ein kleiner Starter. Die Mitglieder des Heiligenroder Heimatvereins planen zudem nach Alt-Ahrweiler zu fahren, um sich selbst ein Bild der Situation vor Ort zu machen und zu schauen, was die Menschen dort brauchen. "Wir wollen langfristig unterstützen", so Brauer.

Langfristig soll auch das Heiligerode Open Air weiterlaufen. "Das Open Air ist ideal, um verschiedene Veranstaltungen darüber laufen zu lassen", findet Ulrich Brauer. So solle es im kommenden Jahr etwa ein Open Air-Kino auf der Mühlenwiese geben. Die Idee: "Es kann uns jeder anfragen, wir stellen die Wiese zur Verfügung", so Brauer.

Die erste Veranstaltung dieser Art am 19. September endet gegen 18 Uhr. Die Besucher werden gebeten, sich an die geltenden Corona-Regeln zu halten.

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