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Lahmann hält mit den Top-Springreitern mit

Der RFV Steller See hat auch sein zweites Turnier-Wochenende gemeistert. Die Zuschauer sahen hochklassigen Springsport, bei dem auch einige Reiter der Region zu überzeugen wussten.
05.08.2019, 17:30
Lesedauer: 2 Min
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Von Nico Nadig
Lahmann hält mit den Top-Springreitern mit

Daniel Lahmann vom RV Heiligenrode war auf Hengst Livius P sehr gut unterwegs: Nach einem fehlerfreien ersten Umlauf belegte er im Stechen Rang vier.

Vasil Dinev

Stuhr. Die Spuren hatten die Helfer bereits am finalen Veranstaltungstag beseitigt. Jedenfalls zeugte bereits am Montag auf der Anlage der Familie Schlüsselburg in Stuhr kaum mehr etwas davon, dass hier zuvor Reiter über drei Tage lang zahlreiche Zuschauer bei Springprüfungen unterhalten hatten. „Das Aufräumen hat wirklich gut geklappt, alles ist wieder im Normalzustand. In den vergangenen Jahren mussten wir uns noch einmal treffen“, sagte Anna Ludwig, Pressewartin des ausrichtenden RFV Steller See. Viel mehr als über das schnelle Spurenbeseitigen freute sie sich aber natürlich über die Veranstaltung selbst. So sprach Ludwig von einem sehr schönen Turnier. „Wie immer halt. Das sportliche Niveau war auch gut. Das hat Spaß gemacht“, sagte die Pressewartin lachend.

Das sportliche Highlight des Springturniers stellte traditionell die Prüfung der Klasse S* mit Stechen dar. Hier setzte sich Felix Koller auf Chaciente durch. Der Sportler des RV Oldenburger Münsterland durchquerte den Parcours im Stechen ohne Fehler in 36,21 Sekunden. Überraschend kam der Sieg des Oberösterreichers nicht: Im vergangenen Jahr hatte er sich die Bronzemedaille bei der U21-Europameisterschaft geschnappt. Beim Grand-Prix von Falsterbo (Schweden) platzierte er sich vergangenen Monat auf Rang sechs – umgeben von Topstars der Szene wie dem Weltranglistenzweiten Peder Fredricson. Auf Platz vier beendete unterdessen Daniel Lahmann vom RV Heiligenrode das Stechen. Er riss im Sattel von Livius P eine Stange und verbuchte somit vier Strafpunkte auf seinem Konto – mit seinem zweiten Pferd Darcas wurde er Siebter. Noch mehr sammelte derweil Lokalmatador Dennis Schlüsselburg mit seinem Hengst Condino. „Beim zweiten Sprung im Stechen hatte er eine Verweigerung und ist dann langsam durchgeritten. Das war schade, weil er eine schöne erste Runde hatte“, bedauerte Ludwig. Mit 15 Fehlerpunkten reichte es für das Duo letztendlich für den sechsten Platz. Kevin Martsch vom RFV Okel verpasste unterdessen das Stechen, platzierte sich aber dennoch mit Cerolino auf Rang neun.

Neben der S*-Prüfung stellt das M*-Springen unter Flutlicht den zweiten sportlichen Höhepunkt des Turniers dar. Diesmal fiel das Nennergebnis verglichen mit dem vergangenen Jahr allerdings etwas schwächer aus. Insgesamt starteten 16 Reiter bei der Prüfung mit Siegerrunde. Der Sieg ging an Oliver Tüpker vom RFV Hildesheim, hinter ihm landete Liesa Behrens vom RV Sudweyhe. Ludwig: „Liesa hat mir noch gesagt, wie schön es ist, unter Flutlicht zu reiten, wenn die Zuschauer einen anfeuern.“ Warum trotzdem nur 16 Reiter an den Start gegangen sind? Nun, das ist recht leicht zu erklären. Nicht jedes Pferd kommt mit den Bedingungen klar. Aufgrund der Lichtverhältnisse haben manche Pferde Probleme, die Hindernisse richtig zu fokussieren und vor allem rechtzeitig zu erkennen.

Ansonsten stimmte das Nennergebnis die Pressewartin zufrieden – zumindest weitestgehend. In einigen Prüfungen sei die Starterfüllung richtig gut gewesen, in anderen habe sie dagegen gerade mal 50 Prozent betragen. „Das ist bei vielen Turnieren so“, sagte Ludwig. Tatsächlich ist das ein bekanntes Problem. Eine vernünftige Lösung zu finden, ist allerdings nicht leicht. Immerhin dürfen die Veranstalter seit einigen Jahren die Teilnehmerzahlen bei Prüfungen begrenzen, um so ihren Zeitplan einhalten zu können. „Aus organisatorischer Sicht ist aber alles gut gelaufen. Es gab keine großen Überraschungen“, sagte Ludwig und schickte hinterher: „Unsere beiden Veranstaltungswochenenden mit einem Dressur- und Springturnier haben sich bewährt. Das lässt sich für uns auch gut umsetzen, weil wir nicht so viele Leute sind. So ist es jedenfalls sehr nett.“

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