Polizeistation Stuhr Pätzold als Übergangsleiter

Für ein halbes Jahr ist Klaus Pätzold nun Leiter der Polizeistation in Stuhr. Die Region kennt er dabei schon bestens.
11.04.2019, 17:48
Lesedauer: 2 Min
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Von Stephen Kraut

Stuhr. Nicht nur in Weyhe gibt es ein neues Gesicht in der Führungsebene, auch die Polizeistation in Stuhr hat einen neuen Leiter – zumindest für sechs Monate. Klaus Pätzold leitet die Außenstelle des Polizeikommissariats Weyhe bis zum 30. September. Für den 58-jährigen Polizeihauptkommissar ist es eine „völlig andere“, aber deshalb nicht minder interessante Aufgabe.

Für ein halbes Jahr befindet sich Jennifer Kempf, eigentlich die Leiterin der Dienststelle in Stuhr, auf einer „Polizeientwicklungsmaßnahme“ in der Polizeiinspektion in Verden. Um die Leitung vor Ort sicherzustellen, sprach Franziska Mehlan, Leiterin des Kommissariats in Weyhe, Pätzold an. „Er hat sich, ohne zu zögern, die Uniform angezogen“, berichtet sie schmunzelnd. Der 58-Jährige arbeitet seit den 1980er-Jahren in Weyhe, war zuletzt als Sachbearbeiter im Kriminal- und Ermittlungsdienst tätig, dort vor allem im Bereich Einbrüche in Firmen und Unternehmen. „Dort war ich als Ermittler tätig“, berichtet Pätzold. Seine derzeitigen Aufgaben sind dagegen zu großen Teilen eher administrativer Natur. Der gebürtige Osnabrücker selbst beschreibt sie wie folgt: „Ich bin die Schnittstelle für alle Anliegen.“ So kümmere er sich beispielsweise um die Dienstpläne der zehn Mitarbeiter der Stuhrer Polizeistation ebenso wie um die Endabnahme der von seinen Kollegen bearbeiteten Anzeigen. „Wenn also noch Ermittlungsansätze zu verfolgen sind, muss Klaus das erkennen“, beschreibt Mehlan seine Aufgabe dabei. Dabei hat Pätzold selbst noch einige Fälle zu bearbeiten. „Ich bin der Sachbearbeiter und muss sie noch fertigstellen“, erklärt er.

Pätzold ist seit 1977 bei der Polizei. Vorher habe er mit einem technischen Beruf bei der Stadt Osnabrück geliebäugelt, „aber daraus ist nichts geworden“, berichtet er. Die Aufgabe der Polizei, gerade auch vor dem Hintergrund des damals auch in Deutschland existierenden Terrorismus, habe ihn aber ebenfalls gereizt. „Sportlich war ich auch gut drauf“, ergänzt er schmunzelnd mit Blick auf den Einstellungstest. Nach ersten Erfahrungen im Dienst in und um Hannover wurde Pätzold nach Weyhe versetzt – und ist bis heute dort geblieben. „Ich fühle mich hier wohl“, betont er. Schnell habe er Anschluss in der Region gefunden und schließlich auch seine Frau hier kennengelernt.

Bei dem Gedanken an die Anfänge seiner Arbeit in Weyhe und Stuhr erinnert sich Pätzold vor allem an eines: Unfälle. „Es gab Hunderte von Unfällen an der B 322“, weiß er zu berichten. Auch weitere Schwerpunkte habe es bereits in den 1980er- und 1990er-Jahren gegeben. „Es war alles etwas kleiner, die Gemeinden waren gerade erst zusammengelegt“, beschreibt er weiter. Trotzdem sei schon erkennbar gewesen, dass es sich bei Stuhr und Weyhe um zwei aufstrebende Gemeinden handelt. Im Jahr 2004 wechselte Pätzold schließlich in den Kriminal- und Ermittlungsdienst.

„Es ist eine herausfordernde Arbeit, für Personal verantwortlich zu sein“, weiß Mehlan zu berichten. Doch sie betont: „Ich traue es Klaus absolut zu.“ Für ihn sei es zudem noch einmal eine besondere Erfahrung. Die Polizeistation in Stuhr, Am Rathaus 5, ist montags bis freitags von 7 bis 17 Uhr geöffnet.

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