Gebäude im Ortskern Brinkum Pläne für historisches Haus werden konkret

Die Gemeinde Stuhr will das historische Haus an der Bassumer Straße in Brinkum für die Nutzung der gemeinnützigen Vereine und Institutionen sanieren. Die Pläne sind jetzt auch Thema im Rat.
23.01.2022, 17:12
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Pläne für historisches Haus werden konkret
Von Claudia Ihmels

Stuhr. Der Rat der Gemeinde Stuhr kommt am Mittwoch, 26. Januar, erstmals zu einer virtuellen Sitzung zusammen. Während die Ausschüsse schon öfters online getagt hatten, war der Rat bislang immer auf die Mensa der Kooperativen Gesamtschule Brinkum ausgewichen. Wie üblich beginnt die Sitzung um 18 Uhr zunächst mit einem nicht-öffentlichen Teil, ab 18.30 Uhr geht es dann mit dem öffentlichen Teil weiter. Neben dem Feuerwehrbedarfsplan (wir berichteten) wird es dann auch um die Sanierung des historischen Hauses an der Bassumer Straße 10 in Brinkum gehen, das so für Vereine und andere gemeinnützige Institutionen nutzbar gemacht werden soll.

Konkret entscheiden die Ratsmitglieder darüber, ob das Haus für rund eine Million Euro saniert werden soll. Das Geld muss allerdings nicht ausschließlich aus der Gemeindekasse fließen. Wie berichtet, hat die Verwaltung dazu die Aufnahme in das Sofortprogramm "Perspektive Innenstadt" der NBank beantragt, was positiv beschieden wurde. Wenn die Stuhrer nun bis zum 31. März 2022 den Förderantrag stellen und die Umsetzung des Projekts bis zum 31. März 2023 abgeschlossen ist, fließen aus dem Fördertopf 755.000 Euro an die Gemeinde. Bis Ende März dieses Jahres müssen der Ratsbeschluss und das Einreichen eines Bauantrages bei der NBank vorgelegt werden, heißt es in der Beschlussvorlage für die Ratssitzung.

Das mit Reet bedeckte Haus befindet sich bereits in Gemeindebesitz. "Es ist das Älteste im Bereich des Ortskerns Brinkums", schreibt Kerstin Frohburg, Fachbereichsleiterin für Bildung, Jugend und Sport, in der Vorlage. Zwar stehe das Haus nicht unter Denkmalschutz, es besitze jedoch einen besonderen bauhistorischen und ortsbildprägenden Charakter. Da das Gebäude jedoch schwere Baumängel aufweise, müsse es grundsaniert und von innen neu gestaltet werden.

Anschließend will die Gemeinde es gemeinnützigen Vereinen und Institutionen zur alternierenden Nutzung zur Verfügung zu stellen, so Frohburg weiter. "Das Ziel ist es, mit einem neuen Angebot einen positiven Anker im Ortskern zu schaffen, der sich durch einen vielfältigen Angebotsmix auszeichnet und für eine breite Klientel ganz unterschiedliche Menschen ins Zentrum ziehen soll", schreibt sie. Der Standort eigne sich aufgrund seiner Nähe zum heutigen ZOB beziehungsweise zur geplanten Haltestelle „Marktplatz“, da dort zahlreiche Buslinien des Verkehrsverbundes Bremen-Niedersachsen und der Bremer Straßenbahn-AG zusammenlaufen.

Bei der Gemeinde kann man sich zum Beispiel vorstellen, dass das Gebäude im Erdgeschoss von der Schuldnerberatung, dem Seniorenbeirat, der Hausaufgabenhilfe „Büffelstübchen“, der Rentenberatung, von Natur-, Klima- und Umweltschutzgruppen, der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabe-Beratung und als niederschwelliges Angebot für Eltern und Kinder genutzt wird. "Für das Obergeschoss laufen derzeit Überlegungen, diese so umzugestalten, dass dort unabhängig der unteren Nutzung mehrere Co-Working-Spaces entstehen können", ergänzt Frohburg.

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