Bebauungsplan Hüchtingstraße in Brinkum Verkehrssituation laut Gutachten unproblematisch

Ein Wohngebiet soll auf dem ehemaligen Post-Gelände in Brinkum entstehen. Ein neues Verkehrsgutachten sieht die zu erwartende Verkehrssituation vor Ort weiterhin unkritisch.
19.11.2021, 16:47
Lesedauer: 2 Min
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Verkehrssituation laut Gutachten unproblematisch
Von Alexandra Penth

Stuhr-Brinkum. Nach der öffentlichen Auslegung und der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange war der Bebauungsplan Hüchtingstraße in Brinkum auf dem ehemaligen Post-Gelände zwischen Bassumer Straße und dem Wendehammer Melcherstätte am Donnerstag erneut Thema im Stuhrer Ausschuss für Bauen und Ortsteilentwicklung. Das Plangebiet soll zum Wohngebiet mit zweigeschossiger Bauweise werden. Wie Lutz Richter vom Planungsbüro PGN berichtete, hatte es eine Anmerkung vom Abwasserverband gegeben. Demnach darf die Einleitung des Niederschlagswassers in die öffentliche Regenwasserkanalisation nur gedrosselt mit 0,5 Litern pro Sekunde erfolgen und nicht, wie zuvor im Entwurf angegeben, mit 1,0 Litern pro Sekunde. Das Grundstück war laut Richter bisher zu 75 Prozent versiegelt gewesen, den Plänen zufolge wären es nun 60 Prozent samt Parkflächen und Zuwegungen. 

Die Verkehrs- und Regionalplanung GmbH hatte im September 2021 eine Verkehrsuntersuchung für die Teilneuaufstellung des Bebauungsplans veranlasst. "Es sind keine Maßnahmen erforderlich", sagte Richter. Laut Gutachten sei die Zu- und Ausfahrt über die Melcherstätte leistungsfähig, die angrenzenden Straßen könnten den als gering eingeschätzten Mehrverkehr aufnehmen. Eine direkte Anbindung für den Autoverkehr an die Bassumer Straße empfiehlt das Gutachten nicht – wegen der räumlichen Nähe zur geplanten Linie 8. Die Untersuchung legt eine fußläufige Anbindung des Baugebietes an die Bassumer Straße nahe, wodurch die Haltestelle Bassumer Straße der Linie 8 auf kurzen Wegen zu erreichen wäre.

Die Verkehrsuntersuchung vom Juli war noch irrtümlich zu dem Ergebnis gekommen, dass acht Stellplätze am Wendehammer entfallen und eine freie Kapazität von drei Stellplätzen im öffentlichen Raum bleibt. Die jetzige Untersuchung hat laut Richter aber ergeben, dass für das Vorhaben ausreichend Stellplätze vorgesehen sind und keine vorhandenen Stellplätze im Untersuchungsbereich entfallen. Auch stehen im Bereich der Wohnbebauung ausreichend Stellplätze zur Verfügung. Es bleibe eine freie Kapazität von mindestens sechs öffentlichen Stellplätzen im Nahbereich und mindestens 22 im Untersuchungsraum.

Susanne Cohrs (SPD) sah auch das neue Verkehrsgutachten "nach wie vor kritisch". "Wildparker" und wenig Platz beispielsweise für die Müllabfuhr seien vor Ort bereits jetzt Probleme. "Wir werden das kritisch im Auge behalten und gegebenenfalls nachbessern müssen", sagte sie. Bereits bebaute Gebiete im Innenbereich zu beplanen, sei nie konfliktfrei, sagte Kristine Helmerichs (Grüne), die aber an den Auftrag der Kommunalpolitik erinnerte, Wohnraum zu schaffen. Der Ausschuss nahm die Änderungen einstimmig an.

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