Arbeitsgemeinschaft Radverkehr

Für Sicherheit auf zwei Rädern

Die AG-Radverkehr der SPD Stuhr will ein Konzept erarbeiten, um die Fahrradinfrastruktur in der Gemeinde Stuhr zukunftssicher zu gestalten. Die FDP Stuhr setzt sich für Radfahrerschutzstreifen ein.
21.09.2020, 18:43
Lesedauer: 2 Min
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Von Désirée Bertram

Stuhr. Bei der vergangenen Sitzung des SPD-Ortsvereins Stuhr ist die Arbeitsgemeinschaft (AG) Radverkehr ins Leben gerufen worden, erzählt SPD-Ortsvereinsvorsitzender Dennis True. Am Mittwoch haben sie sich zu ihrer dritten Erkundungstour getroffen, wobei sie die Radwege in Heiligenrode genauer unter die Lupe nahmen.

Ziel der AG-Radverkehr ist es, ein Konzept zu erarbeiten, um die Infrastruktur in der Gemeinde Stuhr für den Radverkehr zukunftssicher zu gestalten. Dafür machen sich Wilhelm Meerkamp, Gerd Harthus, Arno Büchel und Hermann Rendigs selbst ein Bild vor Ort in den verschiedenen Ortsteilen und fertigen eine Bestands-, sowie eine Mängelaufnahme der derzeitigen Fahrradinfrastruktur an. Neben Heiligenrode waren sie bereits in Varrel, Moordeich und Seckenhausen. „Diese Bestandsaufnahme des Ist-Zustandes ist der erste Schritt, um zu schauen, wo man was anders machen kann. Ich glaube, das ist ein guter Anfang“, so True. Die meisten Radwege wurden für weniger Fahrer mit anderen Ansprüchen konzipiert, fügt Gerd Harthus hinzu und unterstreicht die Nutzung von E-Bikes und den Berufs-Radverkehr: „Es fahren immer mehr Menschen Fahrrad und auch in anderen Geschwindigkeiten.“

Die Dokumentation der Fahrradweg-Situation sei keine wissenschaftliche Arbeit, sondern bewusst eine exemplarische Verschriftlichung, in der Erkenntnisse festgehalten werden, erklärt Wilhelm Meerkamp. Ein wichtiger Bestandteil dabei sind die Fotoaufnahmen. Zudem sind die AG-Mitglieder auf ihren Touren mittlerweile mit Werkzeugen und Zollstock ausgerüstet, um beispielsweise selbst Überwucherungen wegzumachen. „Das Augenmerk liegt nicht nur auf den Radfahrern, sondern auch auf Rollstuhlfahrern“, betont Arno Büchel. Hermann Rendigs ergänzt, dass Radwegbeschädigungen oder die Breite der Radwege Probleme machen und Radfahrer so verleitet werden, stattdessen die Straße zu befahren.

Die AG-Radverkehr freue sich zudem über weitere Unterstützer, die Lust haben mitzuarbeiten, sagt True. Rückmeldungen und Meinungen werden per E-Mail an ag-radverkehr@spd-stuhr.de entgegen genommen.

Auch die Mitglieder des Teams „Gemeindeentwicklung“ der FDP Stuhr wollen den mit „Konfliktpotential behafteten Fahrradverkehr“ in Stuhr zukünftig verbessern. Das teilt FDP-Ratsmitglied Jürgen Timm mit. Ausgangspunkt für die Überlegungen am vergangenen Donnerstag zum Thema „Radwegekataster„ sei die vor einem Jahr veröffentlichte Machbarkeitsstudie für die Gemeinde zur Lösung von Schwachstellen an der Bassumer Straße gewesen. “Die im Haushalt verankerten Vorhaben konnten noch nicht in Angriff genommen
werden, weil noch umfangreichere Mehrarbeiten durchgeführt werden müssen", heißt es seitens der FDP Stuhr.

Einer der Vorschläge zur Situationsverbesserung ist, möglichst kurzfristig auf beiden Fahrbahnseiten jeweils einen eineinhalb Meter breiten Radfahrerschutzstreifen zu markieren und diesen durch Piktogramme mit Fahrradsymbol entsprechend kenntlich zu machen. Dadurch soll verhindert werden, dass Fahrradfahrer und Fußgänger die Fußwege nutzen. An der Straße An den Roden sei dies bereits eingerichtet worden, so Timm. Auch für die Bahnhofstraße in Brinkum könnte diese Lösung die Fuß-Radweg-Situation künftig verbessern.

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