Fußball-Landesliga Sie wissen, was dem TV Stuhr schmeckt

Was darf auf einer langen Auswärtsfahrt nicht fehlen? Genau: die Verpflegung. Beim TV Stuhr kümmern sich darum Gerda Stindt und Jacqueline Stindt-Leymann. Und das mit viel Freude.
17.11.2018, 11:16
Lesedauer: 2 Min
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Von Thorin Mentrup

Bevor ein Spieler oder Verantwortlicher des TV Stuhr am Sonnabend an das Auswärtsspiel beim SV Bavenstedt gedacht hat, waren Jacqueline Stindt-Leymann und Gerda Stindt bereits auf den Beinen. Um 6.30 Uhr haben sich die beiden um die Verpflegung der Fußballer gekümmert. Die Ehefrau von TVS-Trainer Stephan Stindt und ihre Schwiegermutter sind die guten Seelen des Vereins: Sie sorgen dafür, dass die Kicker auf den langen Busfahrten keinen Hunger leiden müssen – oder besser: Dank ihnen schmeckt den Stuhrern die Landesliga besonders gut.

Beide sind ein eingespieltes Duo, wenn es ums Fußballer-Essen geht. Wobei es gar nicht so einfach ist, in einem normalen Haushalt für eine ganze Fußballmannschaft zu kochen. Die Stuhrer Reisegruppe ist schließlich stets um die 20 Personen groß. „Das ist nicht vergleichbar mit der Menge, die man sonst für die eigene Familie kocht, aber es ist immer noch besser als wenn die Spieler zu McDonald‘s gehen“, weiß Jacqueline. Bei der Vorbereitung gibt es eine klare Arbeitsteilung: Jacqueline gehört zur „Fleisch-Fraktion“, Gerda zur „Salat-Fraktion“. Die Männer, das loben beide, packen aber auch mal mit an.

Was den Spielern schmeckt, das wissen Jacqueline und Gerda ganz genau. „Die Jungs essen am liebsten Schnitzel“, erklärt Jacqueline. Auch der Kartoffelsalat komme sehr gut an. Freie Auswahl haben die Stuhrer allerdings nicht. „Wir richten uns danach, was im Angebot ist“, erklärt Gerda. Schließlich ist das Essen nicht umsonst. Der Förderverein kommt für die Kosten auf. Über Gebühr wollen die Stindts dessen Konto allerdings nicht belasten. Also ist die Vielfalt durchaus groß: Da steht dann nicht nur Schnitzel mit Kartoffelsalat auf dem Speiseplan, sondern auch Frikadellen, Braten, Spaghetti- und Nudelsalat. „Wichtig ist, dass es auch kalt schmeckt“, weiß Jacqueline. Bei gut zweieinhalb Kilo Salat und fünfeinhalb Kilo Fleisch haben die Köchinnen gut zu tun. Durch den Landesliga-Aufstieg ist die Arbeit sogar noch mehr geworden. „In der Bezirksliga sind die Jungs ja nur zwei-, dreimal mit dem Bus gefahren zu den ganz weiten Auswärtsspielen. Jetzt haben wir das quasi alle zwei Wochen.“

Es liegt beiden jedoch fern, deswegen zu jammern. „Uns macht es ja Spaß“, sagt Gerda. Außerdem seien die Spieler sehr dankbar: „Da kommt jedes Mal ein Dankeschön“, freut sich Jacqueline über die Wertschätzung. Mannschaftskapitän Fabian Bischoff habe sich sogar bereits angeboten, in Koch-Lehre zu gehen. „Da sind wir gespannt, was er kann“, lachen beide. Selbst etwas von der gesamten Verpflegung haben die Stindts übrigens nicht: „Eigentlich bleibt nie etwas übrig“, erklärt Jacqueline. Doch das sei auch gut so: „Denn dann hat es allen geschmeckt. Und das ist ja das größte Lob für uns.“

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