Stiftungshaus Fahrenhorst

Programmstart in langsamen Schritten

Das Stiftungshaus Fahrenhorst an der Turmstraße 13 ist schon etwas länger fertig. Nun startet langsam auch das Programm der Begegnungsstätte. Im September soll die offizielle Eröffnung folgen.
27.07.2021, 17:50
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Programmstart in langsamen Schritten
Von Eike Wienbarg
Programmstart in langsamen Schritten

Hoffen, dass das Programm bald ausgeweitet werden kann: Ellen und Dierk Jobmann.

Eike Wienbarg

Stuhr-Fahrenhorst. Langsam und behutsam kehrt Leben in das neue Stiftungshaus in Fahrenhorst ein. Das Haus an sich ist bereits seit ein paar Monaten fertig, die Corona-Pandemie verhinderte aber den Programmstart im vollen Umfang. Vor Kurzem trafen sich nun die ersten Gruppen in der Begegnungsstätte an der Turmstraße 13. Das Programm soll nach und nach erweitert werden, berichten Ellen und Dierk Jobmann vom Team des Hauses.

"Wir sind ganz klein angefangen", sagt Dierk Jobmann über die ersten Treffen im Haus am Fahrenhorster Dorfplatz. Den Beginn machte das Klönschnack-Café, das es bereits im Fahrenhorster Mehr-Generationen-Haus (MGH) gab. Für das erste Zusammenkommen gab es aber nur persönliche Einladungen, wie Ellen Jobmann berichtet. "Nur an die, die immer dabei waren", sagt sie und blickt mit Freude auf das Treffen mit der "ganzen alten Crew" zurück. Die Runde war in der Teilnehmerzahl begrenzt, außerdem ist der Großteil der älteren Teilnehmer geimpft. Rund 20 Teilnehmer hätten den Weg gefunden, so Ellen Jobmann. Jetzt soll das Klönschnack-Café wieder regelmäßig jeden zweiten Dienstag im Monat ab 15 Uhr stattfinden. Anmeldungen werden unter 04206/7730 entgegengenommen. "Es wird wirklich gut angenommen", erzählt Ellen Jobmann. Mit dem Umzug von der Fahrenhorster Kapelle in das Stiftungshaus sei auch vieles einfacher geworden. "Es ist kein Vergleich zur Kapelle", berichtet sie unter anderem mit Blick auf die Küche und die neue Spülmaschine. Früher hätten die Ehrenamtler das Geschirr mit nach Hause nehmen müssen.

Ebenfalls gestartet ist das Plattdeutsche Frühstück mit Peter Strohmeyer. Die Runde trifft sich jeden ersten Dienstag im Monat ab 9.30 Uhr. Und auch der Literaturzirkel mit Beatrice Hinte soll ab sofort wieder jeden zweiten Mittwoch im Monat ab 10 Uhr stattfinden. Hinzu kommen aktuell das Beko-Training (Bewegungs- und Koordinationstraining) mit Veronika Hodasa jeden dritten Mittwoch im Monat ab 18 Uhr und die Handarbeitsgruppe um Elke Kober jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat. "Wir sind immer im kleinen Kreis", sagt Ellen Jobmann.

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Etwas größer ist die Runde beim Pop- und Gospelchor Chorisma. Zu der Gruppe gehören rund 50 Sänger, die sich immer dienstags von 19 bis 22 Uhr zur Probe treffen. "Das ist einer unser Hauptmieter", sagt Dierk Jobmann. Um die Corona-Vorgaben einzuhalten, probt der Chor teilweise in Etappen, aber auch draußen auf der Terrasse. Auf der Boule-Bahn neben dem Haus hat sich bereits eine erste Gruppe zusammengefunden. Diese trifft sich immer freitags ab 17 Uhr. Teilnehmer sollten dazu eigene Kugeln mitbringen.

Nach den Sommerferien sollen weitere Angebote dazukommen. Wenn es die Pandemie-Lage zulässt, soll dann auch der Kinderchor Lollipops seine Proben aufnehmen. Die Gruppe für Kinder im Alter von fünf bis acht Jahren um Monja Uhde und Thomas Schwenen war dabei die erste Runde, die Leben in das neue Stiftungshaus brachte. Hinzu kommen sollen auch ein Eltern-Kind-Café, Yoga-Gruppen und ab September Angebote im Autogenen Training für Erwachsene und Kinder. Auch Filmvorführungen sowie Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse sollen später starten. Ewald Theel plant Smartphone-Kurse für Senioren. "An Ideen fehlt es uns nicht", sagt Ellen Jobmann.

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Für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltungen sorgt aktuell ein Team von rund 17 ehrenamtlichen Helfern, sagt sie. So seien alle Ehrenamtler aus dem ehemaligen Fahrenhorster MGH mit an die Turmstraße gewechselt. Im Mittelpunkt soll weiter die Begegnung stehen. Vor allem Ältere, aber auch Kinder und junge Familien sollen sich angesprochen fühlen. So möchte das Team eine Lücke im gesellschaftlichen Angebot in Fahrenhorst schließen und zusammen mit der Feuerwehr und dem Dorfplatz in der Nachbarschaft ein Zentrum für den Ortsteil bieten, so die Verantwortlichen. Um sich dann auch endlich komplett der Öffentlichkeit zu präsentieren, soll es am Sonnabend, 11. September, ab 11 Uhr auch eine offizielle Eröffnung des Stiftungshauses geben, berichtet Dierk Jobmann. Die Veranstaltung sei für alle Bürgerinnen und Bürger auch der umliegenden Ortschaften gedacht, betont er.

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Weitere Informationen zum Programm des Stiftungshauses Fahrenhorst gibt es im Internet unter www.stiftungshaus-fahrenhorst.de. Telefonisch sind die Verantwortlichen donnerstags von 16.30 bis 18.30 Uhr unter 04206/4195857 zu erreichen. E-Mails können an info@stiftungshaus-fahrenhorst.de gerichtet werden.

Zur Sache

Spende der Stuhrer FDP-Mitglieder

Die Ausstattung des Fahrenhorster Stiftungshauses ist vor Kurzem erweitert worden. So spendierten die Mitglieder des Stuhrer FDP-Ortsverbands um ihren Vorsitzenden Johannes Südkamp dem Team einen Laptop für das Büro. Dafür hatten die Liberalen in ihrem Kreis gesammelt. Die Gruppe übergab die Spende am Montagabend. "Ohne Computer geht es nicht", bedankte sich Stiftungsvorstand Dierk Jobmann. Auch das Stiftungshaus müsse wie "eine kleine Firma" arbeiten. Damit sei das Haus nun fast komplett. Die Verantwortlichen sind jetzt noch auf der Suche nach zwei großen Schirmen als Sonnenschutz für die Terrasse, so Jobmann.

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